Betriebsräte klagen über zu hohes Arbeitsvolumen

15. November 2012, 17:26
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Mehr als 60 Prozent sehen laut einer aktuellen Befragung der Arbeiterkammer die Gesundheit der Mitarbeiter belastet

Über 60 Prozent der Betriebsratsvorsitzenden in Oberösterreich sehen durch die Arbeitsbedingungen die Gesundheit der Beschäftigten eher stark, stark oder sehr stark belastet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Betriebsrätebefragung, die von der Arbeiterkammer Oberösterreich durchgeführt wurde. Die Ergebnisse sind das Resultat von 668 Beantwortungen, die aus 601 verschiedenen Betrieben kommen, so die Arbeiterkammer am Donnerstag.

23 Prozent der Betriebsratsvorsitzenden sagen, dass durch die Arbeitsbedingungen in ihrem Betrieb die Gesundheit der Beschäftigten stark bzw. sehr stark belastet ist. Weitere 40 Prozent sprechen von einer eher starken Gesundheitsbelastung, wie die Arbeiterkammer schreibt.

Regelpensionsalter nicht für alle in Reichweite

Aufgrund dieser Einschätzung seien mehr als 40 Prozent der Betriebsräte der Meinung, dass die Arbeitnehmer ihres Betriebs es keinesfalls bzw. eher nicht schaffen, bis zum gesetzlichen Pensionsalter zu arbeiten.

48 Prozent der Betriebsratsvorsitzenden geben laut AK an, dass die Arbeit im Betrieb stark bzw. sehr stark von Termindruck geprägt ist. Für 35 Prozent sind die Arbeitsbedingungen zudem stark bzw. sehr stark durch ein zu hohes Arbeitsvolumen gekennzeichnet, warnt die AK. Nimmt man die Kategorie eher stark hinzu, sprechen sogar 80 Prozent von einem zu hohen Arbeitsvolumen.

35 Prozent der Betriebsräte geben an, dass bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen auf die Bedürfnisse älterer Beschäftigter Rücksicht genommen wird. Nur 17 Prozent verfügen über altersangepasste Arbeitszeitmodelle, so die Arbeiterkammer, die Maßnahmen und Anreize wie ein Bonus-Malus-Systems für die Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern oder eine Ausweitung der betrieblichen Gesundheitsprogramme fordert. (red, derStandard.at, 15.11.2012)

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    Betriebsräte orten in ihren Betrieben ein zu hohes Arbeitsvolumen und einen zu hohen Arbeitsdruck.

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