Schmied an Lehrer: Ganztagsschule nicht verhindern

Interview | Rosa Winkler-Hermaden, Video: Maria von Usslar
15. November 2012, 16:52

Die Eltern sollen entscheiden, ob ihr Kind in eine Ganztagsschule geht, sagt Bildungsministerin Claudia Schmied

In Zukunft soll es mehr ganztägige Schulen geben. Soweit sind sich SPÖ und ÖVP einig. Unterschiedlicher Auffassung sind die Koalitionsparteien in der Frage, woher die jährlich benötigten 160 Millionen Euro kommen sollen. Dem Vorschlag von ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, Privatisierungserlöse heranzuziehen, erteilt Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) eine Abfuhr: "Es braucht eine langfristige Finanzierung."

Warum die Eltern entscheiden sollen, ob die Ganztagsschulen in verschränkter Form - Unterricht und Freizeitaktivitäten wechseln einander ab - kommen soll und nicht die Lehrer, sagt sie im Interview mit derStandard.at. Beim Lehrer-Dienstrecht hofft Schmied auf eine baldige Einigung. Schuld für die Verzögerung sei die ÖVP, für die es nicht einfach sei, hier eine klare Position zu beziehen.

Claudia Schmied im Video-Interview: "Wichtig ist mir die Entscheidung der Eltern, nämlich ob sie ein ganztägiges Angebot annehmen oder nicht. Das sind für mich die Hauptakteure."

derStandard.at: Die Lehrer sind aufgebracht, weil sie bei der Umsetzung der Ganztagsschule auf ihr Mitspracherecht pochen. Ihnen hat auch Vizekanzler Spindelegger den Rücken gestärkt und ihre Einbeziehung gefordert. Läuft das alles auf einen Streit Bildungsministerin versus Lehrergewerkschaft hinaus wie es ihn 2009 schon gab, als Sie forderten, dass die Lehrer zwei Stunden mehr pro Woche in der Schule stehen sollen?

Schmied: Nein, derartige Konflikte will niemand, weder ich als Ministerin, noch die Schulpartner, noch die Lehrer. Wir haben jetzt so viele Projekte in Umsetzung, dass wir eine gute Arbeitsatmosphäre an den Schulen brauchen. Die Lehrerinnen und Lehrer sind beim Gelingen von Schule maßgeblich beteiligt. Es wird daher keine Konflikte geben. Aber es gibt Entschlossenheit, die Ganztagsschule umzusetzen, den Eltern entsprechende Möglichkeiten einzuräumen. Das ist mir sehr wichtig, darauf lege ich Wert. Wir werden jetzt die Details besprechen.

derStandard.at: Warum wollen Sie nicht, dass die Lehrer mitbestimmen, ob verschränkte Schulformen kommen oder nicht?

Schmied: Ich möchte, dass die Lehrer nicht nur mitbestimmen, sondern dass sie mitgestalten. Die Schulstandorte sollen Angebote entwickeln, damit die Eltern Entscheidungen treffen können: will ich mein Kind in der Ganztagsschule haben oder nicht? Die Mitarbeit der Lehrer und Lehrerinnen ist aber unverzichtbar. Weder ich noch die Eltern sind aber interessiert daran, dass die Lehrer und Lehrerinnen derartige Projekte verhindern.

derStandard.at: Soll der Schulgemeinschaftsausschuss - also Lehrer, Eltern, Schüler - gemeinsam entscheiden?

Schmied: Es muss der Schulstandort, vor allem die Lehrerinnen und Lehrer und der Direktor ein gutes Angebot entwickeln. Wichtig ist mir die Entscheidung der Eltern, nämlich ob sie ein ganztägiges Angebot annehmen oder nicht. Das sind für mich die Hauptakteure. Sie übernehmen die Verantwortung für die schulpflichtigen Kinder. Ich halte nichts davon, dass obrigkeitsmäßig oder zwangsweise etwas verordnet wird oder etwas von Gremien bestimmt wird.

derStandard.at: Sie sind Befürworterin eines verschränkten Systems, das heißt Unterricht und Freizeitaktivitäten wechseln sich ab. Warum muss das so sein?

Schmied: Das Lernen kann besser gelingen, wenn es zwischendurch Erholungspausen gibt. Wenn zum Beispiel mehr Zeit für Bewegung und Sport vorhanden ist. Das ist ja eine sehr aktuelle Forderung. Aber es gibt dann auch mehr Möglichkeiten für Kunst und Kultur und musische Fächer. Das über den Tag verteilt ein bisschen ausgewogener zu gestalten ist einfach besser für die Kinder.

derStandard.at: Die User auf derStandard.at diskutieren seit Tagen hingebungsvoll über das Thema Ganztagsschule. Jemand, der selbst in einer Ganztagsschule war, hat geschrieben: "Man war als Schüler den Lehrern noch ein paar Stunden mehr ausgeliefert. Man musste noch mehr Zeit in der grauslichen, kalten Schule verbringen, war noch mehr Stunden dem Mobbing der Mitschüler ausgeliefert." Was entgegnen Sie dem?

Schmied: Dem kann man eigentlich nichts entgegnen, das ist eine persönliche Wahrnehmung, ich möchte fast sagen, ein persönliches Schicksal, wenn das bis ins Mobbing hineinreicht. Da helfen nur Eltern-Schüler-Lehrer-Gespräche.

Die Infrastruktur und Rahmenbedingungen müssen wir natürlich bei der Neugestaltung sehr ernst nehmen. Es ist unvorstellbar, den ganzen Tag über im Klassenzimmer zu sitzen. Hier müssen wir attraktive Programme entwickeln. Deswegen ist es auch wichtig, dass die Städte und die Gemeinden eingebunden sind. Es gilt die gesamte Palette der Möglichkeiten zu nutzen. Von Museumsbesuchen über die Kooperation mit Sportvereinen, mit Musikschulen, mit Künstlern. Eines muss gelingen: dass Schule Freude macht und das Schilderungen wie Sie sie jetzt gebracht haben, möglichst die Ausnahme bleiben.

derStandard.at: Der Ausbau der Ganztagsschulen soll mit 2014 erfolgen. Das ist schon recht bald. Wann soll mit dem Umbau der Gebäude begonnen werden?

Schmied: Das läuft ja schon. Die Ganztagsschulen ist keine Idee, die erst in Laxenburg entstanden ist. Wir haben uns bei der Regierungsklausur in Loipersdorf am Semmering schon darauf verständigt. Es gibt bereits Vereinbarungen mit den Ländern und den Gemeinden. Es kommen schon 8.000 bis 10.000 Plätze pro Jahr dazu.

Es geht uns noch ein bisschen zu langsam, wir wollen die Schlagzahl und das Angebot erhöhen. Die Mittel müssen von 80 auf 160 Millionen Euro im Jahr aufgestockt werden und vor allem brauchen die Bürgermeister Planungssicherheit. Eine Ganztagsschule kostet natürlich mehr Geld als eine Halbtagsschule.

Das Projekt ist auf Schiene, jetzt geht es darum, es zu intensivieren und die verschränkte Ganztagsschule verstärkt im Angebot zu verankern.

derStandard.at: Für den Ausbau der Ganztagsschule sind 160 Millionen Euro pro Jahr notwendig. Woher soll man das Geld nehmen? Aus der Erbschaftssteuer, wie es Bundeskanzler Faymann vorgeschlagen hat?

Schmied: Das ist eine Variante. Ich möchte mich als Fachministerin auf meinen Bereich konzentrieren. Wenn Klubobmann Kopf aber gesagt hat, man soll die Privatisierungserlöse verwenden, muss ich das ablehnen. Schulprojekte brauchen eine nachhaltige Finanzierung. Das geht über Einmal-Effekte aus Privatisierungserlösen sicher nicht. Es braucht die entsprechenden finanziellen Mittel in einer langfristigen Finanzierung.

derStandard.at: Könnte dieser Streit um die Ganztagsschule, wo die Lehrer nun gegen Sie gestellt sind, negative Auswirkungen auf die Einigung beim Lehrer-Dienstrecht haben?

Nun, dass die Verhandlungen nicht einfach sind, ist klar. Wir haben am Freitag bei der Klausur die weitere Vorgangsweise der Bundesregierung sehr intensiv diskutiert. Wichtig ist, dass wir als Bundesregierung zu 100 Prozent hinter einer Position stehen, hinter der Dienstgeberposition. Das ist für die ÖVP nicht so ganz einfach, hier eine klare Position zu beziehen, weil sie natürlich im Bereich öffentlicher Dienst als Partei auch sehr stark verankert ist.

derStandard.at: Wann gibt es eine Einigung?

Schmied: Wenn es nach mir geht, hätten wir sie schon. Wir brauchen sie dringend. Ich kann es nicht alleine entscheiden. Ich tue mir bei der Nennung von Terminen sehr, sehr schwer. Wir sollten das als großes Projekt schnell angehen, weil viele Lehrer in Pension gehen.

derStandard.at: Können Sie die ÖVP in dieser Legislaturperiode noch von der gemeinsamen Schule überzeugen?

Schmied: Es verändern sich manchmal Positionen auch wieder rasch, wenn ich mir die Stellungnahmen von Landeshauptmann Platter anschaue oder die des Wirtschaftsflügels, von Präsident Leitl oder wichtigen Proponenten der Industriellenvereinigung. Da ist schon vieles möglich. Ob das jetzt in den nächsten Monaten noch gelingt, warten wir einmal ab.

derStandard.at: Haben Sie das Gefühl, dass der Zuspruch seitens der ÖVP größer wird?

Schmied: Den Eindruck gewinne ich.

derStandard.at: Es gibt eine Einigung beim Thema Lehrer-Ausbildung. Die Rektoren wehren sich gegen die Pläne, sie sehen durch den von Ihnen geplanten Zertifizierungsrat die Freiheit von Forschung, Wissenschaft und Lehre gefährdet. Wie können Sie den Unis Autonomie gewährleisten?

Schmied: Wenn wir etwas verändern wollen, werden wir nicht immer von allen Applaus erhalten. Mit dieser Grundhaltung muss man in Veränderungsprozesse gehen. Ich möchte damit schon auch ein Stück Gelassenheit im Umgang mit Kritik signalisieren.

Die Rektoren und Rektorinnen - ich habe sie selbst bei ihrer Konferenz vor zwei Tagen besucht - argumentieren hier nicht schlüssig. Bei der PädagogInnen-Ausbildung geht es um eine Berufsausbildung. Bis 2025 werden wir bis zu 50.000 Lehrer neu anstellen. Da ist es natürlich notwendig, dass die Qualifikation der Lehrer gesichert ist - vom Neusiedlersee, über den Wörthersee bis zum Bodensee.

Als Vertreterin des Dienstgebers muss ich mich darauf verlassen können, dass die Lehrerinnen und Lehrer über die entsprechenden Kompetenzen verfügen. Sozial, fachlich, pädagogisch, didaktisch. Daher ist es für mich sehr wichtig, dass es einen Zertifizierungsrat gibt, der die Ausbildungslehrgänge akkreditiert. Die Studierenden brauchen die Gewissheit, prinzipiell auch eine Anstellung als Lehrerin erwarten zu dürfen, wenn sie diesen Ausbildungslehrgang absolviert haben.

derStandard.at: Allein der Abschluss des Studiums reicht Ihnen dann nicht?

Schmied: Eine Alternative dazu wäre, dass wir Dienstantrittsprüfungen machen. Wo wir feststellen, ob die Kompetenzen gegeben sind. Bei der Vorstellung, dass wir in den nächsten Jahren 50.000 Absolventen der Studiengänge dann auch noch prüfen sollten. Diesen Gedanken möchte ich nicht weiter verfolgen. Außerdem wäre das ein hohes Maß an Unsicherheit für die Absolventen, die ja diese Ausbildung gerade in dem Grundvertrauen machen, später auch eine Anstellung zu bekommen.

Wenn man Dinge verändern will, muss man mit Kritik umgehen können, ohne dass man gleich in die Selbstgeißelung verfällt. Was ist falsch gelaufen? Hat man irgendwen nicht miteinbezogen? Kritik ist schon ok, aber wichtig ist die eigene Linie zu bewahren. Ich vertrete die "Kultur der Begründbarkeit".

derStandard.at: Streben Sie an, nach der Nationalratswahl im Jahr 2013 Teil des Regierungsteams zu sein?

Schmied: Die Bürger und Bürgerinnen entscheiden, das ist der erste Schritt. Wenn die SPÖ in Regierungsverantwortung ist und ich gefragt werde, dann werde ich sehr, sehr gerne Ja sagen. Zunächst entscheiden die Wähler und Wählerinnen.

derStandard.at: Wissenschaftsminister Töchterle hat zur Bedingung gemacht, dass es Studiengebühren gibt, wenn er sein Amt fortsetzen soll. Wie lautet Ihre Bedingung?

Das ist weder der Zeitpunkt noch der Ort um irgendwelche Bedingungen zu formulieren. Die hätte ich jetzt auch gar nicht.

derStandard.at: Die gemeinsame Schule zum Beispiel.

Schmied: Das ist ein Grundanliegen der Sozialdemokratie. Es hängt dann von den Regierungspartnern, von den Konstellationen ab. Ich würde sagen, das bewerten wir dann, wenn wir vor der Entscheidung stehen. (Rosa Winkler-Hermaden, Video: Maria von Usslar, derStandard.at, 15.11.2012)

Claudia Schmied (53) ist seit 2007 Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur.

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Procedere:

Lehrer an Schmied:

1. tatsächlichen Bedarf genau erheben
2. jeden Schulgemeinschaftsausschuss (Schüler, Eltern, Lehrer) gemeinsam vor Ort entscheiden lassen, ob man es braucht oder nicht und in welcher Form es umgesetzt wird.

DAS wäre gelebte Demokratie.

Gorbatschow hat nachgegeben, daher wurde er unsterblich, Frau Schmied!

Eine lustvolle Schule...

... in der Kinder „leben lernen„. Eine wunderbare Vision, die im Film „1+1=100 oder Die Schule des Lebens“ schon Realität ist. Ich lege allen verantwortlichen Politikern ans Herz, diesen Film anzuschauen. Ich würde mir wünschen, dass alle Entscheidungsträger den Mut haben, Stellung zu beziehen zum Wohle der Kinder. Klar, deutlich und „aus dem Herzen heraus“. Es gilt zu handeln – sofort – und eine "echte" Ganztagsschule anzupeilen. Eine Schule, in der Unterricht, Üben, Sport und Freizeit über den ganzen Tag verteilt sind. Eine Schule, in der soziales Lernen mit in den Unterricht gepackt ist. Und: Die Thematik ist so brisant, dass endlich das Parteien-Hick-Hack hintangestellt werden soll.

In dem Film

geht es offenbar ums Grundschulalter - das ist eine GANZ andere Baustelle. Klassischer Frontalunterricht ist an der VS die absolute Ausnahme, soweit ich das von meinen 3 Kids mitbekommen habe.

Fragen Sie mal 13-14jährige, was sie von einer Ganztagesschule halten würden...

Warum

sitzen in der Politik nur jene VersagerInnen die sonst niemend gebrauchen kann ...
Schmied bleib beim Hochofen und verbrenn dir nicht wo anders die Finger ...

gestern war die frau minister

groß in den seitenblicken. es war irgendeine feier des wiener hochadels.

Kommunalkredit

Geld, das die liebe Frau Schmied bei der Kommunalkredit in den Sand gesetzt hat, würde sicher für eine ganztagsschule ausreichen...

In unserer schnellebigen Zeit...

Hat dieser Artikel, der vom 15.11. ist, bereits Altertumswert. Ab ins Museum damit!

da sich in ösiland in sachen bildung nichts ändert,

wird der artikel in ein paar jahrzehnten noch brandaktuell sein : )

An unserer Schule sollte eine Ganztagsklasse eröffnet werden, aber es fanden sich keine 20 Eltern, die ihre Kinder in die Ganztagsklasse geben wollte.
Daraufhin wurden mit Beginn des nächsten Schuljahres die 3 Horte im Umkreis geschlossen und - schwups - konnte man Bedarf nachweisen!

Dolores Umbridge

Notiz am Rande..

...weils doch auch irgendwie zum Thema passt:

"Österreich als Bildungsweltmeister – Vision oder Traum?"

http://www.labournetaustria.at/29-11-201... der-traum/

Der Titel kann aber nur ironisch gemeint sein - oder?

Klingt wie eine Dienstanweisung, um sich ein politisches Denkmal setzen zu können. Eines von vielen lächerlichen Kompromissen, im Dienste der eigenen Politfarbe und zu Kosten einer qualitativen Bildungspolitik!

ja genau liebe Politiker

lasst uns zur Abwechslung zu Retttungsschirmen und Finanzkrise noch ein bisschen Geld ausgeben, anstatt zu lernen mit Geld umzugehen.

Das ist kostenneutral geplant.

Irgendwie wird man das doch den Junglehrer/inne/n in den Dienstvertrag einpacken können.

Mir wird unsere liebe Frau BM immer unsympathischer...

es wird noch eine weile dauern

bis auch der letzte langsamdenker draufkommt, was da gespielt wird.

Fortsetzung

Jeder darf seine Wünsche in die Schule hineinprojizieren und die Lehrer haben diese zu erfüllen.

Die Realität wird aber sein: Große Gruppen, wo der Lehrer/Betreuer schon damit genug zu tun hat, für ein ruhiges Lernklima zu sorgen. Individuelle Betreuung ist nicht möglich. Von der Schaffung neuer Räumlichkeiten gar nicht zu reden. Umbauten sind sehr teuer und oft in urbenen Gebieten

Dass die Ganztagsschule kein Allheilmittel ist, um gesellschaftliche Unterschiede auszugleichen, sieht man sehr gut in GB, F und den USA.

Schmied verspricht die Wundertüte, wird aber verbrannte Erde hinterlassen, so wie es schon bei der Kommunalkredit war und bei der NMS ist.

Korrektur:

Umbauten sind sehr teuer und oft in urbanen Gebieten nicht möglich.

Perfide an der Sache ist, dass Hoffnungen geschürt werden, die keinesfalls erfüllt werden können. Man spricht darüber, dass in der Ganztagsschule

1) Alle Hausübungen erledigt werden und die Lehrer\Betreuer natürlich die Schüler dabei unterstützen.
2) Für alle möglichen Fächer gelernt wird und die Lehrer\Betreuer kontrollieren, ob das auch gelernt und verstanden wird.
3) Kurzum: Es wird suggeriert, dass jeder Schüler seinen persönlichen Betreuer hat.
4) Kinder treiben ausreichend Sport. Das Thema "übergewichtige" Kinder ist somit erledigt. Wenn es sie trotzdem noch gibt, sind die Lehrer schuld.
5) Kinder haben viele Möglichkeiten, ihre Kreativität auszuleben.

Es wird in der Schule also ein "fertiges Produkt" namens Schüler hergestellt.

Die Hoffnungen auf eine bessere Schule, wäre sehr wohl gegeben, wenn da nicht sabotiert, gebremst, blockiert würde, sondern wenigstens einmal, im Sinn der Sache g e m e i n s a m etwas bewegt würde; leider mit den schwarzen Bremsblöcken nicht zu machen. Frau Schmied bemüht sich redlich und mit Ausdauer aber gegen die Blockier-Phalanx wird´s noch dauern.

Stellst Du Dir da nicht auch die Frage:
Z´was brauch ma dann eigentlich noch Eltern??

Für diverse Geschenke (irgendwie muss man ja die Kinderbeihilfe rechtfertigen) und das gemeinsame Familienerlebnis am Sonntag Nachmittag im Tiergarten oder am Rummelplatz. Wenn es kein entspannter Sonntag Nachmittag wird, weil das Kind irgendwie ganz stark nervt, dann hat die Schule versagt.

Außerdem muss sich ja irgendwer beschweren, wenn die Schule nicht das "ideale Kind" ausspuckt. Die Leute sollen gefälligst ihr kritisches Denken in diese Richtung (also Richtung Lehrer) lenken und die wahren Leistungsträger in Ruhe lassen.

Gesamtschule

Ich war auf einer solchen Schule (Damals in den 80ern ein "Schulversuch"). Was ich dort tolles erlebt habe wünsche ich mir hier in Österreich. Ich habe "Tutoren" erlebt. Ok, beim Singen musste ich lachen. Eine Gaudi war es :)

Schulversuche kannst vergessen

Bisher waren noch alle Schulversuche erfolgreich und entsprachen dann niemals der Praxis !

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