Lauter Widersprüche in der Eurofighter-Affäre

Wirtschaftsministerium: 20 Millionen "Spielberg"-Gegengeschäfte "nie eingereicht"

Wien/Spielberg - In der Schmiergeldaffäre rund um die Anschaffung der 15 Eurofighter tauchen immer mehr Widersprüchlichkeiten auf. Im Fokus der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stehen unter anderem ein Linzer Steuerberater und ein Welser Bankmanager. Beide sollen eine britische Briefkastenfirma betrieben haben, über die Gelder des Eurofighter-Konzerns EADS an österreichische Entscheidungsträger geflossen sein sollen. Und diese ominöse Firma auf der Isle of Man war auch mit der Kärntner Technologie-Stiftung Lakeside und dem steirischen Motorsportprojekt in Spielberg vernetzt. Sowohl in Spielberg als auch im Fall "Lakeside" sind Hinweise auf EADS-Geldströme aufgetaucht, und in beiden Fällen war auch von Gegengeschäften die Rede - in Spielberg von 20 Millionen Euro. Zehn Millionen sollen hier direkt als "nicht rückzahlbarer Pauschalbetrag" - so formulierte es Justizministerin Beatrix Karl in einer Anfragebeantwortung im Parlament - geflossen sein.

Der Hinweis auf Gegengeschäfte läuft aber ins Leere. Im zuständigen Wirtschaftsministerium, wo die Eurofighter-Gegengeschäfte administriert werden, weiß man aktuell nichts von Spielberg-Gegengeschäften. "Für die Eurofighter hat es niemals eine Gegengeschäftsbestätigung gegeben. Das Projekt Spielberg ist zwar seinerzeit besprochen, aber niemals als Gegengeschäft eingereicht worden. Wie auch nicht das Projekt Lakeside in Kärnten", sagte die Sprecherin des Ministers, Waltraud Kaserer am Mittwoch auf Anfrage des Standard.

Die Hintergründe der Finanztransaktionen - die Justiz schätzt mehr als 100 Millionen Euro, die in Österreich "verteilt" wurden -, versuchen die Justizbehörden in Österreich und Deutschland seit Tagen zu klären. Entscheidende Hinweise kamen von einem italienischen Geschäftsmann, der in Haft sitzt und "geplaudert" hatte. (Walter Müller, DER STANDARD, 15.11.2012)

 

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11 Postings
Ich weiß nicht wie oft & wie viele....

...hier damals im Standard geschrieben haben, wo denn nun die ganzen Gegengeschäfte zu diesem Flieger sind!

Ist man nun endlich auch im Ministerium draufgekommen!

grasser, strasser, mensdorf, schüssel, küssel, scheuch, dobernig, tarmann, reichhold etc., etc., etc., ....

alle gemeinsam in eine grosse zelle mit zu wenigen betten, zu wenigen stühlen, zu wenigen decken, kerzenbeleuchtung, ein paar eimern zur verrichtung der notdurft, ein paar eimern wasser zur körperpflege und täglich abnehmenden wasser und brot rationen...

das ganze ein paar monate durchziehen und jedem delinquenten täglich in einzelgesprächen die möglichkeit bieten, sein gewissen zu erleichtern....

dann werden sie schon singen...

was glaubt ihr denn, wie die italienischen kollegen diesen schlipsträgter zum zwitschern gebracht haben...

100 Mio Euro einfach so verteilt! Mich trifft der Schlag und steh nimmer auf!!!

Die Korruption spielt mit wie immer

aber auch nicht schlimmer
Die Gegengeschäfte waren ein Schmäh
aber das schnallt jeder eh
Des Pudels Kern war dass Schüssel
wollte gern als Chef nach Brüssel
um die EU dort zu regieren
und seinen Komplex so zu kurieren
Flieger, die das Volk bezahlt
der Eintrittspreis - wie üblich halt
Angela hatt` er an der Angel schon
doch der Westentaschenapoleon
hatte wohl noch nicht vergeissen
dass der Haider ihn so geheißen
Späte Moral von der Geschicht:
Kriech` Jörgel in das Porscherl nicht

Apropos Wirtschaftsministerium

Unser Unternehmen wurde vom WM aufgefordert Geschäfte, die bereits vor dem Eurofighter-Deal an Land gezogen worden waren nachträglich als "Gegengeschäfte" zu melden. Dabei wurde im Übrigen "sanfter" Druck ausgeübt...

Hallo, Wolfgang, wo bist Du???

Wieder eine Sphincter-Inspektion bei irgend jemandem anstehend, Wolfi?

Na was glauben's warum er sich quasi über Nacht vertschüsselt hat ?!?

Das dauert noch bis er auftaucht.

Denn: Schüssel haben kurze Beine . . . .

Plaudern

Na, hoffen wir, dass noch mehr plaudern werden, wenn es ihnen selbst an den Kragen geht und sie zumindest mit etwas glimpflicheren Strafen davonkommen wollen, wenn sie sich gegenüber der Justiz kooperativ sind. Das sehen wir uns jetzt ganz ruhig erste Reihe fußfrei an. Der schwarzblaue Marsch durch die Wüste Gobi scheint im Tal des Todes angekommen zu sein. Forza, Wolfgang!

dieser italienische geschäftsmann

hat doch schon vor monaten geplaudert.
da kommt nichts raus, dafür wird die schwarze justizmafia sorgen.

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