Lagarde: Eurozone muss Griechenland helfen

Der IWF fordert die Finanzminister der Eurozone dazu auf, sich kommende Woche über Hilfskredite zu einigen

Manila - Im Ringen um neue Hilfskredite für Griechenland macht der Internationale Währungsfonds (IWF) Druck. Die Finanzminister der Eurozone sollten auf ihrem Treffen in der kommenden Woche zu einer Einigung kommen, damit Griechenland wieder auf die Füße kommt, sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde. Lagarde will ihre Asien-Reise verkürzen, um an dem Treffen am Dienstag in Brüssel teilzunehmen.

Wichtig sei, dass die Finanzminister sich auf das gleiche Ziel konzentrierten, sagte Lagarde weiter: "Dass Griechenland wieder auf nachhaltiger Basis funktioniert, sich erholt, zurück auf die Füße kommt und sobald wie möglich wieder Zugang zu den Märkten erhält." Auf die Frage, ob sie von dem Treffen Erfolge erwarte, sagte sie, man müsse einfach abwarten.

Schrumpfen der Eurozone nicht überraschend

Am Montag hatten die Euro-Finanzminister Griechenland zwei zusätzliche Jahre zugestanden, um die von den internationalen Geldgebern eingeforderten Sparziele zu erreichen. Der IWF besteht jedoch weiterhin darauf, dass das Land seine Schulden bis 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zurückschraubt.

Zu Berichten, die Eurozone sei im dritten Jahresquartal wieder in die Rezession geschlittert, sagte Lagarde, das sei für den IWF keine Überraschung. Man sei davon ausgegangen, dass die Wirtschaft in der Region im Jahr 2012 schrumpft, um sich dann 2013 wieder zu erholen. (APA, 16.11.2012)

Share if you care