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vergrößern 750x500Liegt in seiner Hightech-Vitrine absolut erschütterungsfrei: der altmexikanische "Penacho" (ehemals "Montezumas Federkrone").
Der aufwändig restaurierte "Penacho" thront erschütterungsfrei in einer Hightech-Spezialvitrine.
Wien - Zum "altmexikanischen Federkopfschmuck", der im Wiener Museum für Völkerkunde unter dem Titel Penacho - Pracht und Passion präsentiert wird, muss man sich erst vorarbeiten: Ausstellungsarchitekt Adolf Krischanitz lenkt den Weg über mehrere Kurven. Das erzeugt Spannung. Und dann: Aus einem Schacht fällt von ganz weit oben gedimmtes Licht herunter - direkt auf die Federkrone. Moctezuma II., der legendäre Aztekenherrscher, soll sie zwar nicht am Haupt getragen haben. Ziemlich wertvoll ist das Accessoire dennoch - aufgrund seiner Einzigartigkeit. Denn alle anderen Kronen, die im 16. Jahrhundert nach Europa gelangten, ließen mit der Zeit alle Federn.
Natürlich: Auch dieser "altmexikanische Federkopfschmuck" ist nur mehr ein Schatten seiner selbst. Denn ihm fehlt zum Beispiel der Adlerkopf. 1878 hielt man das grünschillernde Objekt aus Quetzalvogelfedern daher für eine Standarte - und drückte es beim Restaurieren flach wie eine Flunder. Dadurch verlor das gute Stück seine Dreidimensionalität. Zudem wurden neue Federn, Eisvogelbälge und Metallplättchen hinzugefügt. Die runden Plättchen stechen auch heute noch heraus: Weil sie aus Kupfer und nur vergoldet sind, sehen sie im Vergleich zu jenen aus echtem Gold etwas schmutzig aus.
Nicht nur gegen die Kupferdiebe, die gegenwärtig ihr Unwesen treiben, hat man sich zu wehren gewusst: Der Penacho liegt auf einer schrägen Ebene in einer massiven, federgelagerten Spezialvitrine - absolut erschütterungsfrei. Und nur diese Erschütterungsfreiheit garantiert, dass der Federnfächer nicht so bald zu Staub zerfällt. Er ist daher nicht in einem Flugzeug transportabel. Die Mexikaner, die sich die Krone gerne ausleihen würden, lassen daher prüfen, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt. Die Chancen stehen aber, solange das Beamen nicht erfunden ist, schlecht.
Beim Befunden und Restaurieren machte man gemeinsame Sache: Auch Alfonso de Maria y Campos, Generaldirektor des Instituto Nacional de Antropologia e Historia, lobte bei der Eröffnung der Sonderdauerschau am Mittwoch die Zusammenarbeit. Das Interesse in Wien scheint sich aber, entgegen den Erwartungen, in engen Grenzen zu halten: Am Donnerstag herrschte alles andere als ein Gedränge. Die gezeigte Doku ist jedoch echt sehenswert! (Thomas Trenkler, DER STANDARD, 16.11.2012)
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Sie ist nicht gestohlen und der "Zauber" beruht doch zum Gutteil auf der Behauptung eines gewissen Hrn Gomez, daß es eine Krone Montezumas sei. Leicht naiv ist diese Behauptung schon: Cortez hätte sie NIEMALS aus seinen Händen gelassen, wenn irgendein Zusammenhang mit Montezuma besteht - der Kopfschmuck hätte doch für Karl I / V ein prachtvolles Geschenk abgegeben....
Wenn wir die Federkrone nach Mexiko verleihen bekommen wir sie womöglich nicht mehr zurück. Deswegen drückt man sich drum rum.
Ausserdem würden die Panflöten spielenden Indios aus Wien verschwinden, denn die spielen ja um die Federkrone zurück zu erhalten.
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