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Graz/Kopenhagen - Hohe Auszeichnung für einen an der Medizinischen Universität Graz forschenden Wissenschafter: David Schrama (geb. 1972 in Karlstadt/ Deutschland) der seit 2010 an der Uniklinik für Dermatologie arbeitet, wurde mit dem "Gold Award" der LEO Pharma Research Foundation mit Sitz in Dänemark ausgezeichnet. Der mit 100.000 Euro dotierten Award wird seit 2008 vergeben und wurde in diesem Jahr erstmals weltweit ausgeschrieben.
Der Dermatologe und Zellbiologe mit Spezialgebiet Tumorimmunologie und -biologie erhält die Auszeichnung "in Anerkennung seiner bisherigen Leistungen für die Wissenschaft", teilte die Forschungsstiftung mit. Der 40-jährige Wissenschafter beschäftigt sich mit immunologischen Vorgängen, die an der Entstehung, Abwehr sowie Bekämpfung von Hauttumoren beteiligt sind. Speziell interessieren ihn der Einfluss der genetischen Vielfalt auf die Prognose und Therapie von Hautkrebspatienten sowie immuntherapeutische Strategien durch gezielte antikörperbasierte Zytokin-Applikation.
Für Hautkrebspatienten mit Metastasen kommt in erster Linie eine Chemotherapie in Betracht. Alternativen sind Immuntherapien, die körpereigene Abwehrkräfte gegen den Krebs aktivieren und mobilisieren sollen. So dient Interleukin-2 (IL-2) zur Verstärkung von Immunantworten der T-Zellen, die maßgeblich an der Kontrolle und Abwehr von Tumorerkrankungen beteiligt sind. Schrama hat sich unter anderem mit dem Komplex der T-Zell-Immunantworten beim Malignen Melanom auseinandergesetzt.
"Für die Erfolgsaussichten solcher immunmodulierender Therapien, aber auch der Prognose des Krankheitsverlaufs scheint die genetische Prädisposition des Patienten von entscheidender Bedeutung zu sein", so Schrama. In einer großen Studie hat er und der Grazer Leiter der Abteilung für Allgemeine Dermatologie, Jürgen Becker, den Einfluss von Polymorphismen in DNA-Reperaturenzym-genen auf den Verlauf von Melanomerkrankungen untersucht. Ziel der aktuellen Forschung im Rahmen des von Graz aus koordinierten EU-Projektes "IMMOMEC", an dem Schrama beteiligt ist, ist unter anderem die Etablierung einer auf die gezielte Applikation von IL-2 in das Mikromilieu des Tumors basierenden Immuntherapie für das metastasierende Merkelzell-Karzinom.
Die LEO Pharma Research Foundation unterstützt Forschung in Medizin, Chemie, Biologie und Pharmazie und ist in seiner Geschichte eng mit der LEO Pharma mit Zentrale in Ballerup, Dänemark verbunden. Die LPRF wurde 1947 von Knud Abildgaard, dem damaligen Besitzer der LEO Pharma, das Produkte in den Bereichen Dermatologie, Knochenstoffwechsel und Koagulation entwickelt und vermarktet, ins Leben gerufen. (APA, derStandard.at, 15. 11. 2012)
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