Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Die Krankenkassen erwarten für heuer einen Überschuss von 105,9 Millionen Euro. Dies geht aus dem am Donnerstag vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger veröffentlichten, aktualisierten Voranschlag für 2012 hervor. Nur für zwei Träger, nämlich die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse und die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, wird ein Defizit prognostiziert. In seiner letzten Prognose vom August hatte der Hauptverband nur mit einem Plus von insgesamt 73 Millionen Euro gerechnet.
Für 2013 wird mit einem Plus von 109 Millionen Euro gerechnet. Der Schuldenstand - vor einigen Jahren noch über einer Milliarde - liegt nun bei rund 200 Millionen Euro. Der Großteil davon geht auf die Wiener Gebietskrankenkasse zurück.
Die neun Gebietskrankenkassen zusammen erwarten einen Überschuss von 74,9 Millionen Euro. Als einzige GKK rechnet die Niederösterreichische mit einem Minus von 15,8 Millionen Euro. Jene im Burgenland, in Tirol und in Vorarlberg erwarten ein ausgeglichenes Ergebnis. Den größten Überschuss soll die GKK der Steiermark mit 43,7 Millionen Euro erwirtschaften. Die Wiener, die jahrelang als größtes Sorgenkind gegolten haben, erwarten ein Plus von 23,2 Millionen Euro. Ebenfalls mit einem Überschuss rechnen die Kärntner (plus 12,2 Millionen), die Salzburger (plus 7,2 Millionen) und die Oberöstereicher (plus 4,4 Millionen).
Unter den anderen Trägern ist die SVA der gewerblichen Wirtschaft mit 9,8 Millionen Euro als einzige im Minus. Die SVA macht dafür einen "Zwangsbeitrag" zur Budgetkonsolidierung, die doppelte Hebesatzsenkung und ihren Finanzierungsanteil am Wiener Hanusch-Spital verantwortlich. Ohne diese "Eingriffe von außen" könnte die SVA nach eigenen Angaben für heuer einen Gewinn von 22,5 Millionen Euro erwirtschaften.
Im erwarteten Gesamtergebnis von 106 Millionen Euro sind die 40 Millionen Euro aus dem Strukuturfonds sowie die Auswirkungen der vereinbarten Finanzziele bereits berücksichtigt. Ebenso berücksichtigt sind die Maßnahmen des Konsolidierungspakets (Beitragssatzsenkung bei der BVA sowie Hebesatzsenkung bei der SVA und der Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau).
Trotz des erwarteten Überschusse der Krankenkassen von 106 Millionen Euro im heurigen Jahr pocht der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, auf eine Fortsetzung des Konsolidierungskurses. Das sei aufgrund der von der Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung und des in den kommenden vier Jahren bis 2016 von der Krankenversicherung erwarteten Konsolidierungsbeitrags in der Höhe von knapp 1,4 Milliarden Euro notwendig, sagte Schelling am Donnerstag in einer Aussendung.
Einen kleinen Seitenhieb in Richtung Ärztekammer konnte sich Schelling angesichts der heuer um 4,4 Prozent steigenden Ausgaben für ärztliche Leistungen - im Wesentlichen sind das die Honorare für die niedergelassenen Vertragsärzte - nicht verkneifen: "Diese Zahlen der Krankenkassen machen doch deutlich, dass von Einsparungen oder gar Schließungen von Arztordinationen keine Rede sein kann." Dies behauptet die Ärztekammer in ihrer derzeit laufenden Plakataktion. Schelling verwies darauf, dass der Kostenanstieg für ärztliche Hilfe heuer sogar geringfügig höher sein werde als der Anstieg der zu erwartenden Beitragseinnahmen.
Sorgen bereitet den Finanzverantwortlichen in den Krankenkassen auch der wieder stärkere Anstieg der Medikamentenkosten. Nachdem das Wachstum bei den Ausgaben für Arzneimittel in den vergangenen beiden Jahren eingebremst werden konnte (2,2 Prozent von 2010 auf 2011), wird für heuer wieder mit einem Anstieg von 4,3 Prozent gerechnet. Für Schelling zeigt diese Entwicklung deutlich, wie wichtig nach dem Beschluss des ELGA-Gesetzes nun die Einführung der e-Medikation in ganz Österreich und der damit zu erwartende Effekt auf die Verschreibung von Doppelverordnungen sei. (APA, 15.11.2012)
Bis zu ein Jahr Wartezeit auf Grauer-Star-Operation in Vorarlberg - PR-Kampagne für Jungärzte
Änderungen an umstrittenem Psychologengesetz in Aussicht gestellt
Dass die Ärztekammer für die Kontrolle der Ärzte zuständig ist, ist den Patientenanwälten schon länger ein Dorn im Auge. Jetzt sollen sie auch noch 600 Euro aus Steuergeld für einen Ordinationsbesuch zahlen - laut Ministerium eine rechtswidrige Forderung
Psychiater und Psychotherapeuten kritisieren Bevorzugung der Psychologen - Gesetzesvorhaben soll zurück an den Start - Ministerium weist Kritik zurück
Nach 23 Jahren gibt es ein neues Gesetz
Wahl zum Patientenombudsmann der Wiener Ärztekammer geht in die heiße Phase
Die Patientenanwälte erheben schwere Vorwürfe gegen die Ärztekammer: Sie vermuten, deren Qualitätsstelle schütze "Ärzte mit Qualitätsdefiziten"
Beschluss im Ministerrat für neue Mutter-Kind-Pass-Leistung - Ärztekammer übt Kritik
Kaum haben die (Gebiets-)Krankenkassen finanziell etwas mehr Spielraum, werden Forderungen nach neuen Leistungen laut. Die Zahnärztekammer fordert unter anderem mehr Geld für Patienten für Mundhygiene und Zahnregulierungen.
Wechselberger: Derzeitige Ausbildung "international herzeigbares Kuriosum"
Kassen-Ergebnis gegenüber Februar-Voranschlag weiter verbessert
Streit um Lehrpraxis - Stöger: Ärztekammer soll unterzeichnetes Konzept umsetzen - Wechselberger: Konzept des Ministers derzeit "nichts wert"
Über neue Zähne, Psychotherapie, das saufende Österreich und Bluttests: Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling im Interview
"Gesundheitsbarometer": Allerdings nimmt Anteil der Zustimmung ab - Größte Sorge: Arzneimittelfälschungen
Pflegebedürftige sollten so lange wie möglich zu Hause bleiben dürfen. Pflege-Aktivisten fordern Geld für 24-Stunden-Betreuung
Sozialminister Hundstorfer sieht Urteil als "richtungsweisend" an und will schwarze Schafe identifizieren
Rahmenkonzept ist fertig - Nach Basisausbildung folgt Facharzt
130.000 Personen in Krankenpflege und medizinisch-technischen Diensten tätig - Qualifikation nicht nachgewiesen
Krankenkassen planen höhere Ausgaben für Prävention, Zahnmedizin und Kindergesundheit
Gesetzesentwurf sieht Auszeit für drei Monate vor - Auch Teilzeit wird möglich
Kontrollbesuche der neuen Volksanwaltschaftskommissionen deckten West-Ost-Gefälle auf
Laut Volksanwaltschaft haben Netzbetten in Psychiatrien nichts zu suchen. Doch in Wien will man auf "Notfallbetten" mit Netzen nicht verzichten
Im Mai sollte im Parlament über heikle Fragen wie Eizellen-Diagnostik diskutiert werden sollen - doch die ÖVP schwänzte die Vorbereitung
Kassen haben Sparziele übererfüllt - Laut eigenen Angaben "ohne Leistungskürzungen" Kosten gedämpft
In abgelegenen Gegenden herrscht längst Medizinermangel, weil der Job für junge Ärzte in Österreich zunehmend unattraktiv wird
der standard, eine qualitätszeitung?
die reihenfolge der artikel ist weder chronologisch, noch der postingaktivität entsprechend. hier, wo es um regierungsmacht versus ärzte geht, wird einzig gereiht nach der intensität der anti-ärzte-information.
der qualitätsjournalismus ist in dieser online-ausgabe abgemeldet.
und ich gehe davon aus, dass es sich genauso bei anderen themen verhält, bei denen ich nicht mit konzentriertem insiderwissen beurteilen kann.
lieber herr bronner, wenn sie sich schon aufgrund der prekären finanziellen situation einflussreichen und potenten gruppen ausliefern müssen, dann verhöhnen sie uns doch bitte nicht, indem sie unabhängigen qualitätsjournalismus vorgeben. sie sind so gekauft wie andere auch.
doch ganz einfach in den griff zu bekommen. gebt den ärzten ein öko-tool im krankenhaus. nehmt der anstaltsapothekerin die macht, es wird dort nur gelistet was der dame oder dem herren genehm ist, völlig egal wie teuer. aus den krankenhäusern kommen die patienten fast ausschließlich mit den originalpräparaten, die niedergelassenen ärzte dürfen sich dann mit den umstellungen herumärgern.
das ist nicht wahr und das wissen sie auch.
selbst wenn es von einem originalpräparat nur ein generikum gibt wird dieses mehr als nur ungern bzw. garnicht gelistet. mögliche produktvorteile (teilbarkeit etc..) interessieren nicht wirklich, das einsparungspotential im niedergelassenen bereich ist auch nicht wirklich wichtig.
ich arbeite seit jahren in diesem bereich, mir könnens da keinen bären aufbinden.
es wäre an der zeit die anstaltsapotheken ins gebet zu nehmen. wo sie recht haben, schön langsam wird sich auch hier was bewegen, leider viel zu langsam.
Allerdings zumeist unter Beibehaltung des bisher verordneten Regimes.
Nur die Medikation, für die sich die entsprechende Abteilung zuständig fühlt, wird so bearbeitet, wie sie schreiben. - Das führt dann letztlich zu multimorbiden PatientINNen mit 20+ verschiedenen Medikamenten im Monat...
hat aber nichts damit zu tun, dass bei den entlassungen viel zu häufig originalpräparate verschrieben werden weil die anstaltsapotheke nur diese gelistet hat.
im übrigen kenne ich die geschichte zumeist von der anderen seite. patient kommt mit original aus dem kh, arzt stellt um, patient läuft einige zeit auf dem generikum, muss aus irgendeinem grund wieder ins kh und kommt wieder mit dem original zurück.
ich persönlich fände das eigentlich nicht so schlimm, weil auch die originalpräparate (durch den erstattungskodex) dann zumeist nicht mehr viel teurer sind. man braucht dann aber auch nicht über aut idem und die generikaquote sprechen. einsparen könnte man allerdings sehr wohl, gerade in diesem bereich.
ist die Preisvorgabe tlw. so restriktiv, daß die Pharmafirmen, bevor sie einen zu niedrigen Preis in Ö. akzeptieren und sich den europäischen Markt "zerstören", es bevorzugen ganz aus dem österr. Markt zu verschwinden. Und das kann auch nicht sinnvoll sein.
Die WGKK legte sich das Hanusch in wirtschaftlich guten Zeiten zu. Hohe Beitragseinnahmen, Überschüsse wurden erwirtschaftet, alle Leistungen (auf freiwillige Mehrleistungen!) welche der der Gesetzgeber zuließ wurden gewährt. Da trotzdem noch genügend Mittel zur Verfügung war, versuchte man Patienten auch stationär zu Betreuen (Kompetenz der Länder). Nun sind keine finanziellen Mittel vorhanden, das Land (=Kernkompetenz der Krankenanstalten) "wills net".
Alternative: Zusperren (was in der Öffentlichkeit nicht vertretbar ist) oder aufrechterhalten mit allen Mitteln.
Eben einer der Gründe warum die WGKK ein Sorgenkind ist/war.
Danke für die Info! Heisst das jetzt, dass der SVA die Hälfte vom Hanuschkrankenhaus gehört oder wie ist das zu verstehen? Es kann wohl nicht sein, dass die kleinen Unternehmer die unfähigen Idioten mit einem Zuschuss aushelfen! Das Geld wäre ja verloren!!
da ist zB die Gesichtsfelduntersuchung ( Computerperimetrie) keine Kassenleistung. Und damit ist sie die einzige die diese "state of the art" Untersuchung nicht bezahlt. Ist auch aus ärztlicher Sicht, da deren Abrechnung zwar oberflächlich betrachtet besser ist als zB WGK. aber oft fehlerhaft und "Irrtümer" zu Ungunsten der Ärzte die Regel sind, dann doch schlechter.
die sva zahlt auch kein langzeit-ekg, obwohl es das schon seit 1965 (!!!!!!!!!!!!) gibt, und zu den standardverfahren der kardiologie gehört.
aber selber betreiben sie ein uns konkurrenzierendes ambulatorium, in dem ganz selbstverständlich leistungen angeboten werden, welche sie ihren kassenvertragspartnern nicht refundieren. mit der sva gehört aufgeräumt.
Viele Versicherte welche in NÖ wohnhaft sind, arbeiten in Wien - sind somit wei WGKK pflichtversichert (gute Beitragszahler sowie gute Risken). In der Pension obliebt die KV dem Träger in dessen Sprengel der Wohnort liegt. In diesem Fall NÖGKK (weniger Beitragseinnahmen aufgrund Einkommenshöhe und der KV Satz ist niedriger, sowie sehr schlechte Risken)
Es gibt zwar einen theoretischen Ausgleichsfonds beim Hauptverband der die Folgen kompensieren soll, mangels Finanzierung jedoch wie gesagt: in der Theorie.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.