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vergrößern 500x614Wien - Ganztägige Schulformen sind in Europa mittlerweile an der Tagesordnung. Das zeigt eine Aufstellung der Datenbank Eurypedia. Mittlerweile gibt es kein Land mehr, das nur noch auf die Halbtagsschule setzt - entweder sind ganztägige Schulformen flächendeckend implementiert oder zumindest teilweise. Als bisher letzte Staaten haben demnach Österreich, Deutschland und Griechenland ihre Systeme umgewandelt und werden nun als "teilweise ganztägig" geführt.
"Ganztägig" sind laut Eurypedia jene Schulsysteme, die grundsätzlich Unterricht und Betreuung sowohl vormittags als auch nachmittags ausweisen. Darunter fallen Belgien, Finnland, Großbritannien, Irland, Island, Malta, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Spanien und Tschechien.
Als "teilweise ganztägig" werden jene Schulsysteme bezeichnet, die erhebliche Anteile an solchen über den Tag verteilten Zeiten ausweisen, auch wenn dies nicht flächendeckend passiert. Darunter fallen Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Ungarn und Zypern. Einen Sonderfall stellt Frankreich dar, das (wegen der lokalen Autonomie in Schulzeitfragen) als "meist ganztägig" gewertet wird. In der oft als Musterland der Ganztagsschule betrachteten "Grande Nation" plant Präsident Francois Hollande (auch aus Kostengründen) derzeit eine Verkürzung der Schultage und schwimmt damit gegen den europäischen Trend.
Prinzipiell gibt es kein Land, in dem nicht in irgendeiner Weise (Nachmittagsunterricht, Nachmittagsbetreuung etc.) ganztägige Angebote vorhanden sind. Eine genaue Einordnung ist aber oft schwierig: Bisweilen existieren auch innerhalb der Staaten Unterschiede zwischen einzelnen Regionen, zwischen Schultypen und Schulstufen sowie in der Art der Angebote und Aktivitäten.
Keine Unterscheidung trifft die Aufstellung darüber, in welchen Ländern die "echte" Ganztagsschule in verschränkter Form mit einem ganztägigen Wechsel von Unterricht und Freizeit vorherrschend ist. (APA, 15.11.2012)
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Wenn schon Ganztagsbetreuung, dann jedenfalls außerhalb der Schulen!!
Die Nichtganztagsschulen in Griechenland hatten offenbar in der Gegend, in der ich auf Urlaub war, bis 17.00 Unterricht...An dem Artikel oben stimmt was nicht...
so wie halt sehr vieles im standard nicht stimmt! jeder kann das selbst überprüfen, wenn man artikel darüber kennt, wo man sich auskennt.
und dann wundert sich der standard und sudert bei schulexkursionen, dass die leute für zeitungen nicht zahlen wollen. wenn im standard fast nur das steht, was am abend davor schon der/die politiker im fernsehen gesagt haben, wozu soll ich dann das papier kaufen?????
"Präsident Francois Hollande plant (auch aus Kostengründen) derzeit eine Verkürzung der Schultage und schwimmt damit gegen den europäischen Trend."
jaja, die milchberge und der schweinezyklus haben auch in der bildung einzug gehalten.
Eine sehr schwammige Definition - was ist "Nachmittag" und wieviel Unterricht muss in den NM verlegt werden, damit es als Ganztagsschule gilt?
Beispiel Schweden - in den ersten Schuljahren darf die Schule maximal 6 Stunden täglich dauern, danaach 7 und später irgendwann 8. Und zwar nicht Unterrichtszeit, sondern die gesamte Schulzeit, inklusive Mittagspause. Meine Tochter hat einen Tag von 5,75 Stunden, das ist der längste Schultag, den ich hier im Umfeld von unterschiedlichen Schulen so mitbekommen habe, die anderen haben meist so 5 bis 5,5. Ich würde aber ein Unterrichtsende von 14 Uhr nicht als "Ganztag" bezeichnen.
Im Gespräch mit mir haben sich junge Griechen schon vor Jahrzehnten darüber beschwert, dass man sie in den Schulen ganztägig verblöden lässt. Auch in den Sommermonaten waren kaum griechische Kinder auf den Straßen zu sehen. Wenn man gefragt hat, hieß es, die hätten den ganzen Tag Schule.
Wieder einmal eine polemische Überschrift, wenn man sich die Grafik anschaut. Warum kann keine sachliche Diskussion darüber geführt werden. Ausserdem wäre es interressant auch zu erfahren, wie die Schulgebäude in den Ganztagsschulen konzipiert sind, um den Anspruch von Lern-, und Freizzeitphasen zu genügen. Weiters wie sieht der Personalschlüssel aus. - Und haben sich die schulischen Leistungen wirklich signifikant gesteigert?
Im Hort werden die Kindern auch in den Ferien betreut.
Das Konzept ist völlig undurchdacht und fern jeder Realität. Die meisten Berufstätigen haben halt "nur" 5 Wochen Urlaub, Oma und Opa sind auch nicht immer verfügbar. Eine Woche im Ferienlager ist auch lustig und mitunter leistbar, aber ca 10 pro Jahr und Kind sicher nicht mehr.
na, die idee ist, das die eltern ganztägig arbeiten, und das kind ganztägig in der schule ist.
wenn aber die arbeitszeiten und schulzeiten nicht halbwegs deckungsgleich sind, dann geht die rechnung nicht auf.
das selbe ist mit ferienzeiten. wenn das kind nicht in die schule muss, muss zwangsläufig jemand auf das kind aufpassen. dieser jemand ist aber arbeiten. alternativen wie großeltern sind auch net immer greifbar...
die schule wird wohl oder übel die extraaufgabe erhalten, das sie auch die kinder in ihrer freizeit betreut... also die aufgabe eines horts.
Ja aber ich versteh das Problem nicht, warum argumentiert wird, dass Ganzttagsschulen für berufstätige Eltern unbrauchbar sind, weil die Eltern nur 5 Wochen frei haben. Wenn die Kinder in Halbtagsschulen gehen haben die Eltern ja auch nicht länger frei. Ob das Kind nun im Hort oder in der Schule betreut wird, ist ja egal. Wobei ich ehrlich gesagt die Schule praktischer finde.
Bitte, bitte, setzt Euch durch!
Es wäre unerträglich, wenn Österreich in Bezug auf Bildung ein anderes Schicksal erwartete als im Fußball: Zuverlässig und berechenbar im Wettstreit mit anderen unter den letzten zu sein.
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