"Das ist ein blutiges Spiel"

Interview | Michaela Kampl, 15. November 2012, 13:42
  • Begräbniszug für den am Mittwoch getöteten Militärchef der Hamas Ahmad al-Jabari.
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    foto: epa/mohammed saber

    Begräbniszug für den am Mittwoch getöteten Militärchef der Hamas Ahmad al-Jabari.

  • Rauchsäule nach einem israelischen Raketenangriff auf Gaza.
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    foto: epa/oliver weiken

    Rauchsäule nach einem israelischen Raketenangriff auf Gaza.

  • Israelische Soldaten feuern eine Rakete Richtung Gazastreifen. Die Abschusseinrichtung nennt sich "Iron Dome" mit dem Raketen aus dem Gazastreifen abgefangen werden sollen.
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    foto: epa/atef safadi

    Israelische Soldaten feuern eine Rakete Richtung Gazastreifen. Die Abschusseinrichtung nennt sich "Iron Dome" mit dem Raketen aus dem Gazastreifen abgefangen werden sollen.

  • Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv. Bei einem israelischen Raktenangriff wurde am Mittwoch der Militärchef der Hamas Ahmad al-Jabari getötet.
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    foto: reuters/ronen zvulun

    Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv. Bei einem israelischen Raktenangriff wurde am Mittwoch der Militärchef der Hamas Ahmad al-Jabari getötet.

  • "Die Gesamtlage bleibt also gespannt. Ein Schritt auf die Palästinenser zu, wäre sicher ein Schritt zur Entspannung - ist allerdings nicht zu erwarten."
    foto: john bunzl

    "Die Gesamtlage bleibt also gespannt. Ein Schritt auf die Palästinenser zu, wäre sicher ein Schritt zur Entspannung - ist allerdings nicht zu erwarten."

Die Hamas erwartet sich eine veränderte Rolle Ägyptens - Wird aber enttäuscht werden, sagt Politikwissenschafter Bunzl

Bei der aktuellen Eskalation im Gazastreifen wiederholen sich für John Bunzl, Nahost-Experte am Österreichischen Instituts für Internationale Politik (ÖIIP) schon bekannte Muster. Durch die Revolutionen in der arabischen Welt, habe es zwar Verschiebungen gegeben, aber direkte Auswirkungen auf den Konflikt erwartet der Politikwissenschafter nicht. 

derStandard.at: Warum eskaliert die Situation gerade jetzt?

Bunzl: Es gibt verschiedene Erklärungen. Eine ist, dass in Israel im kommenden Jänner gewählt wird und die Regierung sich als militärische Macht beweisen will und dadurch von den vielleicht sonst anstehenden sozialen Themen ablenken will. Die zweite Motivation sehe ich in einer Provokation, die von der Hamas ausgeht, um zu testen, wie sich Ägypten verhalten wird. Man könnte annehmen, dass sich die neue ägyptische Regierung anders verhält als Mubarak. Allerdings wird die Reaktion Ägyptens keine militärische, sondern eine diplomatische sein.

derStandard.at: Was würden sich die Hamas-Vertreter als ägyptische Reaktion wünschen?

Bunzl: Die Mobilisierung der Arabischen Liga, Intervention beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und vielleicht Drohgebärden. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch schon geschehen. Es gab einen Appell an die Arabische Liga und den UN-Sicherheitsrat. Die Stimmung in Ägypten ist sehr gegen die israelischen Maßnahmen. Die Hamas im Gazastreifen ist sehr eng mit den ägyptischen Muslimbrüdern verbunden: Sie ist eine Gründung der Muslimbrüder in Palästina und der derzeitige ägyptische Regierungschef Mursi ist ebenfalls ein Vertreter der Muslimbrüder. Der vorherige Staatschef Mubarak plfegte ein besseres Verhältnis zu den Regierenden in Israel und den USA.

derStandard.at: US-Präsident Obama hat in einer ersten Äußerung bereits volle Rückendeckung der USA für die Aktionen Israels signalisiert. Wird er bei dieser Linie bleiben oder könnte es Änderungen geben?

Bunzl: Das war für Obama der erste Test nach den Wahlen. Die meisten Kommentatoren haben zwar erwartet, dass Obama, nachdem er ja nicht noch einmal gewählt werden kann, auch eine Veränderung in der Nahost-Politik der USA einleiten könnte, aber die erste Erklärung zu den israelischen Aktionen lässt auf Kontinuität schließen. Hier geht es für die USA um Rücksichtnahme auf Interessensgruppen. Längerfristig kann ich mir aber vorstellen, dass sich Obama mehr von Netanjahu distanziert. Das war zum Teil auch schon bisher der Fall. Netanjahu hat Obama mehrfach beschämt indem er Obamas Wünsche, was zum Beispiel die Siedlungspolitik Israels betrifft, zurückgewiesen hat.

derStandard.at: Welche Auswirkungen hat der israelische Angriff und die Tötung des Militärchefs Jabari auf die Hamas?

Bunzl: In solchen Fällen können Personen in ihrer Funktion ersetzt werden. Der getötete Militärchef der Hamas wird einen Nachfolger bekommen. Das ist ein blutiges Spiel, das schon jahrelang so läuft. Es wird die Stellung der Hamas in Gaza sicher nicht schwächen. Es wird stärkere Forderungen nach Revanche geben, weil auch ziemlich viele Todesopfer zu beklagen sind. Das heißt, der Raketenbeschuss wird fortgesetzt werden. Unter diesem Teufelskreis leidet sowohl die Bewohner der israelischen Siedlungen rund um den Gazastreifen als auch die Bevölkerung des Gazastreifen.

derStandard.at: Die Hamas hat mit der Aussage "Die Tore der Hölle sind geöffnet" eine angriffige Rhetorik gewählt. Kann das mehr bedeuten als vermehrten Raketenbeschuss?

Bunzl: Solche Formulierungen kennen wir auch schon, das ist ein Deja vu. Die Hamas ist zwar in der Lage, Israel zu irritieren und zu provozieren, aber mehr als diesen Raketenbeschuss kann ich mir nicht vorstellen. Natürlich gibt es ein ständiges Bemühen wieder israelische Soldaten zu entführen, das konnte Israel aber bisher verhindern. Auch über den Sinai und die Negev-Wüste könnte die Hamas versuchen, Angriffe zu starten. Die israelische Seite ist darüber aber gewarnt und inzwischen auch besser vorbereitet. Auch Ägypten versucht terroristische Gruppen auf dem Sinai auszuschalten. Aber nachdem Ägypten noch nicht konsolidiert ist, ist das bisher noch nicht gelungen. Es könnte also durchaus sein, dass über den Sinai Angriffe auf Israel versucht werden.

derStandard.at: Könnte es eine weitere Eskalation geben, indem zum Beispiel Israel Bodentruppen einsetzt?

Bunzl: Es wurde davon gesprochen, es wurden auch verstärkte Bombardierungen angekündigt. Das ist alles Ende 2008, Anfang 2009 schon einmal passiert. Es ist allerdings nur ein Element in dem ganzen Konflikt und die Regierung Netanjahu hat überhaupt nicht versucht, mit der legitimen Führung der Palästinenser unter Abbas zu verhandeln. Die Gesamtlage bleibt also gespannt. Ein Schritt auf die Palästinenser zu, wäre sicher ein Schritt zur Entspannung - ist allerdings nicht zu erwarten.

derStandard.at: Wie kann Abbas in einer solchen Situation reagieren?

Bunzl: Er wird verbal reagieren. Es gibt zwar die Rivalität zur Hamas, aber ich glaube nicht, dass man sagen kann, er wird Schadenfreude empfinden. Es wird ihn aber auch nicht unbedingt stören, wenn Hamas geschwächt wird.

derStandard.at: Könnte es Abbas nicht insofern stören, als dass die derzeitige Konfrontation Verhandlungen noch unwahrscheinlicher macht?

Bunzl: Das mit den Verhandlungen ist ein Spiel. Die Palästinenser haben jahrzehntelang verhandelt und es ist nichts dabei herausgekommen. Die Schwierigkeit liegt eher auf der israelischen Seite. Es ist schwer vorstellbar, dass Abbas außer einer totalen Kapitulation noch irgendetwas anbieten kann.

derStandard.at: Sehen Sie in der derzeitigen Situation eine neue Qualität des Konflikts oder die Wiederholung von Ereignissen, wie sie schon öfter passiert sind?

Bunzl: Der einzige Unterschied ist, dass inzwischen die Aufstände in der arabischen Welt stattgefunden haben. Das ist eine Verschiebung, die sich allerdings nicht unmittelbar auf den Konflikt auswirkt.

derStandard.at: Warum gibt es von israelischer Seite immer wieder Raketenangriffe und keine gezielten Geheimdienstoperationen um bestimmte Gegner auszuschalten?

Bunzl: Aktionen wie die Liquidierung des Militärchefs Jabari funktionieren sicher nur mit Hilfe von Kollaborateuren oder Unterstützung des israelischen Geheimdienstes. So genau zu wissen, wo sich jemand zu einem gewissen Zeitpunkt aufhält, ist nicht anders zu bewerkstelligen. Diese spektakulären Aktionen sollen auch die Nebenwirkung der Einschüchterung der Bevölkerung haben. Aber es ist in dieser teuflischen Logik keine militärische Notwendigkeit. Sicherlich könnte man auch anders vorgehen. Gezielte Tötungen auch von prominenten Palästinensern sind im Gazastreifen immer wieder weniger spektakulär durchgeführt worden. (mka, derStandard.at, 15.11.2012)

John Bunzl arbeitet als Politikwissenschafter am Österreichischen Institut für Internationale Politik (ÖIIP) in Wien und lehrt als Lektor an österreichischen Universitäten. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Konfliktforschung und Terrorismus im Nahen Osten und im Mittelmeergebiet. 

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"Die Palästinenser haben jahrzehntelang verhandelt und es ist nichts dabei herausgekommen."

In diesem Konflikt wird immer der Eindruck vermittelt, dass die Palästinenser so gerne verhandeln wollen, aber einfach keine Verhandlungen mit konkreten Angeboten stattfinden. Fakt ist jedoch, dass 1948 bereits die Zweistaatenlösung angeboten wurde - Israel hat sie damals akzeptiert, die arabische Reaktion war aber Krieg. Pers, Rabin und Barak haben mit Arafat verhandelt und es wurden Angebote gemacht. Zuletzt hat Olmert Abbas ein sehr klares Friedensangebot gemacht u.a. inklusive der Teilung von Jerusalem. Leider waren die palästinensischen Politiker bisher nicht mutig genug, tatsächlich diese Angbote anzunehmen! "Palestinians will never miss an opportunity to miss an opportunity!"

das größte Freiluftgefängnis der Welt

Und da das Tier aus dem Käfig anfing zu bellen,
wurde sein Halter wütend und verpasste ihm ein paar Schläge. Und jetzt will dass Tier sogar Rechte vor der UNO geltend machen, dass macht den Halter nur noch viel wütender..
Aber wenn das Tier nicht mehr zu verlieren hat, kann es seinen Halter sogar beißen; hoffen wir, dass es nicht tollwütig ist.

Der abgetackelte "Nahostsachverständige" der da

was erzählt von den israelischen Wahlen. Netanjahu hat diesen Krieg gebraucht wie einen Kropf. Alle Meinungsumfragen vor dieser Aktion haben ihm einen sicheren Sieg vorausgesagt.
Viel eher ist es doch so, dass die Iraner eine Ablenkung von Syrien brauchen und hoffen damit die arabischen Massen aufputschen zu können.
Dieser "Nahostsachverständige" der weder Arabisch noch Hebräisch lesen kann hat nichts vergessen und nichts gelernt.

es gibt keine siedlungen.

1946 wurde der un-teilungsplan von den arabern abgelehnt. die haben mit krieg begonnen und hatten ein ziel: alle andere Völker auszulöschen. pech für sie: sie haben den krieg verloren. und nochmal pech: es gibt kein anspruch auf land mehr.

Wen wunderst ??

Da wird seit langem die Bevölkerung von Palästina in Gebieten eingesperrt, und auch weiterhin innerhalb des Käfigs (Ghetto ??) Landraub betrieben. Einerseits durch völkerrechtlich illegale Siedlungen als auch durch Mauern, die die Bewegung der dortigen Bevölkerung stark einschränkt bzw. wodurch man der Willkür bei der Ein- und Ausreise ausgeliefert ist. Die Israelis bestimmen, welches Medikament über die Grenze darf oder wieviel Kilo Zement. Auch die Zufahrt über das Meer wird eingeschränkt.

Das es dadurch zur Radikaliserung bei den Palästinensern kommt, ist nachvollziehbar. Aber vermutlich ist es auch Strategie von Israel, sonst wäre zB.: der Siedlungsbau in den besetzten Gebieten schon längst beendet.

das sind verschiedene paar Schuhe

wo ich bei Ihnen bin ist die Idiotie der ultrareligiösen Juden mit dieser Landbesetzung. Damit bringen diese Leute das eigene Volk in Bedrängnis. Scheint ein allgemeines Problem zu sein diese ultrareligiösen Menschen, egal welcher Religion. Da sind Christen und Moslems nicht besser. Wo ich Ihnen widerspreche ist die Sicht auf die Mauern, Stacheldrähte und Grenzen. Die gab es ja nicht immer. Es gab ja Jahrzehnte, wo Palästinenser und Israeli in Frieden miteinander gelebt haben. Wo viele vom Fremdenverkehr friedlich und gut gelebt haben. Dann kamen die Radikalen und haben alles zerstört. Und es geht schon bei der Gehirnwäche bei Kindern los http://www.youtube.com/watch?v=e... Gi8&sns=fb

Naja, die Politwissenschaft könnte aber auch das sagen....

Die Briten, wie auch die UNO machten nach 1945 den größten Fehler, das sie Israel einfach NUR im falschen LAND gegründet haben. Andere Gescheite sollen feindseelige Gruppen nie zum Zusammenleben zwingen. wir müssen dabei bedenken, das dieser Konflikt rund seit 60 Jahre besteht, wenn nicht länger rechnen wir AKKON und JERUSALEM zu Zeiten der Kreuzzüge. Ganz zu schweigen vom Testament das uns als ein Opfer Jesus von Nazareth als den Erlöser beschreibt. Also, rechnet man die gesamte Geschichte haben erst die Alliierten den aktuellen Konflikt modernisiert. Die USA beliefern ISRAEL und andere wollen eben die Arabischen Kämpfer unterstützen. Nicht nur Israel hat das Recht sich zu verteidigen. Auch Palästina hat das Recht sein Land zu veteidigen

sicherlich nicht

bei so einem frommen mann, wie dem herrn mursi an der spitze!

www.memritv.org/clip/en/3614.htm

2ter versuch -_-

"die Regierung Netanjahu hat überhaupt nicht versucht, mit der legitimen Führung der Palästinenser unter Abbas zu verhandeln."

das ist schlicht unwahr. die isr haben sogar extra anreize geboten, NUR damit abbas ENDLICH mal verhandelt:

"Report: PA rejects Israe!i incentive package"
"Top Palestinian official says Jerusalem's offer to free 30 prisoners, expand PA's control in Area B rejected by Abbas."

http://tinyurl.com/7ffasb6

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ja, liebe redaktion, das nervt, gell? wenn das feindbild durch fakten zu bröckeln beginnt. das darf der leserinnenschaft natürlich keinesfalls zugemutet werden!

warum hat die redaktion schuld an etwas was ein interviewter sagt??

1) sucht die redaktion die interviewer aus. und da erwarte ich ein gewisses grundwissen über den konflikt und daraus folgende kritische fargen zu unrichtigen aussagen des interviewten.

2) im konkreten fall meinte ich allerdings, dass dieses posting nicht veröffentlicht wurde.

40 Jahre sind genug!

30 Jahre lang nervte gefühlte 30 Minuten pro Mittagsnachricht Moshe Meisels mit seinen Auslassungen über die komplizierten Windungen der israelischen Innenpolitik, verbunden mit etwas Außenpolitik. 10 Jahre lang tut das jetzt Ben Segenreich. Wozu? Sind die der Nabel der Welt? Hat Gott ihnen das Land versprochen? Ihr höchsteigener Gott? Hat dort vor ihnen niemand gewohnt? Aber sicher hat da jemand gewohnt. Aber ihr Privatgott hat ihnen geholfen, Männer, Frauen, Kinder und Alte dieser Völker zu massakrieren. Das Alte Testament, laut Spinoza genauso zusammengestoppelt wie das Neue Testament, ist voll von Gewalt gegen Unschuldige.

nun, gewalt gegen unschuldige

wurde auch hierzulande bereits auf die abstoßendste erbärmlichste und feigste weise geübt - ganz ohne privatgott übrigens, was natürlich nichts rechtfertigt, aber über den zustand der menschheit insgesamt einiges offenbart

Bild machen

http://sphotos-d.ak.fbcdn.net/hphotos-a... 1503_n.jpg

Jeder kann sich nun selber ein Bild machen....

mfg

von der Karte gelöscht

wird Palästina.

Auch hier sind schöne Fotos, aber Vorsicht, bei den Checkpoints kann man leicht Gänsehaut bekommen (und vielleicht auch deja-vu-Gefühle...)?
http://www.annainthemiddleeast.com/photos/

tja

das erste bild ist falsch und die beiden letzten das ergebnis von verlorenen angriffskriegen.

soll ich mir jetzt ein bild über sie machen?

Warum ist es so schwer...

sich ein Land zu "teilen"? Meine Nachbarn sind aus unterschiedlichsten Ländern und alle kommen gut miteinander aus. Ich glaube auch, dass die meisten Israelis/Palästinenser das würden.

Das wahre Problem ist doch, dass ein paar radikale Spinner beider Seiten zu tief in der Vergangenheit hängen und iditotische Rachegedanken pflegen, nach dem Motto: "Das Land ist unseres!" - "Unfair, vorher haben wir's gehabt!" - "Aber wir haben's jetzt" etc. etc. Manchmal ist Politik so sehr wie ein Kindergarten.

Ist doch vollkommen wurscht, wem was irgendwann mal "gehört" hat! Die Zukunft zählt, und die wird es nur im Frieden geben.

es war gar nicht schwer,

Moslems, Christen und Juden lebten friedlich zusammen und teilten sich das Land, bis die Haganah 47/48 den Plan Dalet umzusetzen begann.

bin auch der ansicht, dass die's dort wie in der schweiz haben könnten

Nur haben die Araber

dem UN-Teilungsplan vom 29.November 1947 verhängnisvoller Weise nicht zugestimmt: Dieses Verhalten hat eben Auswirkungen bis heute ...

Nein - schon 49 wäre eine Friedensregelung auf diesem Teilungsplan möglich gewesen, aber nicht mit den Israelis - auch später wäre Frieden mit den Palästinensern und mit allen Nachbarn möglich gewesen - es scheitert, weil Israel immer mehr will .

Daher ist diese alte Kamelle bis heute eine beliebte Ausrede.

Gschichtl Ihrerseits.

Das sollten sie ein wenig elaborieren. Nicht eine Zeile werden sie schaffen.

Welche Araber genau haben dagegen gestimmt ?

Und deswegen müssen die Kinder in Gaza büßen, soll man das so verstehen? Für immer?

Das waren die damals in der UNO-Generalversammlung

vetretenen arabischen Staaten der "Arabischen Liga",
nämlich Ägypten, Irak, Libanon, Saudi-Arabien, Syrien, Jemen und Transjordanien, die sich dabei von den hetzerischen Parolen des "Groß-Mufti von Jerusalem" (einem erklärten Hitler-Freund und Protegé desselben), der zum "Djihad" gegen die Juden aufgerufen hatte, beeinflussen ließen. Die Palästinenser hätten damals schon (wie dann in der Folge die Juden ab 15.Mai 1948) auch ihren eigenen Staat haben können. Jerusalem wäre aufgrund dieses Teilungsplans übrigens als Zentrum aller Weltreligionen "internationalisiert" (unter UNO-Aufsicht) worden.
Dass die Kinder in Gaza jetzt dafür "büßen" müssten, davon kann überhaupt keine Rede sein! Das klänge ja hochgradig zynisch und ist strikt abzulehnen

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