Polizei will Freier mit Verkehrskontrollen vom Stuwerviertel fernhalten

15. November 2012, 08:53
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Exekutive überprüft Autofahrer in der Gegend

Wien - Bereits seit Monaten bemüht sich die Polizei, die Straßenprostitution im Stuwerviertel einzudämmen. Um mögliche Freier fernzuhalten, werden vermehrt Verkehrskontrollen durchgeführt. So auch am Mittwochabend bei einer groß angelegten Aktion, an der Bereitschaftspolizei, lokale Kräfte sowie die Verkehrsabteilung beteiligt waren.

Wer sich abends mit dem Auto ins Stuwerviertel "verirrt", tut gut daran, Pannendreieck, Autoapotheke und Wagenpapiere dabei zu haben. Auch auf Alkohol sollte man verzichten, da praktisch bei jedem ein Vortest durchgeführt wird. Werden oft Betrunkene erwischt? "Nur im Promillebereich", so der Stadthauptmann Leopold Kraft. Dies sei auch gar nicht das vorrangige Anliegen, sondern man wolle den Freiern lästig fallen.

Tägliche Kontrollen

Da derartige Kontrollen praktisch jeden Tag durchgeführt werden, öfters auch durch Schnellrichter verstärkt, haben sich die Sexarbeiterinnen deutlich von den Straßen zurückgezogen, meinte der Offizier. Der Strich habe sich auf einen "härtnäckigen Kern" von zehn bis 15 Frauen reduziert.

Ob man das Problem nicht nur verdrängt? "Na hoffentlich", betonte Kraft. Schließlich sei es in der Perspektivstraße, nur einige hundert Meter von dem Wohngebiet Stuwerviertel entfernt, ab 19.00 Uhr möglich, die Sexarbeit legal auszuüben. (APA, 15.11.2012)


  • Im Stuwerviertel werden groß angelegte Verkehrskontrollen durchgeführt, um die Straßenprostitution dort einzudämmen.

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    Durch die Kontrollen haben sich die Sexarbeiterinnen zurückgezogen.

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