Weihnachtsfallen für Allergiker

15. November 2012, 13:28
  • Wer bereits eine Primärallergie auf Birke oder Gräser hat, kann eine Kreuzallergie zu  
Mandeln.
    foto: apa/lukas barth

    Wer bereits eine Primärallergie auf Birke oder Gräser hat, kann eine Kreuzallergie zu  Mandeln.

Vor einem Christkindlmarktbesuch empfehlen Experten sich über die eigenen Allergene noch einmal schlau zu machen

Melkof - Lange dauert es nicht mehr, dann sind Altstädte wieder reich bestückt mit Marktständen, an denen allerlei weihnachtliche Leckereien wie gebrannte Mandeln, glasierte Früchte oder Schokofrüchte angeboten werden. "Viele der typisch-weihnachtlichen Ingredienzien wie Nüsse und Äpfel, aber auch Gewürze wie Anis, Koriander, Kardamom oder Zimt können bei Allergikern im schlimmsten Fall zu Atemnot und Kreislaufzusammenbruch führen", warnt Petra Goergens, Wissenschaftliche Leiterin der Deutschen Allergieakademie.

Gefährliche Kreuzallergien

Da Nahrungsmittelallergien häufig als Kreuzallergie auftreten, rät die Expertin allen Allergikern, sich im Vorfeld des Weihnachtsmarktbesuches noch einmal über die eigenen Allergene schlau zu machen und den Haus- oder Facharzt zu konsultieren. Denn wer bereits eine Primärallergie auf Birke, Gräser, Beifuß, Sellerie, Esche oder Latex hat, kann eine Kreuzallergie zu Nüssen, Mandeln und Getreide, Frischobst wie Äpfel und Erdbeeren sowie Gewürzen entwickeln. 

Mit dem Wissen um die Allergie auf bestimmte Lebensmittel ist es aber nicht getan: Zwar besteht seit November 2005 eine Kennzeichnungspflicht der 14 wichtigsten Zutaten, die zu allergischen oder anderen Unverträglichkeitsreaktionen führen können. "Doch insbesondere in Hinblick auf die auf Weihnachtsmärkten verkauften Speisen und Getränke stößt diese an ihre Grenzen: Bislang müssen nur verpackte Lebensmittel gekennzeichnet werden. Das Gros der auf den Märkten angebotenen Speisen ist allerdings unverpackt. Bei ihnen müssen erst ab Dezember 2014 enthaltene Allergene gekennzeichnet werden - aber auch nur dann, wenn sie absichtlich in der Lebensmittelproduktion eingesetzt wurden", mahnt die Oecotrophologin Lebensmittelallergiker zu besonderer Vorsicht bei der Auswahl. 

Weihnachtsgebäck selber backen

Am sichersten fährt, wer ausschließlich zu Lebensmitteln greift, bei denen er ganz genau weiß, dass sein Allergen nicht enthalten ist. Wer keinesfalls auf knusprige Vanillekipferl, Plätzchen oder den traditionellen Stollen verzichten möchte, der sollte selbst zur Rührschüssel greifen. Bei Zöliakie gibt es in Reformhäusern, Bioläden und in gut sortierten Supermärkten glutenfreie Mehlmischungen für Kuchen und Kekse. "Apfel-Allergiker sollten wissen, dass das Apfelallergen unter Hitzeeinwirkung unschädlich wird. Auf einen schmackhaften Bratapfel müssen sie also nicht unbedingt verzichten", informiert Goergens. Und wer beispielsweise aufgrund einer Hühnereiweißallergie auf Eier als Bindemittel für Kuchen und Plätzchen verzichten muss, für den gibt es eine ganze Reihe Ersatzstoffe. (red, derStandard.at, 15.11.2012)

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4 Postings
Weihnachtsgebäck selber backen

dann weiß man was drinnen ist.

chemienahrung meiden!!

Bitte um ihr Rezept ohne jegliche Chemie!

gut zu wissen. glücklicherweise habe ich selber keine mir bekannten lebensmittel- oder inhaltsstoffe-allergien, aber mein bruder ist mittlerweile laktoseintolerant (war er auch nicht immer).

sidenote: foodwatch hat wieder mal die acrylamid-dosen von lebkuchen und spekulatius testen lassen.

http://www.martinmajor.at/2012/11/e... chen-2012/

@redaktion: gibts vielleicht lese- oder surftipps für allergische weihnachtsbäckereinaschkatzen? da gibts sicher noch vieles, was auch die allergiker nicht wissen.

REZEPTE laktosefrei, glutenfrei, fruktosefrei, histaminfrei …

und Unverträglichkeiten auf 250 einzelne Nahrungsmittel!
http://www.mitohnekochen.com/

Allergiker Rezepte
http://www.kochrezepte.de/allergiker-rezepte/

Forum über "Ei-Ersatz"
http://www.chefkoch.de/forum/2,6... rsatz.html

gibts massenhaft im Netz und in Buchform
:-)

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