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Stefan Kulovits: "Egal wo man hinschaut im Verein, passt irgendetwas nicht zusammen."

Gegen Leverkusen war Kulovits der älteste Rapidler am Rasen. Und: "Es wäre vermessen zu sagen, nur die Spieler seien schuld."
vergrößern 489x327Eine Comeback als Özil-Killer im Nationalteam ist wohl eher unwahrscheinlich.
Wien - An Mattersburg hat sich Rapid also abgearbeitet. Trotzdem wird die merkwürdige Rapid-Welt wohl noch längere Zeit nicht in Ordnung sein. Ein Sieg allein ändert kaum etwas, das weiß auch Mittelfeldmann Stefan Kulovits. Immerhin, drei Niederlagen wurde keine vierte angehängt und die Fans haben sich auch nicht vorzeitig vertschüsst. Ihre Meinung haben sie aber schon schriftlich kundgetan: "Bonzen-Netzwerk", "Kuhn raus", "Ebner raus" und "Neubeginn" stand auf Transparenten.
"Die letzten Jahre ist immer irgendetwas vorgefallen. Dass die Zuschauer das Stadion verlassen haben, habe ich zum ersten Mal in meiner Karriere erlebt", sagt Kulovits. "So zu protestieren, ist in Ordnung. Und besser als den Platz zu stürmen. Die Olé-Rufe der Fans bei Ballstafetten des Gegners und den Applaus bei Rapid-Fehlpässen empfinde ich aber ehrlich gesagt als Frechheit und nicht als Rapid-würdig. Egal wie schlecht wir spielen."
Langgedient
Rapid hechelt hinterher, hatte aber im Vorjahr auch nur 24 Punkte nach 15 Bundesliga-Runden, ohne Europacup-Auftritte. Damals waren Salzburg und die Austria aber auch nicht so stark. Kulovits kickt seit 1998 in Hütteldorf und hat freilich viel Hochs und Tiefs miterlebt. "Was sich aber in den letzten eineinhalb Jahre abgespielt hat, ist das Schlimmste was ich in zehn Jahren bei Rapid erlebt habe." Das sitzt. Es gab den Platzsturm und viel Unzufriedenheit bei Außenstehenden. Ein Verein im Umbruch, der aber Signale aussendet: Schöttel bleibt als Trainer, Hofmann als Führungsspieler und ein Sportdirektor soll ja auch kommen.
Kulovits ist just in der Talfahrt dauernd im Einsatz, bereits 14 Spiele hat er absolviert. Dass dieser Umstand allein dem ausgedünnten Kader geschuldet ist, entkräftet der 29-Jährige sofort: "Der Trainer hat mir schon zu Saisonbeginn das Vertrauen geschenkt. Die Ergebnisse sind aber auch unbefriedigend für mich. Wenn es Rapid schlecht geht, geht es mir auch schlecht. Wir haben nicht mehr die Erfahrung in der Mannschaft wie vor drei oder vier Jahren, mit einem Boskovic oder einem Jelavic, der sehr wertvoll war obwohl er jung war." Und glaubt man dem Fußballportal abseits.at, wird ein Wunderwuzzi aus dem ehemaligen jugoslawischen Raum so schnell auch nicht mehr auftauchen, nachdem sich Rapid beim Jelavic-Transfer durch windige Manager die Finger verbrannt hat.
Das Grauen im Jahr 2002
Die Erwartungshaltung bei Rapid ist unverändert, Grauzonen gibt es keine. Entweder ist alles super oder grottenschlecht. In Kulovits' Erinnerungen taucht das Jahr 2002 auf, damals landete Rapid zu Saisonende mit 15 Niederlagen im Gepäck auf Rang acht, hinter Schwarz-Weiß Bregenz. "Da sind die Fans plötzlich einmal auf dem Rasen gestanden. Während dem Training." Zu Zellhofer-Zeiten war übrigens auch Krisenstimmung.
Kulovits plädiert dafür, den Fans die Fakten in Erinnerung zu rufen. Rapid habe nun einmal viel weniger Geld zur Verfügung als Salzburg und nehme jedes Jahr aufs Neue finanzielle Risiken in Kauf. Der Meistertitel werde heuer eine schwierige Mission, das müsse man klar ansprechen. Die Fans sollen ihre Erwartungshaltung zurückschrauben. "Auch wenn Geld keine Tore schießt. Salzburg hat Riesen-Qualität. Wir müssen schauen, dass wir bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich holen."
Dass Kulovits Teil der Krise ist, bereut er nicht. Im Sommer hätte er zu St. Gallen wechseln können, aktuell Tabellenzweiter in der Schweiz. "Ich habe aber immer gesagt, dass ich bei Rapid 100-prozentiger Stammspieler sein will, bevor ich überlege zu einem anderen Verein zu wechseln. Ich bin aber sicher nicht den Weg des geringsten Widerstandes gegangen, habe die Herausforderung gesucht und wollte mich hier immer durchkämpfen." In zehn Jahren bei Rapid kam der dienstälteste Spieler im Kader auf 180 Einsätze. Und jetzt ist wieder einmal Krise. Kulovits: "Der Verein steht vor vielen schweren Herausforderungen. Wir Spieler können uns nur um das Geschehen am Spielfeld kümmern." (Florian Vetter, derStandard.at; 19.11.2012)
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Am Tag nach dem 0:1 gegen Pasching wurde in Hütteldorf gehandelt. Der übliche Mechanismus des Fußballs setzte ein, Trainer Peter Schöttel wurde seiner Aufgaben entbunden. Rapid versucht es mit einer internen Lösung. Zoran Barisic ist der Neue.
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Rapid hat tatsächlich ein Fußballspiel gewonnen. Das 2:0 gegen Wiener Neustadt war freilich nur ein kleiner Schritt aus der Krise. Die Lage in Hütteldorf bleibt angespannt. Die Fans wechseln ihre Feindbilder und fordern weiterhin Veränderungen.
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Woher nehmen die Rapidfans eigentlich den gottgegebenen Anspruch, immer um den Meistertitel mitspielen zu wollen und wenn dies einmal nicht der Fall sein sollte und man (Oh mein Gott!!!) nur dritter ist, so zu tun als ob die Welt untergeht?
Den Ultras ist ja die Freiheit von Komerz so unglaublich wichtg (kann ich nachvollziehen), dann muss man aber auch damit leben, nicht jedes Jahr gegen ein Team, das sich an einen Zuckerwasserhersteller verkauft hat, um Millionen zu erhalten, konkurenzfähig zu sein. Man könnte ja auch den Verein und seine halbwegs komerzresistente Identität feiern, wenns gegen die Millionäre mal sportlich nicht reicht.
aber es tut halt wirklich weh in der Art in der Euroleague vorgeführt zu werden. Früher waren solche Spiele der Grund warum sich österreichische Klubs hochzufrieden vom Championsleague Traum verabschiedet haben, weil es für sie in der Euroleague wenigstens Aussicht auf Erfolg gab.
nun das schlechteste Team des ganzen B-Bewerbs zu sein tut schon weh und sollte Anstoß zum Nachdenken sein. ich find das gut. Alle auszutauschen wirds aber nicht sein. Ein neues Stadion wär auf lange Sicht das beste.
allein (!) die transfers der letzten 6 jahre brachten 14 millionen euro.
rapid hat die höchsten zuschauerzahlen mit abstand.
warum wird immer am hungertuch genagt? kaputtes stadion, kein geld für spieler - wie schlecht kann man wirtschaften? versteht er den unmut denn garnicht?
in trondheim, trotz der sportlichen situation, der verständlichen unzufriedenheit, des unattraktiven gegners und der hohen preise.
ein besseres beispiel dafür, dass rapid wirklich die besten fans der welt hat, gibt es nicht. sind übrigens auch die schönsten.
aus leverkusen waren übrigens 30 dort, die meisten auf aspirin.
gl und gwg
wir sind so super....
wir haben die schnauze voll....
wir sind so super....
wir schauen und das nicht mehr an und stehen verkehrt...
wir sind so super....
schnauze voll, wir gehen während dem Match...
wir sind so super...
Am Donnerstag finde ich Rapid auch wieder super, aber am Wochenende schauts vielleicht wieder anders aus.
kulovits hat die eier, dass er öffentlich als rapidspieler oder vereinszugehöriger die meinung über die besten fans der welt kund tut und diese auch kritisiert ("verhalten ist eine frechheit").
dafür gebührt ihm allergrösster respekt.
und was machen die besten fans der welt?
sie schiessen sich auf kulovits ein, kritisieren unter der gürtellinie sein nicht-können und zeigen wieder ihren wahren charakter.
dabei hat er nur ausgesprochen, was sich alle anderen rapidspieler auch denken.
gar nicht auszudenken, was letzte saison möglich gewesen wäre, hätten die fans nicht die halbe saison den support verweigert.
warum? weil man als einziger klub mit den salzburgern um den titel mitspielte bis zum schluss?
ein sehr triftiger grund!
hat er nix anderes gesagt als dass die einzigen wahren fans die vom block west sind. und jene fans die die mannschaft auspfeifen wenn sie schlecht spielt keine wirklichen fans sind. weil gepfiffen hat der block west fast noch nie. er war eigentlich nur ruhig oder ist gegangen aber gepfiffen so wie das der durchschnittsfan nunmal macht hat er nicht.
kann mich auch daran erinnern dass die spieler sich eigentlich in der letzten saison am meisten über die pfiffe von der südtribüne aufgeregt haben und nicht über den stimmungsboykott.
abgesehen davon hat man bei der meisterfeier 2008 gesehen was für ein "ultra" kulovits wirklich ist. mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Aber in der 90. Minute noch ein Transparent hängen haben mit "Ihr habt uns nicht verdient", und das bei einem Stand von 2:0 gegen die Bullen?
Oder die Spieler mit Gesten wegschicken, wenn sich diese bei den Fans bedanken wollen?
Was wollen die Ultras denn eigentlich? (Was sie nicht wollen, wissen wir eh schon)
So eine Karte kostet auch was...und hätten die Grünen protestiert...und zwar NICHT gegen den Trainer und die Mannschaft...dann würde nicht darüber geredet.
Noch dazu war es eine friedliche Demo !
Der "Kunde" hat ein recht auf Leistung, schließlich ist die Karte nicht gratis (aber umsonst *g*)...und wo ist die im Vorstand zu sehen?
Man stelle sich vor man hätte an Vastic festgehalten, und WIR müßten jetzt weiterhin solche Mullleistungen wie im Frühjahr hinnehmen !
Meine Hochachtung hätte Kulovits uneingeschränkt, wenn er mal zum Präsidium Stellung bezogen hätte....die Transferpolitik angeprangert hätte....DAS wäre nämlich der Punkt.
Ausnahmsweise haben mal die Grünen mit den richtigen Mitteln...Flagge gezeigt !!
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