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Man hat für diesen neuen Krieg in Gaza den Namen "Operation Wolkensäule" gewählt. Passender wäre wohl "Operation Gedächtnisschwund" gewesen. Premier Netanjahu rechnet mit dem kurzen Gedächtnis der Bevölkerung. Er zählt darauf, dass die Menschen vergessen haben, dass Dutzende, wenn nicht hunderte "Liquidationen" ausgeführt wurden, ohne dass damit auch nur ein Problem gelöst worden wäre - weil es immer wieder jemanden gab, der den Platz des Getöteten einnahm und dann in der Regel noch radikaler war als sein Vorgänger. Netanjahu rechnet damit, dass die Menschen sich nicht mehr daran erinnern, dass Israel vor vier Jahren Krieg gegen Gaza führte, dem binnen drei Wochen 1300 Zivilisten zum Opfer fielen - ohne dass sich dadurch irgendetwas zum Besseren gewendet hätte..
Benjamin Netanyahu und Ehud Barak haben zum zweiten Mal in Folge entschieden, dass der israelische Staat Wahlen im Schatten des Krieges im Gaza-Streifen abhalten wird. Der Waffenstillstand, der schon dabei war, sich zu festigen, wurde gebrochen und in Stücke geschlagen. Die Einwohner der Städte im Süden, die sich fast schon daran gewöhnt hatten, freier atmen zu können, werden wieder in ihre Schutzbunker zurückgetrieben.
Um den Preis großes Leids auf beiden Seiten der Grenze verfolgt die Regierung ihr politisches Kalkül: Die sozialen Probleme, die bedrohlich hohen Stellenwert bei den kommenden Wahlen bekommen hätten, wurden beiseitegeschoben und von der Wahlkampfagenda gestrichen.
In den kommenden Wochen werden die Schlagzeilen voll mit Krieg, Tod, Zerstörung und Blutvergießen sein. Und am Ende, wenn alles vorbei ist, wird sich herausstellen, dass kein Ziel erreicht wurde und die Probleme unverändert geblieben, wenn nicht sogar immer schlimmer geworden sind. (DER STANDARD, 16.11.2012)
Uri Avnery, Jg. 1923, ist Autor, Publizist und Gründer der israelischen Friedensinitiative "Gusch Schalom", auf deren Website der hier publizierte Text am Mittwoch erschienen ist.
Übersetzung: mj
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scheint Avneri nicht weniger zu leiden. Den Raketenbeschuss vor der Liquidation Jabaris (dem ich keine Träne nachweine), der den tatsächlichen Bruch eines so und so nie wirklich eingehaltenen Waffenstillstandes (wieder einmal) darstellte, blendet er vollkommen aus (klar: passt nicht ins Konzept...).
Die Tragik der isr. Friedensbewegung ist es, dass sie angesichts der pal. Politik, Ideologie und Vorgehensweise in einen argen Argumentationsnotstand geraten ist.
Leute wie Avneri wollen das nicht wahrhaben, lassen sich von den Pal. instrumentalisieren, indem sie auch schon deren Argumentation übernehmen, und verlieren sich vor lauter fast naivem Friedensdrang in suizide Naivität, wenn nicht schon geradezu Dummheit
Ich mache da nicht mit..
und zwar am 4. November 2008.
Zuvor war es monatelang still im Süden Israels und das obwohl es der Hamas nicht leicht fiel den Waffenstillstand den verschiedenen Widerstandsgruppen zu vermittlen, brach Israel doch schon zuvor alle Zusagen an Erleichterungen, die Schritt für Schritt dann kommen sollten aber nicht kamen.
Hier ein israelischer Regierungssprecher zum israelischen Bruch des Waffenstillstands, der die Operation 'Gegossenes Blei' einleitete:
http://www.youtube.com/watch?v=ixrYv5pUzps
Der Grund für die Raketen nach dem 4.11. war in Wahrheit die verletzte "Scharaf" der Hamas, weil sie den Kürzeren gezogen hat, und sonst nichts. Blöd gelaufen, wenn man einen Jihad anfangt und der dann nicht so lauft, wie man es sich vorgestellt hat....
SIE entscheiden sich einmal, ob Isr. Besatzungsmacht in Gaza ist, od. nicht. Wenn Ja, dann ist es unser gutes Recht JEDERZEIT Truppen nach Gaza zu schicken und Aktivitäten zu unterbinden, die wir als die öffentliche Sicherheit gefährdend od. als kriegerisch erachten.
Tunnel unterhalb des Sicherheitszaunes zu graben, um dann, wie ja später auch passiert, Explosionen auszulösen, fallen genau in diese Kategorie.
Es widert mich einfach an, wie billig die Ausreden gegen Israel geworden sind!!
1. Es ist irrelevant, WER die Raketen vor dem 4.11. geschossen hat. Sie sind bereits ein Bruch des Waffenstillstandes, auf den Isr. zunächst nicht reagiert hat! Ausreden wie "die Hamas hätte keine Kontrolle über andere Gruppierungen" gelten nicht, da könnte ja Isr. auch sagen, es hätte keine Kontr. über die Siedler. Die Hamas ist der Vertragspartner, der seinen Teil nicht eingehalten hat.
2. Waffenstillstand inkludiert jegliche kriegerische Aktivität, incl. des Tunnels, weswegen die IDF nach Gaza eingedrungen sind. Womit die Hamasler halt nicht zurechtgekommen sind, dass ihre "Kämpfer" gg. die IDF den Kürzeren gezogen haben.
3. Ob Zivilisten zu Schaden kommen od. nicht ist irrelevant für die Frage des Bruches des Waffenstillstandes.
Und in den Monaten zuvor insgesamt 2 oder 3. Dazu muss man sagen, dass diese einzelnen nicht von der Hamas abgeschossen wurden und Isreal weiß das. So ein Waffenstillstand ist zu 100% schwierig durchzusetzen, vor allem wenn die andere Seite sich nicht an die Abmachung hält. Nach mehreren Tagen Ruhe, sollte eigentlich schrittweise die Blockade gelockert werden. Es wurde aber gar nichts gelockert. Nachdem es dann wochenlang keinerlei Kassams mehr gab, brachen die Israelis in Gaza ein und brachten 5 Palästinenser um - daraufhin beschoss die Hamas offensichtlich als Warnschuss ein Feld mit 30 Kassams. Aber Israel wollte gar keinen Waffenstillstand. Omert hatte das BP wegen des Gas vor der Küste Gazas schon im Sommer versprochen.
Dafür sind Menschen die Frienden wollen jetzt Mörder.
"Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder"
http://derstandard.at/135026152... -der-Hamas
Wo gibt es keine unverantwortlichen Menschen, deren grösstes Ziel es ist, an die Macht zu kommen. Nur die Palästinenser waren immer in diesem Gebiet und wurden teilweise vertrieben, weil Israel dieses Gebiet zuerkannt bekam. Da hätte man schon ein wenig auf diese Menschen eingehen und friedensbereiter sein müssen. Aber die Waffenlobby braucht ja auch ein Geschäft, also nur zu, weiter so.
so berichten zumindest alle, die sich auskennen. Woher nimmt man aber im Armenhaus die Mittel für hunderte Raketen, die in den vergangenen Tagen auf Israel abgeschossen wurden? Ich weiß schon - das sind Geschenke der Hamas-Freunde aus dem Iran und einigen anderen Ländern? Und warum schenken diese Freunde nicht Lebensmittel, Baumaterialien, Medikamente und andere lebensnotwendige Dinge? Und wie kommen hunderte Raketen in das von Israel blockierte Gaza?
dann kann ich ja nach Wien kommen und so richtig nach Lust und Laune so ein paar tausend Raketen auf Wiens Grünflächen schießen. Da sie so und so nur "auf irgendeinem Feld landen und ab und zu ein paar Dachschindeln kaputt machen" ist ja eh nichts dabei.
Übrigens, sind Sie Landwirt? Wissen Sie wirklich, dass eine "auf dem Feld gelandete" Rakete keinen Schaden anrichtet?
"Und warum schenken diese Freunde nicht Lebensmittel, Baumaterialien, Medikamente und andere lebensnotwendige Dinge?"
Wieviele Leute der Gaza-Hilfsflotte wurden letztens von Israelis umgebracht? Ah ja - ich glaube, es waren neun.
Aber wirklich eine Unverschämtheit der Menschen dort, sich auch noch zu wehren, anstatt sich einfach auszuhungern oder abknallen zu lassen.
wie blauäugig muss man eigentlich sein um so etwas zu posten? und dass die "friedlichen" aktionisten mit messern und stangen auf die soldaten losgingen, blenden sie geflissentlich aus, gell...
was kosten die raketen und abschussbasen? und wie viel nahrung, medikamente, schulbücher, ... könnte man um dieses geld kaufen? eben. in diesem sinn kann ich mich dem anderen kommentar zum thema nur anschließen: befreit die palästinenser im gaza endlich von der hamas!!!
Das Losgehen mit Messern und Stangen wurde einseitig von der israel. Armee behauptet. Und da gab es doch Belege, dass die Armee nach Kapern (!) des Schiffes gleich geschossen hat.
Die Blockade des Gaza-Streifens ist ja keine Erfindung. Sicher könnte die Hamas anders agieren, aber Israel ebenfalls - und Israel hat den Schlüssel zur Lösung in der Hand. Israel ist eindeutig mächtiger und dem Mächtigen fällt es immer schwer, etwas zu verlieren (Land). Die Palästinenser haben nicht viel zu verlieren.
das bezeugt auch der israelische Unterhändler Gershom Baskin, der sagte, dass die Hamas für die meisten Kassams gar nicht verantwortlich ist, sogar alles daran setzte sie zu unterbinden. Der getötete Hamas-Führer selbst setzte alles daran einen robusten Waffenstillstand zu erringen.
... bei wem?
Es stimmt, das Problem wurde nicht gelöst, denn dazu müsste die H zerschlagen werden, was wohl nicht ohne Besetzung von Gaza geht; das will man aber vermeiden.
Aber bitte sich zu erinnern: Der letzte Gazakrieg hat immerhin die H so geschwächt, dass einige Jahre halbwegs Ruhe war. Da die H aber nicht lernfähig ist und wieder am Watschenbaum gerüttelt hat, muss das jetzt eben leider wiederholt werden.
Es stimmt auch, dass die jetzige Eskalation eine innenpolitische Komponente hat; aber man sage das der H, die haben schliesslich begonnen. (Die H betreibt übrigens auch Innenpolitik, und zwar ägyptische Innenpolitik. D Zweck der Angriffe ist es, die neue äg. Regierung zur Radikalisierung zu zwingen.)
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