Topquartett nach Pause mit Niederlagen

Capitals unterlagen bei Fehervar, Zagreb, VSV und KAC jeweils daheim - Salzburg siegte in Innsbruck, Linz in Dornbirn

Wien - Die Fortsetzung der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) nach der Länderspielpause ist für die Top vier zum "schwarzen Mittwoch" geworden. Leader Capitals mit 1:3 bei Fehervar, Zagreb daheim mit 1:4 gegen Ljubljana, der VSV mit 5:7 auf eigenem Eis gegen Graz und der KAC mit 1:2 ebenso mit Heimrecht gegen Znojmo verloren allesamt. Dadurch blieben die Top drei unverändert, der KAC wurde von Znojmo aber auf Rang fünf verdrängt.

Vor der Heimstärke Fehervars mussten auch die Vienna Capitals kapitulieren. Im ersten Duell in Wien hatten die Wiener noch einen Rückstand in ein 3:1 verwandelt. Fehervar feierte somit schon den siebenten Heimsieg in Serie. Ein früher Doppelschlag von Vas und Pratt innerhalb von 18 Sekunden (6.) brachte die Ungarn in Front, den Caps gelang noch ohne den neuen Stürmer Lundbohm nur noch der Anschlusstreffer durch Seidl (29.).

Zagreb vermochte die Wiener aber nicht von der Spitze zu verdrängen. Nach neun Siegen in Serie vor der Liga-Pause mussten sich die "Bären" vor 12.000 Fans gegen Olimija Ljubljana auch in der eigenen Halle geschlagen geben. Die Slowenen gewannen deutlich und erstmals nach drei Niederlagen.

In Villach trat Ex-Villach-Kapitän Herbert Hohenberger erstmals als Coach auf, und das erfolgreich. Der 43-Jährige war bei Graz durch die für fünf Spiele ausgesprochene Sperre von Headcoach Mario Richer zum Zug gekommen. Nach dem ersten Drittel stand es schon 3:3, das spielerische Niveau war da aber nicht sehr hoch. Danach übernahmen die Steirer im ersten Match ohne NHL-Star Thomas Vanek das Kommando und siegten verdient.

Der KAC hatte an Znojmo zwar eine Revanche für das 0:5 im ersten Saisondurchgang im Sinn, der Ausfall von zehn Spielern hinderte ihn aber daran. Zudem schied Thomas Koch schon in der 7. Minute verletzt aus. Die Tschechen erzielten ihre beiden Tore schon im ersten Drittel und verwalteten das Ergebnis danach. Das Tor der Kärntner durch Lammers (56.) kam zu spät, sie scheiterten auch an Unvermögen und Znojmo-Goalie Kacetl.

Die Black Wings Linz setzten hingegen ihre Erfolgsserie fort. Das 5:3 in Dornbirn war schon der vierte Sieg in Folge. Die Vorarlberger glichen im Schlussdritten zwar zunächst einen 1:3-Rückstand aus, doch MacDonald (57.) und Leahy (ins leere Tor/60.) verhalfen mit ihren Treffern dem Meister, bei dem erstmals der Kanadier Leneveu im Tor stand, noch zum Sieg.

Schlusslicht Innsbruck verpasste es mit einem 2:5 daheim gegen Salzburg, Boden auf den Rest des Feldes gutzumachen. So schlimm wie beim 0:9 im ersten Saison-Duell wurde es zwar nicht, aber nach 13 Minuten war es doch schon 0:2 gestanden. Als Pittl die Gastgeber auf 2:3 heranbrachte (45.), kam bei den 1.500 Zuschauern noch einmal Hoffnung auf. Die schwächste Defensive der Liga kassierte dann aber noch zwei Komarek-Tore. (APA, 14.11.2012)

VSV - Moser Medical Graz 99ers 5:7 (3:3,1:2,1:2)
Villacher Stadthalle, 3.537, Auger/Siegel: Tore: Ryan (2.,49.), Grabner (10./PP), Pusa (19.), Damon (26./SH) bzw. Wren (10.), Daoust (13.), Latendresse (14. 37.), Oraze (39.), Iberer (45.), Day (60./empty net). Strafminuten: 9 bzw. 17

Dornbirner EC - EHC Black Wings Linz 3:5 (1:1,0:2,2:2)
Dornbirn, 1.490, Falkner. Tore: D'Aversa (17.), Aquino (43.), Hecimovic (48.) bzw. Ouellette (1.), Lebler (32./SH), Baumgartner (34.), MacDonald (57.), Leahy (60./empty net). Strafminuten: 8 bzw. 8

Medvescak Zagreb - Olimpija Ljubljana 1:4 (1:2,0:2,0:0). Zagreb, 12.000, Gebei/Kamsek. Tore: Zanoski (5./SH) bzw. D'Alvise (8., 37.), Verlic (16.), De Vergilio (23./PP). Strafminuten: 15 bzw. 11

KAC - HC Orli Znojmo 1:2 (0:2,0:0,1:0)
Klagenfurter Stadthalle, 3.143, Dremlj/Fajdiga. Tore: Lammers (56.) bzw. Jarusek (13.), Bickell (20.). Strafminuten: 6 bzw. 14

HC TWK Innsbruck - Red Bull Salzburg 2:5 (0:2,1:1,1:2)
Tiroler Wasserkraftarena, 1.500, Fussi/Kellner. Tore: Fox (23.), Pittl (45.) bzw. Duncan (5.), Heinrich (13.), Regier (24.), Komarek (52.,60./empty net). Strafminuten: 6 bzw. 2

Fehervar AV19 - Vienna Capitals 3:1 (2:0,0:1,1:0)
Szekesfehervar, 3.170, Podlesnik/Trilar. Tore: Vas (6.), Pratt (7.), Sofron (60./empty net) bzw. Seidl (29.). Strafminuten: 10 bzw. 8

 

Share if you care
14 Postings
Page raus

Hoffentlich erkennt DM, dass er diesen Vogel schnellstens los werden muss.

Im Fussball hat es auch lang gedauert, bis er mit Rangnick den Richtigen gefunden hat. Das sollte doch auch im Eishockey möglich sein.

ich kann diese Verletztennummer einfach nicht mehr hören ... wenn zB beim KAC 11 (!) für länger ausfallen muss man eben reagieren bzw. läuft da irgendwie was falsch ....

salzburg am sand

also so schwach hab ich RBS noch gar nie gesehen. mal schauen, wie lange page noch bleibt...
beim HCI leider beide goalies mit einem rabenschwarzen tag, ansonsten wär da vielleicht was möglich gewesen, vom einsatz her hat's auf jeden fall gepasst.

Habe gar nicht gewusst, dass es sich die Linzer nötig haben Support aus Feldkirch zu engagieren. Sofort war die Stimmung wieder gehässig in der Halle

dafür wird auch Ahnung von der Materie zugegen gewesen sein

die Linza können auch ohne FK Hilfe gehässig sein...

Die Linza sind einfach die besten......

Fantechnisch zumindest ganz vorne dabei.
Hallentechnisch Entwicklungsland.
Mannschaftstechnisch potentiell zu den Besten, die Realität hinkt etwas hinterer ;)
Trainer: top!

yea seidl, weiter so!

feut mich für ihn! GZ!

schade dass wir die tabellenführung nicht weiter ausbauen konnten, aber man muss ja auch hin und wieder verlieren.

So Linza, aufgehts....
Schwung mitnehmen und voll durchstarten.....

Nur mal so eine Frage: warum wird hier auf die Homepage der 99ers und der Red Bulls verlinkt aber nicht auf die Homepages der anderen Vereine? Haben die keine?

Die haben keine mehr,

weil sie wissen, dass sich das Internet nicht durchsetzen wird.

Für die Liga-Spannung gut. Jetzt sind alle wieder eng beieinander.

@Villach, Wahnsinns-Spiel. Schade zwar, dass wir wieder ohne Defense gespielt haben, aber wurscht, es war ein Spektakel!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.