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Die Vorstellung befremdet: Eine qualifizierte Frau setzt sich im Kandidatenrennen gegen den männlichen Rivalen durch, um sich fortan mit einem Vorurteil herumzuschlagen: jenem, wonach die Dame ihren Job nur wegen der Frauenquote erhalten habe. Da kann die Auswahl noch so gut begründet sein, der Nimbus der Begünstigung bleibt. Vor allem im öffentlichen Bereich, in dem der Vormarsch der Frauen besonders propagiert wird, können viele ein Lied davon singen. Frauen nämlich, die sich über ihren gelungenen Aufstieg ärgern müssen, weil er als Folge eines Privilegs angesehen wird.
Ob mit derart negativ besetzter Einstellung der notwendige Gesinnungswandel in Fragen der Gleichberechtigung erreicht wird? Wohl kaum. Vielmehr wird - nicht nur aufseiten der Männer - der Nährboden für Neid aufbereitet.
Parallel können sich Unternehmen mit Quotenerfüllung herrlich um echte Gleichstellung schwindeln. In den entsprechenden Selbstbeweihräucherungsschriften der Konzerne wird dann im (von Männern geschriebenen) Vorwort darauf verwiesen, wie viele Frauen den Sprung in welche Führungsetagen geschafft haben. Mit dem Feigenblatt kann bestens verdeckt werden, welch Schieflagen in Sachen Bezahlung oder Kinderbetreuung nicht ausgeglichen werden.
Um auf dem Boden zu bleiben: Die EU will jetzt einmal nur Aufsichtsratsposten regeln. Doch schon der Einstieg ins Quotengeschäft stellt eine Themenverfehlung dar. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 15.11.2012)
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gleiche qualifikation gibt es so gut wie nie. wenn 2 leute tatsächlich den gleichen bildungsabschlussabschluss, die gleiche arbeitserfahrung, die gleichen erfolge, das gleiche alter haben, dann muss man solange in vernünftigen kriterien weitervergleichen bis man einen unterschied zugunsten einer person hat.
das nach geschlecht zu machen war früher so und das war falsch. grundfalsch. und die lösung ist sicher nicht, dass man diskriminierung als lösung für diskriminierung fordert.
regt sich niemand auf. Bei Frauen, die ausschliesslich bei gleicher (!) Qualifikation wie ihre Mitbewerber den Job bekommen koennen, ist die Aufregung unter Eiern gross.
gegen Bevorzugung bei "gleicher Qualifikation" ist auch nichts zu sagen, aber Quote heißt was anderes. Nämlich dass unabhängig von der Qualifikation ein best. Prozentsatz anhand eines Kriteriums (Geschlecht) zu besetzen ist - und das ist für alle Beteiligten dämlich.
Was die Freunderlwirtschaft betrifft bin ich bei Ihnen und ja, es gibt viele unqualifizierte Männer in hohen Positionen. Und das sollte man bekämpfen, aber nicht dadurch, dass man sie mit unqualifizierten Frauen austauscht.
Sehr wohl - Seilschaften und Freunderlwirtschaft müssen - unabhängig vom Geschlecht - zerschlagen werden!
Ich glaube, dass mittlerweile viele BürgerInnen - gerade im Licht der immer weitere Kreise ziehenden Korruptionsfälle - zurecht dieser Meinung sind.
Sg. Herr Schnauder - *das* ist das geringste Problem daran, das kann man sich erstens ohne Quote auch schon anhören ("Die hat den Job nur gekriegt weil Sie eine Frau ist, als Mann hat man ja gar keine Chance mehr heutzutage / sich hochgevögelt hat / etc."), und zweitens muss man im erreichten Job seine Kompetenz so oder so unter Beweis stellen, was solche Stimmen meist schnell verstummen lässt. Und Neider finden sowieso immer einen Grund, jemanden auszurichten oder zu erklären warum sie/er den Job nicht verdient hat - allen kann man es sowieso nicht recht machen, damit müssen Frauen wie Männer halt leben.
Kein Mensch traut sich nämlich einen noch zu behelligen, wenn man erstmal am Ruder sitzt.
Ich keinen keinen Mann, der sich dafür geniert, dass er seinen Job über Seilschaften, Protektionen und Papas Hilfe bekommen hat.
Hahaha...da versucht ein vezweifeltes Manderl Frauen ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie es wagen, sich dasselbe zu nehmen, wie es Männer tun.
Was für ein Schenkelklopfer!
You made my day.
These:
"Frauen müssen sich über ihren gelungenen Aufstieg ärgern, wenn er als Folge eines Privilegs angesehen wird"
Antithese:
"Männer müssen sich für ihren gelungenen Aufstieg schämen, wenn er als Folge guter Netzwerkbeziehungen mit Gegengeschäftscharakter angesehen wird"
dass gute Netzwerkbeziehungen kein primäres Geschlechtsmerkmal darstellen :)
Schonmal überlegt weshalb Frauen in der Regel weniger verdienen als Männer obwohl die Kollektivverträge geschlechtsneutral verfasst sind? bestimmt nicht weil die Unternehmen regelmässig zu den männlichen Mitarbeitern gehen und ihnen freiwillig eine Gehaltserhöhung verpassen :)
dass frauen gezielt informationen vorenthalten werden. bei uns läuft das so: chef kommt: herr ..., da wird sich bald was tun, wollen sie nicht - ich werde mich dafür einsetzen blablabla. ach - frau maier, guten morgen. wenn sie kommen, geht die sonne auf. hübsches kostüm übrigens.
wer wird den job bekommen?
anwort: es ist nicht frau maier, obwohl herr... zu frau maier geht und sagt: frau maier, sie kennen sich in dem und dem bereich der firma aus, wollen sie mir nicht ein bisschen erklären, zeigen......
aber das ist sicher nur bei uns so.
Schlimmer als jetzt kann der mangelnde Durchblick bei der "Aufsicht" (v.a. in Staats- und staatsnahen Betrieben) schon nicht mehr werden ... Sie werden sich halt über ihre Tantiemen freuen können und v.a. abgehalfterte Politikerinnen werden jetzt endlich zu einem Ausgedinge gelangen. Ein durchaus feministischer "Erfolg"!
Ich habe erlebt wie eine Quotenfrau an die oberste Spitze gehievt wurde, weil man unbedingt eine Frau ranlassen wollte. Danach sind die MitarbeiterInnen immer mehr frustriert, viele haben das Handtuch geworfen,meist die Fähigen. Heute stehen wir schlechter da, als vorher mit einem Mann als GF.
Ob Mann oder Frau, im Berufleben zählt die Qualifikation, die Menschlichkeit, die Vernunft und nicht was man zwischen den Beinen hat.
also vorsichtshalber intregieren und evtl. mobben, anstatt die frau beweisen zu lassen dass sie was kann oder auch nicht kann... abgesehen davon sollte eine quote ja nur bei GLEICHER qualifikation greifen. naja, spricht nicht sehr für deine firma.
Wie vierle ungeeignete Männer sind schon in Führungspositionen gehievt worden, weil sie z.B. dem richtigen Freundeskreis angehörten, der richtigen Partei oder aus dem richtigen Teilunternehmen eines Konzerns entstammen? Auch in diesen Hierarchieebenen gibt es eine Art Quoten. Unausgesprochene meist. Wer welchen Posten bekommt, ist meist eine im weiteren Sinne politische Entscheidung. Qualifikation oder Eignung zählen da nur beiläufig.
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