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Lokale, die auch fast vergessene Gerichte der bäuerlichen Tradition auf der Karte haben, finden sich im Slow Food Guide 2013.
Linz - Unter dem Motto "Spuren auf dem Teller - Auf der Suche nach den kulinarischen Traditionen unserer Regionen" wurde Mittwochabend im Keplersalon Linz der Slow-Food-Gasthausguide für Österreich 2013 präsentiert. Die in regionalen Vereinen organisierte Bewegung hat sich dem Schutz handwerklicher Traditionen und lokal verwurzelter Gerichte verschrieben. In dem Guide (Verlag Christian Brandstätter, 22,50 Euro) werden 350 Gasthäuser in ganz Österreich, aber auch im Grenzgebiet von Slowenien und Südtirol rezensiert, die im Verschwinden begriffene regionale kulinarische Traditionen und Gerichte pflegen.
Philipp Braun von Slow Food Linz bat zur Podiumsdiskussion und wollte von den Herausgebern wissen, inwieweit der Guide überhaupt notwendig sei, nachdem Regionalität mittlerweile ein erklärtes Credo fast aller österreichischen Restaurants sei. Worauf Georg Desrues und Severin Corti (im Brotberuf Restauranttester und Standard-Redakteur) erklärten, dass die flächendeckende Versorgung mit Schnitzel, Tafelspitz und sonstigen Apfelstrudeln zwar gesichert sei, man unter gelebter Regionalität aber vielleicht etwas anderes verstehen könnte.
Die Pflege fast vergessener Gerichte der bäuerlichen Tradition nämlich, wie sie etwa Mühlviertler Leberschädl, Pinzgauer Schottnock'n oder burgenländische Bohnenstrudel darstellen: Gerichte, die die "Kultur und Geschichte einer Region über den Gaumen erfahrbar machen", so Desrues. Oder die Kooperation mit handwerklichen Erzeugern, deren Produkte auf ganz eigene Art von der Region erzählten, in der sie entstanden sind.
Wie das zu verstehen ist, machte eine Verkostung deutlich, bei der Brot der Linzer Holzofen-Bäckerei Gragger, Rohmilchbutter von Robert Strasser aus Frankenburg, Speck und Most vom Köglerhof und Hofstettner Bier kredenzt wurden. (red, DER STANDARD, 16.11.2012)
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