WiFox: Software-Lösung beschleunigt WiFi um 700%

  • WiFox soll Datenstaus in WLANs vermeiden.
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    WiFox soll Datenstaus in WLANs vermeiden.

Dynamische Prioritätenverlagerung soll Datenstaus auflösen

Forscher der North Carolina State University haben eine Möglichkeit gefunden, die den Datendurchsatz von WiFi-basierten Netzwerken um bis zu 700 Prozent zu steigern. Die Lösung ist rein softwarebasiert und könnte insbesondere dort Erleichterung schaffen, wo sich viele Menschen einloggen.

Volle Autobahn

Während man im hauseigenen Drahtlosnetzwerk nur mit wenigen Leuten unterwegs ist, und somit den als Datenautobahn funktionierenden Funkchannel kaum teilen muss, befinden sich in öffentlichen Netzwerken in der Regel über mehrere Zugangspunkte oft zahlreiche Nutzer. Der Einspurigen-Autobahn-Metapher weiterfolgend führt das zu einem Stau an Anfragen und Datenpaketen.

Denn pro Channel steht eine maximale Bandbreite zur Verfügung, die zwischen allen Geräten, die ihn nutzen, aufgeteilt wird. Die Folge der Verstopfung: Datenrückstau und als Konsequenz geringerer Durchsatz und höhere Latenz. An diesem Punkt soll das "WiFox"-Protokoll ansetzen, wie ExtremeTech berichtet.

Prioritätensetzung

Dieses wird als Teil der Firmware in die verwendeten Acces Points und Router integriert und könnte daher auch auf bestehende Infrastruktur angewandt werden. WiFox registriert die Aktivitäten auf den einzelnen Zugriffspunkten. Stellt es an einem Zugriffspunkt einen zu großen Datenrückstau fest, weißt es diesem hohe Priorität zu. In diesem Modus erhält der Access Point die Kontrolle über den Funkkanal, bis der Rückstau beseitigt ist und das Netzwerk wieder in den Normalzustand übergeht.

Im Laborversuch konnte so bei einem Zugangspunkt mit 45 verbundenen Geräten eine Erhöhung des Datendurchsatzes um 700 Prozent erreicht werden. Die Latenzzeiten verringerten sich dabei um 30 bis 40 Prozent. Genauere Details sollen auf der ACM CoNEXT-Konferenz im Dezember preisgegeben werden. Wann WiFox den Markt erreichen soll, ist noch nicht bekannt. (red, derStandard.at, 15.11.2012)

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