Die polygame Mormonen-Kommune in Utah

Ansichtssache

In einem ländlichen Gebiet im US-Bundesstaat Utah lebt eine kleine Gruppierung von fundamentalistischen Mormonen noch immer in Mehrfachehen

Polygamie, also Mehrfachehen, sind ein wesentlicher Bestandteil der Lehre "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" und wurde in den späten 1840er-Jahren von Mormonen nach Utah gebracht. In der mormonischen Hauptkirche wurde sie aber in den 1890er-Jahren abgeschafft.

Obwohl Polygamie in den USA offiziell verboten ist, leben heute schätzungsweise noch 37.000 fundamentalistische Mormonen in Mehrfachehen und glauben, dass diese zur Erhebung in den Himmel beitragen.

Im US-Bundesstaat Utah lebt außerhalb der Stadt Moab eine kleine fundamentalistische Mormonengruppierung auf der Rockland Ranch. Sie wurde vor über 35 Jahren auf einer Sandsteinformation in der Nähe des Canyonlands-Nationalparks errichtet. Heute leben dort in etwa 15 Familien und 100 Menschen, viele von ihnen in polygamen Verbindungen. Der Fotograf Jim Urquhart hat der Kolonie einen Besuch abgestattet.

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foto: reuters/jim urquhart

Abel Morrison, fundamentalistischer Mormone und praktizierender Polygamist, macht sich mit einigen seiner Kinder auf den Weg, um den Gemeinschaftsgarten der Kolonie zu pflegen.

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Das Plus für die Frau

könnte in so einer Ehe mehr Zeit für sich selbst bedeuten. Aber dann die vielen Kinder, eigene und andere, stell ich mir wiederum sehr stressig vor.

5 ehefrauen => 5 schwiegermütter

nicht, wenn die Ehefrauen Schwestern sind oder deren Mütter tot.

"5 ehefrauen => 5 schwiegermütter"

keine zwingende Folgerung. Oder gibt es entsprechende Nebenbedingungen?

Immerhin schaut der Hund so aus, als würd er sich pudelwohl fühlen! :)

Und wie ist es bei den Mormonen mit der Gleichberechtigung? Ist das eher ein Patriarchat oder eine kameradschaftliche Arbeitsaufteilung.
Bildlich kommt mir das so ähnlich wie seiner die Mühl-Kommune vor.

Wenn Männer mehrere Frauen haben dürfen, aber Frauen nur ganz selten und in Ausnamefällen mehrere Männer, dann braucht man die Frage nach der Gleichberechtigung eigentlich nicht mehr stellen.

PS.:
Joseph Smith, der Erfinder des Mormonentums, hat die Vielweiberei eingeführt, weil er sein Dienstmädchen haben wollten.
Also ist ihm ein Engel erschienen und hat ihm gesagt, dass er ihn töten würde, wenn er nicht die Vielehe einführt.
Joseph Smith hat sich sehr widerwillig gefügt ;)

Und weil seine Frau äußerst unglücklich damit war, ist ihm der Engel gleich nochmal erschienen und hat ihm gesagt, dass er die Frau auch noch töten würde, wenn sie nicht endlich zustimmt.

PS.: Da fällt mir ein anderer Prophet ein, bei dem war es ganz ähnlich ...

Letzter Satz: das ist mir auch unmittelbar in den Sinn gekommen....

wir wollen keine religionen mehr,polygam hin oder her

Sie brauchen eh keine. Was die andern wollen ist nicht ihr Bier.

Das ist wo etwas Ähnliches wie die Mehrfrauen-Gemeinschaften in Afrika. Da mehr Frauen als Männer zur Welt kommen, nimmt der, der es sich leisten kann, mehr Frauen. Aber jede sollte gleich behandelt werden. Ein Geschenk, das eine bekommt, müssen alle anderen auch bekommen. Heutzutage hört sich das alles auf, da ja immer mehr Leute in die Städte ziehen.

ob man first wife

(wie im original bericht) wirklich mit hauptfrau übersetzen kann/soll...

naja, das Englische hört sich im Standard oft seltsam an in der Übersetzung. Stichwort "Dude" in einem anderen Artikel...

paradiesisch

Enoch Foster bereitet mit seiner Hauptfrau Catrina das Abendessen vor.

find ich gar nicht schlecht

da können 2 Frauen zusammen l(i)eben, haben einen Samenspender an ihrer Seite und wenn die Kinder da sind, einen Babysitter.

muahaha

Positive Einstellung :)

Natürlich kann man sich in der heutigen Zeit fragen, ob das Verbot der Polygamie noch Sinn macht.

Wenn die Leute ohnehin dauernd heiraten und daneben noch Geliebte haben - warum nicht gleich die Polygamie erlauben?

Wenn man Polygamie erlaubt, dann muss aber die rechtliche Bevorzugung der Ehe abgeschafft werden:
Jeder muss dann selbst seine Pension einzahlen (keine Witwer- und Witwenpension) und jeder muss selbst versichert sein (keine Mitversicherung).

In den USA gibt es dort überhaupt Pensionsversicherungen wie in Europa? Ich glaube nicht. Wie das dann mit den Eltern und Grosseltern geregelt wird, wenn die nicht mehr arbeiten können, wurde überhaupt nicht mitgeteilt. Ob die ein Anrecht auf Betreuung und Lebensunterhalt haben oder auf Almosen angewiesen sind.

The Hills have eyes

The hills have wives!

sieht eigentlich sehr friedlich aus.....

lasst die leute leben wie sie wollen, warum muss man alles gesetzlich regeln?
solange kein zwang besteht, brauchts den staat nicht.

drum braucht man ja gesetze. um feststellen zu können, wo der zwang beginnt...

Was ich an Polygamie besonders stoerend finde

bleiben denn da nicht viele Maenner ohne Frauen? Das ist doch traurig!

Das ist auch eines der großen Probleme der Mormonen!

Daher müssen männliche Jugendliche, sobald sie in die Pubertät kommen, vertrieben werden. D.h. es gibt immens viel Ärger und Streit, bis die Jungs verschwinden (= in die Städte ziehen).

Steinzeitliche Gesellschaften organisierten seinerzeit dafür Eroberungskriege. Frauenraub war gang und gäbe, u.a. .

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