Knochenfunde illustrieren den Niedergang der Maya

15. November 2012, 16:08

Gebeine von Kindern aus dem 16. Jahrhundert zeigen alle Anzeichen von Mangelernährung

Cancun - Neu entdeckte Knochenfunde an der mexikanischen Ostküste zeigen das Elend der Maya zur Zeit der beginnenden Invasion spanischer Eroberer in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Forscher gruben in der Fundstätte San Miguelito im heutigen Badeort Cancun insgesamt 47 menschliche Knochen aus, wie die Archäologen mitteilten.

30 der Knochen stammten von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Sie alle waren zum Zeitpunkt ihres Todes unterernährt und litten an Blutarmut und weiteren Folgeerscheinungen von Mangelernährung. Auch die bescheidenen Grabbeigaben werten die Forscher des staatlichen Instituts für Anthropologie und Geschichte (INAH) als typische Zeichen von Verarmung und gesellschaftlichem Niedergang.

Der Fund werfe ein Schlaglicht auf das Ende der Maya, erklärten die Forscher. Die Maya-Kultur hatte ihre Blütezeit zwischen den Jahren 250 und 900. Danach folgten drei Jahrhunderte des Niedergangs, verursacht nach heutiger Meinung durch ökologische Faktoren. Die spanische Conquista verschärfte dies zusätzlich: Der Jahrzehnte andauernde Eroberungszug und eingeschleppte Seuchen dezimierten die Maya-Bevölkerung. Auch Stadtstaaten, die noch nicht direkt in den Krieg hineingezogen worden waren, litten darunter, dass alte Handelsrouten gekappt wurden. Im 13. und 14. Jahrhundert war San Miguelito laut den Archäologen noch ein blühendes Handelszentrum gewesen. (APA/red, derStandard.at, 15. 11. 2012)

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11 Postings

Las einmal in einer älteren Publikation, dass trotz allem noch größere stadtähnliche Maya-Siedlungen (auf einfacher landwirtschaftlicher Basis natürlich, ohne Pyramiden) im Dschungel halten konnten. Eine solche wurde erst in der Mitte des 18. Jh entdeckt - und anstatt sich darüber zu faszinieren, umgehend dem Erdboden gleichgemacht.

die rache der maya

ist ihr kalender. damit versetzen sie den westen in angst und schrecken - und vermasseln dem handel 2012 das weihnachtsgeschäft, weil natürlich keiner vor dem 21.12. geschenke kaufen wird...

Jo, so wirds uns in Europa auch ergehen.

Na klar, Nostradamus. Und jetzt wieder etwas ausruhen, wir haben uns wohl etwas zu ehr aufgeregt?

Jede Kultur hat eine Hochblüte und einen Untergang.
So what?

Diejenigen, die sich Geschichte angeschaut, abstrahiert & Analogien gesehen haben...?

Könnte mir neben Spengler noch Mommsen, Fridell vorstellen...?

Stehe grad auf der Leitung: Was soll bitte "zu ehr aufregen" bedeuten? Durch welche Assoziation gelangen Sie zu Nostradamus?
Viel Geschichte haben Sie in der Schule nicht mitbekommen (sehr schlechter Lehrplan!!), wenn Sie so eine Frage stellen müssen...? Ironie kann ich nicht entdecken... *grübel*

manche historizisten

oswald spengler ist ein beispiel

aber 200 Jahre

haben wir noch, das reicht mir persoenlich

Ja, ja, die Conquista der Banken.

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