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vergrößern 1000x1183Die Land(e)karte Nachhaltige Donaustadt, erhältlich unter umweltschutz.wien.at

Die von Jugendlichen gestaltete Grünfläche neben der U2-Trasse: Die " Totems" werden "Wächter der Sprüche" genannt.

Oben rattert die U-Bahn - unten scheppern Roller: Die Flächen unter der U-Bahn wurden zum Scooter-Treff.
Wien - Während oben die U2 rattert, scheppern unten die Roller: Der Platz unter der neuen U-Bahntrasse in Wien-Donaustadt ist längst zum angesagten Treffpunkt der Scooter-Szene geworden. Und ein Stück weiter, gleich bei der Station Lobau, haben die Radfahrer ihren Bike-and-ride-Platz: 500 Radlständer, ebenfalls zwischen den Pfeilern unter der Linie U2.
Aber das ist keine Selbstverständlichkeit: "Das war ein langer Kampf, bis wir diesen Platz nutzen konnten", berichtet Josef Taucher, stellvertretender Bezirksvorsteher von Donaustadt (SP). Normalerweise ist der Raum unter einer U-Bahn-Trasse Sperrgebiet, und es habe einige Überzeugungsarbeit gebraucht, um diesen Raum für Jugendliche und Radler öffnen zu können.
Wieder gleich ums Eck: ein Grünstreifen mit einem etwas anderen " Spielplatz" und malerischen Totems, der von Jugendlichen gestaltet wurde, die sich "sehr fern des Arbeitsmarktes" befanden - im Rahmen des Beschäftigungsprojekts Spacelab.
Was diese beiden Donaustädter Ecken gemeinsam haben? Sie finden sich auch auf einem Stadtplan der besonderen Art, einer "Land(e)karte" des 22. Wiener Gemeindebezirkes mit 99 einzelnen Punkten darauf: "99 Orte der Nachhaltigkeit bei denen Nachhaltigkeit erlebbar, be-greifbar gemacht wird", wie Eva-Maria Persy von der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 während eines Grätzelspaziergangs erläutert.
Die Initialzündung zu diesem Projekt sei die Arbeit an der " Nachhaltigkeitsstrategie Österreich" gewesen, berichten Taucher und Persy. Sie beide seien in diesen "mühsamen Sitzungen" gesessen, in denen " um jedes Wort gefeilscht" wurde. Eh wichtig. "Aber wir hatten auf einmal das Gefühl: Wir wollen etwas tun - wir wollen etwas zum Angreifen machen." Und dann hätten sie entdeckt, dass sie jeweils Potenziale hätten, die sie noch nie zusammengebracht hatten: Sie, die als Nachhaltigkeitskoordinatorin der MA 22 das Know-how mitbringt - und er, der Bezirkspolitiker, der ständig unterwegs ist: "Der Josef ist für unsere Anliegen der Türöffner", fasst Persy zusammen.
Und als sie mit ihrer Suche begannen, dauerte es auch nicht lange, bis sie die 99 beispielhaften Orte beisammenhatten - in den unterschiedlichsten Lebens- und Erlebensbereichen des Bezirkes, seien es etwa Stätten der nachhaltigen Bildung wie die Waldschule Lobau im Nationalparkhaus oder das Jugendzentrum Hirschstetten mit seinen ÖkoRitterInnen & ClimateCoolers.
Nachhaltig kann auch die "Generationengerechtigkeit" sein, sei es der Generationenspielplatz Kagran, der bewusst als Ort der Begegnung und Kommunikation aller Altersstufen entworfen wurde, oder der Radcoach für Senioren, wo geschulte Seniorinnen bei Ausflügen auch anderen älteren Semestern das Radeln wieder schmackhaft machen. Da gibt es auch die Orte der Grünen Donaustadt; das Selbsterntefeld und die Ökoparzellen, auf denen Städter Gemüse selbst ziehen und ernten können, oder den ÖBB-Kleingartenverein Kagran, in dem biologisches Gärtnern gepflegt wird.
Die Karte führt zu beispielhaften nachhaltigen Bezirksentwicklungsprojekten wie etwa besagten Bike-and-ride-Anlagen oder dem Bauernmarkt Stadlau mit regionaler, saisonaler Nahversorgung.
Und nicht zuletzt wird auch aufgezeigt, wie nachhaltiges Wirtschaften aussehen kann: in umweltfreundlichen Hotels oder bei den Stadlauer Kaufleuten - wo der ganze Einkaufsstraßenverein sich ökologisch neu positioniert.
Ist das Bewusstsein geweckt, wird dann auch nachhaltig gefeiert: Beim Stadlauer Kirtag mit seinen rund 100.000 Besuchern gibt's jetzt nur noch Pfandbecher. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD, 14.11.2012)
Die "Land(e)karte Nachhaltige Donaustadt" kann bei der MA 22 gratis bestellt (01/4000-73420) - oder auf der Homepage umweltschutz.wien.at heruntergeladen werden.
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Und jetzt noch bitte einen Platz, wo man ordentlich RC-fahren kann (Anm.: RC = Radio/Remote Controlled = Ferngesteuert).
Gibt's nämlich defacto nicht in Wien. Gab's mal bei der Donauinsel, wurde aber wegen Anrainerbeschwerden platt gemacht. Auch verständlich dort, weil mit Benzinern gefahren wurde, die nun mal stinken und Lärm machen. Aber die Elektro-Fahrer hatten dadurch halt auch den Schaden.
Bleiben also kostenpflichtige Clubs (gibt's in Wien praktisch auch kaum welche) oder eben das Wildfahren "auf der G'stetten" – wo immer das auch ist.
Also bitte, BITTE: Es gibt schon so viele Skaterparks und die eine oder andere BMX-Bahn. So eine Mischung aus beidem explizit für RC-cars, wo es niemanden stört und man sich austoben kann!
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