Tycho Brahe wurde doch nicht vergiftet

15. November 2012, 22:15

Astronom starb nicht an Quecksilbervergiftung - Ergebnis eines internationalen Forscherteams nach Exhumierung der Leiche

Prag - Der weltberühmte Astronom Tycho Brahe (1546-1601) ist nicht an einer Quecksilbervergiftung gestorben. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam, das die Leiche Brahes vor zwei Jahren in Prag exhumiert hatte. Nach der Untersuchung von Haarproben bestätigte sich die Vergiftungstheorie nicht, sein Mitarbeiter Johannes Kepler ist damit reingewaschen. "Die Quecksilber-Konzentration war nicht so hoch, dass sie den Tod hätte verursachen können", teilte Chemieprofessor Kaare Lund Rasmussen laut einer Mitteilung des Prager Nationalmuseums vom Donnerstag mit.

Um den Tod des genialen Astronomen ranken sich seit jeher Legenden. Der Däne Brahe war 1599 einem Ruf Kaiser Rudolfs II. nach Prag gefolgt. Nun dürften Spekulationen neuen Aufschwung erhalten, der Wissenschaftler könnte an einer geplatzten Blase gestorben sein. Demnach soll Brahe während eines prachtvollen Festmahls am Kaiserhof aus Höflichkeit auf einen Toilettengang verzichtet haben.

Das internationale Expertenteam machte noch eine weitere Entdeckung: Brahes silberne oder goldene Nasenprothese, die er seit einem Zweikampf im Jahr 1566 tragen musste, war überhaupt nicht aus einem Edelmetall gefertigt. Stattdessen fanden sich Spuren von Kupfer und Zink. Die Prothese war demnach wohl aus gewöhnlichem Messing. (APA, 15.11.2012)

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18 Postings
puhh.. , na gott sei dank.

Ich kann mich noch an die lächerliche Schlagzeile (SN) erinnern:

"Linzer Uni nach einem Mörder benannt?"

Selbst wenn es so gewesen wäre...

Heute platzen nur noch Immobilienblasen...

Dass Tycho Brahe an Harnverhaltung gestorben ist wusste schon der Schüler Gerber.
Und der wurde 1930 geschrieben.

Witzig, dass in der standard wissenschaftsredaktion eine blase platzen kann

Dachte immer eine nicht geleerte blase fuehrt zu einem rücklauf ins "system" und daran stirbt man....
Werd meinen alten biolehrer verklagen....

Ohne es jemals im Selbstversuch erprobt zu haben, hätte ich theoretisch angenommen, dass im Endeffekt doch der Schließmuskel die "Sollbruchstelle" ist, die als erstes nachgibt, und die Sache dann halt irgendwann, bevor ernsthafte Schäden eintreten, im buchstäblichen Sinn in die Hose geht ...

"Nun dürften Spekulationen neuen Aufschwung erhalten, der Wissenschaftler könnte an einer geplatzten Blase gestorben sein."

Was ist daran bitte neu? So hab ich es bereits vor über 10 Jahren gehört. Für mich ist eher die Quecksilbervergiftung neu.

Der Mann hat Syphilis gehabt, deshalb auch die hohen Hg-werte, da es damals mit Hg behandelt wurde.

Und die Duellgeschichte mit der verlorenen Nase war konstruiert, weils ja besser ausschaut, als sei sie ihm wegen dem Syph abgefallen.

Interessante Wechsstabenverbuchselung

Geplatzte Blase? Sowas kann passieren?

Ich frag nur, denn habe ich einen medzinischen Grund, mich schnell am Weihnachtsabend zu verdrücken, wenn die Weihnachtslieder angestimmt werden.

schon im Schüler Gerber wurde diese Möglichkeit erörtert...

Ja, wobei das nicht stimmen dürfte... http://de.wikipedia.org/wiki/Harnverhaltung (singen tu ich trotzdem nicht ;-))

Wobei gsund schaut das wirklich nicht aus: http://upload.wikimedia.org/wikipedia... erhalt.jpg

ich hab mich nur dran erinnert, nachdem jahrelang - oder besser - jahrzehntelang die These nach der Vergiftung durch Kepler im Raum stand. Und im Gerber rätselt der Schüler ja , um den Lehrer zur Weissglut zu bringen, ob nicht Kepler oder de Brahe durch Harnverhaltung gestorben waren. Also werden die historischen Überlieferungen das nahegelegt haben. ;)

... aber zunächst fälschlicherweise Johannes Kepler zugeschrieben :)

Dann kann man sich also doch keine goldene Nase verdienen als Astronom. Schade eigentlich ...

Nö die Gehälter sind bekanntlich nicht Astronomisch hoch.

Nur als Astrologe ...

Tycho Brahe und Johannes Kepler waren auch prima Astrologen!

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