Investoren reißen sich weniger um Gold

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    grafik: apa

Der Absatz sank im dritten Quartal um elf Prozent. Es wurden deutlich weniger Barren und Münzen in Zentraleuropa verkauft

Wien - Die weltweite Nachfrage nach Gold ist im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahresquartal wertmäßig um 14 Prozent auf 57,6 Milliarden Dollar (45,26 Milliarden Euro) gefallen. Die gesamten Verkäufe verringerten sich um 138,9 Tonnen bzw. elf Prozent auf 1.084,6 Tonnen. Das Angebot an Gold reduzierte sich um zwei Prozent. Gegenüber dem Vorquartal fiel die Nachfrage um zehn Prozent geringer aus. 

Die stärksten Rückgänge gab es bei Gold-Barren und Goldmünzen. Allerdings waren im dritten Quartal 2011 historische Rekordwerte verzeichnet worden, geht aus der aktuellen Statistik des Branchenverbandes World Gold Council (WGC) von Donnerstag hervor.

Deutsche und Österreicher greifen weniger zu

68 Prozent der im Jahresabstand geringeren Nachfrage hingen mit der schwachen Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen - vor allem in den deutschsprachigen Ländern - zusammen. Dieser Rückgang konnte nur teilweise durch höhere Zuflüsse in Exchange Traded Funds (ETF) ausgeglichen werden, sodass die gesamte Nachfrage des Investmentsektors um 16 Prozent geringer ausfiel. Der Goldpreis gab um drei Prozent nach.

Um 31 Prozent weniger fragten die Zentralbanken nach, um zwei Prozent verringerte sich die Nachfrage der Schmuckindustrie, um sechs Prozent weniger fragte die Technologieindustrie nach. Nur bei ETFs und ähnlichen mit Gold hinterlegten Finanzinstrumenten zog die Nachfrage im dritten Quartal spürbar um 56 Prozent an. Zentralbanken blieben Nettokäufer, aber weniger ausgeprägt als im dritten Quartal 2011. (APA, 15.11.2012)

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