Umweltbundesamt für Verbot von fest verbauten Akkus

15. November 2012, 12:25
  • Fix integrierte Akkus, wie etwa in Apples iPhones, sind dem Umweltbundesamt ein Dorn im Auge.
    foto: apa

    Fix integrierte Akkus, wie etwa in Apples iPhones, sind dem Umweltbundesamt ein Dorn im Auge.

Präsident: "Dass das verschleißträchtigste Bauteil nicht ersetzt werden kann, ist grotesk"

Der Präsident des deutschen Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, schießt sich weiter auf fest eingebaute und nicht vom User austauschbare Akkus in mobiler Elektronik ein.

Per EU-Richtlinie machbar

Schon im August hatte er gegenüber der c't zu Protokoll gegeben, dass er ein europaweites Verbot präferieren würde. Demnach wäre ein solches über die Ökodesign-Richtlinie in wenigen Jahren umsetzbar. Der Handlungsspielraum seiner Behörde sei allerdings nur begrenzt. Für besagte Richtlinie liegt laut heise ein Entwurf zur Erweiterung vor, der jedoch nur den Energiekonsum der Geräte und nicht ihren Aufbau behandelt.

Gegenüber der Frankfurter Rundschau fordert Flasbarth nun zumindest, dass neue Geräte mit Fokus auf lange Lebensdauer und hohe Wiederverwertbarkeit konzipiert werden. "Mit einem Rohstoffverbrauch von 200 Kilo pro Kopf und Tag liegen die Deutschen weltweit an der Spitze", so sein Attest. "Das schadet nicht nur der globalen Umwelt - es ist auch gefährlich für unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit." Insbesondere der hohe Verbrauch an seltenen Erden bereitet Sorgen.

"Das muss man verbieten"

Den Beteuerungen der Hersteller schenkt er wenig Glauben. So gibt beispielsweise Apple an, dass der Akku des iPhones auch nach 400 vollständigen Ladezyklen bis zu 80 Prozent seiner Kapazität behalte. Beim iPad und MacBook sollen es gar 1.000 Ladevorgänge sein. Flasbarth: "Dass das verschleißträchtigste Bauteil nicht einfach ersetzt werden kann, ist grotesk. Das muss man verbieten."

Freilich setzt nicht nur Apple auf fest verbaute Akkus. Auch bei diversen Smartphones von anderen Herstellern wie HTC oder LG sind diese nicht mehr entnehmbar. Das jüngste Beispiel ist das von LG hergestellte, neue Android-Flagship-Phone Nexus 4. (red, derStandard.at, 15.11.2012)

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Konsument muss umdenken

Es ist schon ein Trauerspiel, dass Hersteller damit durchkommen. Es geht ja nicht nur darum, dass man sich bei den Kosten eines Akkuaustauschs eher ein neues Gerät kauft, sondern auch darum, dass beim Recycling mehr Arbeit entsteht und Zeit gebraucht wird.
Da wir aber eh im Schnitt alle 2,5 Jahre ein neuers Handy kaufen sehe ich eher ein Vorteil darin, wenn man es einfach noch ein Jahr länger benutzt. Ausserdem landen viele Handys und somit deren wertvolle Rohstoffe im Hausmüll...
http://www.recyclingnews.info/zahl.php?... 3bd1fe5271

ist das wirklich so ein Problem?

Ich hoffe, die meisten Meinungen sind hier wirklich Themenbezogen und sollen nicht nur wiedermal ein Apple-Bashing sein.

Mein HTC 8X hat auch einen fix verbauten Akku. Zuerst störte mich dies, aber dadurch hat das 8X ein superschönes Gehäuse - da ja kein Deckel oder ähnliches im Weg ist. Aber offenbar ist dies nun ein Problem - da hätte ich mir eher das Lumia 820 nehmen sollen. Wobei ich aber bei einem Handy noch nie den Akku gewechselt habe ... meistens wurden die Handys nicht älter als 2 - 3 Jahre ... und das hat der Akku dann überlebt. Allerdings hat man die Handys damals nicht so oft aufgeladen, wie die SmartPhones ...

Wenn niemand den Schrott kaufen würde...

Dann gäbe es ganz schnell wieder Akkus in den Geräten, die man einfach wechseln kann!.

So einfach kann das Leben sein :-))

sofortiger Verkaufstop bitte.
Liebe EU zeigt mal die Eier in der Hose und beweisst das es mal nicht hirnlose Zeitverschwendung ist!

mach was EU!!!

Weil es zum Thema geplante Obsoleszenz paßt:

Toshiba ließ 300 Reparaturanleitungen für ihre Produkte aus dem Netz nehmen:
http://www.wcm.at/forum/sho... 45432.html

Wer kauft diese Wegwerfprodukte?
Bis jetzt habe ich bei jedem Handy mindestens 2 Akkus gebraucht.
Mein 4 Jahre alter Rechner läuft nur noch mit Kabel weil ich sicher keine 70€ mehr in einen neuen Akku investiere der nach 2 Jahren wieder kaputt ist.

und inwiefern wäre es jetzt nicht scheißegal wenn der akku verklebt wäre,

wenn du ihn sowieso nicht ersetzt?

Diese Entscheidung sollte man immer noch den Kunden überlassen, und nicht dem Hersteller.

sehe ich nicht so

die meisten Kunden sind wenig informiert und lassen sich von den mit viel Geld erarbeiteten Werbestrategien der Hersteller täuschen. Den mündigen Kunden gibt es, aber er ist eine rare Spezies. Der Mensch hat nämlich nicht 24 Stunden am Tag Zeit sich über alle Aspekte der von ihm gekauften Artikel zu informieren: er muss auch arbeiten, schlafen, essen und ein wenig Friezeit mag er auch haben. Drum kauft er häufig eben "dumm".

Deswegen fordere ich eine verpflichtende Kennzeichnung der geplanten Obsoleszenz auf der Verpackung und in Onlineshops bei der Artikelbeschreibung. Wie in dem WCM Foren vorgesschlagen: Ein Icon mit Mülleimer, am besten drumherum "Geplante Obsoleszenz" und die Voraussichtliche Lebensdauer in Jahren oder Monaten. Das erspart vielen Konsumenten Fehlkäufe und regt die Hersteller zum umdenken an.

Bin auch für eine verpflichtende Kennzeichnung aller Geräte mit geplanter Obsoleszenz, jedoch ausgeweitet mit voraussichtliche Lebensdauer (1 Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre, etc.) gut sichtbar auf der Verpackung oder bei Produkten ohne Verpackung, auf dem Cover der Anleitung. Wir leben schließlich in einer Wegwerfgesellschaft und ich als Konsument möchte gerne wissen welche Geräte ich wie schnell wegwerfen darf um sie zu erneuern. Bei PCs die ich meist 2 Jahre verwende, ist das kein Problem, aber ein Auto um 130.000 Euro das mir unterm Hintern wegrostet nach 10 Jahren, ist mehr als Unangenehm. Der alte Sony-Fernseher wollte nicht kaputtgehen und ich musste ihn in funktionsfähigen Zustand zum Mistplatz fahren.

Wer ein Auto um 130k Öken kauft hat sowieso andere Probleme...

Wieso? Was soll ich sonst mit meinem Gehalt machen? Sparen bis ich sterbe und meine Erben alles ausgeben können?

Mein Beileid. Sie sind IT-ler ... ein wichtiger Job ... erst kürzlich habe ich mit Freunden gesprochen, wo einer ein junger Arzt ist und weitere 3 Damen in Sozial-Berufen ... was die arbeiten und wie lange die auch arbeiten ... für einen Hungerlohn. Sozial-Berufe sind wohl nichts wert - dafür aber sind IT-Jobs meistens sehr gut bezahlt ... das ist jetzt keine Kritik an ihrer Person ... es passt nur grad zu diesem Thema hier ...

Sie könnten das Geld auch spenden bzw. Leuten geben, welche sie gerne haben ... wollen wir Freunde werden? (hehe nein Spaß, wobei der Satz-Anfang war mein ernst).

Erben

Ihre Erben werden nichts bekommen - die Linken Staats-Geirer warten shcon mit "Erbschaftssteuer"
b) mit Gehalt ein 130k Auto ??? was ist den das für ein Selbstbedieungsjob sind die Konzernvorstand???

Selbstbedienungsjob? Ich bin IT-ler und 130.000 ist nicht mein Monatslohn. Ich muss für mein Geld tatsächlich arbeiten.

Zu schnell geantwortet ...

habe da "nicht "überlesen ..
trotzdem .. 130 000 ... da wär dann bei dem Auto ihr Brutto Jahreslphn, dürfte ungefähr dem der Neuwagenkäufer entsprechen ...
Auf veilzuviel wenns nicht weiter oben in einem bekannter Konzern sind (Bsp Abteilungsleiter Konzern : 8000 bto) ..

Bitte nennen Sie mir Ihre Firma

130.000 ?? Lira , Jahreslohn
Ich würde schon mal einen IT-Job mit 130.000 im Jahr suchen oder ist das mit 130.00 in Deutschland ??
Ihc kenne niemanden (auch keine Studienabgänger) die in der IT über 6000€/Monat verdienen ohne eine Führungsposition mit mind. 30 Leuten zu haben, dann haben die allerdings mit IT nichts mehr zu tun...

Der Akku ist die eine Sache, die Verarbeitungsqualität eine andere. Natürlich hat die Industrie ein Interesse daran, eher kurzlebige Produkte in Umlauf zu bringen.
Diese geplante Obsoleszenz wäre auch durch eine Anhebung der Gewährleistungsfristen angreifbar und womöglich zielführender...

Gscheiter wieder Pfand Glasflaschen oder wiederbefüllbare PET Flaschen einführen, Plastiksackerl generell verbieten, Luft aus Verpackung reduzieren bzw. anders verpacken...

Ach, da gibt es 1000 Sachen die mehr bringen als der Akku!

Fragt uns Bürger, wir sagen dir/euch Politeliten schon was Sache ist.

nun.... das eine schliesst aber das andere nicht aus....

Heutzutage nicht mehr ganz richtig ...

Die LiPo Akkus der Modernen Händls halten meist länger als die Bob Zeitspanne auch unter "ich muss das neueste zeug haben". Ein guter Akku hält mind 5 Jahre - wer hat sein Handy so lang, und bekommt man nach 5 Jahren noch einen Ersatzakku, der nicht durch Lagerung schon gealtert ist (10 Jahre wird als Lebensdauer, auch bei Nichtverwendung angegeben).
Zu begrüßen wäre ein Hendl das länger hält, aber die Wirtschaft ist dagegen (wir müssen konsumieren - Juhu )

Kann nicht sein... Marken-LiPo Akkus blähen sich auf wenn man sie 6 Monate nicht nutzt, und verlieren nicht nur an kapazität, sondern können bein aufladen explodieren.
Das habe ich bei mehreren Markentelefonen beobachtet. Ein Nokia ist mir dabei zerfetzt worden.
Bei iPhone sieht man aufgeblähte Akkus nicht, da sie fix verbaut sind. Ich unterstütze daher die Idee des Verbots für fix verbaute Akkus.

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