Zuwenig Speicherplatz: Surface-Käufer verklagt Microsoft

  • Andrew Sokolowski, enttäuschter Surface-Käufer, zieht gegen Microsoft vor Gericht.
    foto: gmarcelo @ sxc.hu

    Andrew Sokolowski, enttäuschter Surface-Käufer, zieht gegen Microsoft vor Gericht.

Hälfte des Platzes auf 32 GB-Modell schon vorbelegt

Nicht lange nach der Auslieferung der ersten Surface RT-Tablets musste sich Microsoft Kritik wegen mangelndem Speicherplatz gefallen lassen. Ein Manko, dass sich ein Kunde aus Los Angeles nicht bieten lassen möchte, wie die Huffington Post berichtet.

Versprechen gebrochen

Andrew Sokolowski hat sich die 32 GB-Fassung des Windows RT-Talbets zugelegt. Bei dieser ist rund die Hälfte des verfügbaren Speichers bereits von Betriebssystem, Office und anderen Apps belegt.

Der freie Platz war nach seinen Angaben nach dem Aufspielen von Musik und Word-Dokumenten schnell aufgebraucht, so der in Los Angeles lebende Anwalt. Er sieht darin einen Bruch des Werbeversprechens von Microsoft. Dieses suggeriert, dass dem User tatsächlich 32 GB für seine eigenen Daten zur Verfügung stehen. Käufer der 64 GB-Version können nur 45 GB verwenden.

Sammelklage angestrebt

Sokolowski zieht nun gegen den Redmonder Konzern zu Felde. Am Dienstag hat er in der kalifornischen Metropole eine entsprechende Klage eingereicht, für die er den Status einer "Class Action Lawsuit", sprich: einer Sammelklage, anstrebt.

Von Microsoft gibt es dazu laut Übergizmo nur einen knappen Kommentar: "Die Kunden wissen, dass sich das Betriebssystem und die vorinstallierten Programme auf dem internen Speicher befinden und daher den freien Platz verringern." Die weitere Entwicklung des vom empörten Käufer angestrebten Verfahrens bleibt nun abzuwarten. Sollte es zu einem Prozess kommen, könnte dessen Ausgang auch Implikationen für den Rest der Elektronikbranche haben. Denn auch auf vielen anderen Geräten ist ein Teil der angegebenen Speicherkapazität durch System und mitgelieferte Apps belegt. (red, derStandard.at, 15.11.2012)

Share if you care