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Wie mediale "Steintaler" fühlen sich ORF-Macher, so der Anstalt Social Media verboten bleiben.
Wien - Donnerstag muss der ORF seinen Stiftungsräten den Finanzplan für 2013 und die Finanzvorschau für fünf Jahre vorlegen. Spätestens 2014 wird es eng, schraubt die Medienpolitik nicht 2013 vor der Nationalratswahl am Gesetz.
Die teuersten Rechte aller Zeiten für die Olympischen Spiele in Sotschi plus Fußball-WM in Brasilien sind nur ein Teil der Malaise: Ähnlich geht verloren, wenn die Abgeltung des Bundes für gebührenbefreite Haushalte 2013 endet. 30 Millionen pro Jahr überweist die Republik bis dahin.
Der ORF muss sein Budget für 2014 wieder bis 15. November vorlegen. Sind die zumindest 30 Millionen extra vom Bund nicht verlängert, geht es wieder ans große Drohen: weniger Geld für österreichische TV-Produktionen (grob mit "Film"-Wirtschaft betitelt), was die Produzenten wieder laut protestieren lässt. Weniger Untertitel und Audiokommentare - rufen Verbände von Seh- und Hörbehinderten auf den Plan. Das ORF-Orchester wird wohl auch wie gewohnt infrage gestellt.
Das macht eine Novelle selbst im Wahljahr wahrscheinlich. Die Chancen erhöht, dass der Verwaltungsgerichtshof Mittwoch die Medienbehörden bestätigte: Der ORF darf sich laut Gesetz nicht in Social Media umtun. Kommt eine Novelle, könnte sich das Kanzleramt schwertun, Erkenntnisse seiner Arbeitsgruppe für einen kleineren Aufsichtsrat beiseitezulassen - wenn die dann nicht mehr zu neunt vertretenen Länder zustimmen. Der kleinere Rat böte SPÖ und ÖVP auch die Chance, Einfluss der Opposition zu reduzieren. Die Redakteure indes hoffen auf mehr Mitbestimmung und weniger Politeinfluss. Und für den ORF könnten neue Programmvorgaben herausspringen, damit die Medienbehörde seine TV-Kanäle nicht mehr als gesetzwidrig einstufen kann. (Harald Fidler, DER STANDARD, 15.11.2012)
Gesetzesprüfungsverfahren eingeleitet - Entscheidung bis Herbst erwartet - ORF über VfGH-Bedenken erfreut
Das Gesetz untersagt dem ORF neben Glücksspielen und Erotik an öffentlich-rechtlichen wie kommerziellen Web-Angeboten auch "soziale Netzwerke sowie Verlinkungen zu und sonstige Kooperationen mit diesen"
"Viel zu eng" legt die Medienbehörde das Gesetz aus, findet Wrabetz - Verleger und VP gegen Rot, Grün, Blau, Orange
Bescheid der Medienbehörde schließt aus Gesetz: "Eigene Auftritte des ORF im Rahmen sozialer Netzwerke kommen überhaupt nicht in Betracht"
denn dieses gesetz muss gekippt werden, und nicht drum herum laviert.
der kunde muss das recht haben, a) ein programm seiner wahl zu sehen und b) darüber in sozialen netzen zu debattieren, auch auf offiziell geführten portalen (da man kinder hat und einer seite vertrauen will), und c) eine schnelle programminformation auf beliebige weise zu erhalten, dem medium muss freistehen, die information so weit reichend wie das budget erlaubt unterzubringen.
und das heisst, der kunde kann all das auf einem gerät seiner wahl und bequemlichkeit abrufen, am fernseher, smartphone, kühlschrankdisplay, gameconsole, über satellit, wifi, stadtkabel, terrestrischen funk.
in einem modernen land, wohlgemerkt.
warum muss die olympiade direkt übertragen werden? zeitversetzt wäre billiger und auch in ordnung. warum muss jedes land da seine livesendungen haben? würden die sender zusammenhalten, könnte das unsägliche olympische wuchersystem vielleicht in die schranken gewiesen werden.
Geil. Der ORF leistet sich superteure Sportrechte, scheißt aufs Budget und wird dafür subventioniert. Ich wünsche den Verantwortlichen von ganzem Herzen dass der ORF bald umstrukturiert wird, und rein privatwirtschaftlich geführt wird. Dann würds solche Spinnereien nicht mehr geben - und falls doch wäre die Ära dieser Herrschaften sehr schnell vorbei.
So wie sich die Geschäftsführung und die Diva der ZIB zu diesem Thema aufführen (ja bitte nehmt ihnen die Handys ab !!!), glaubt man, das Höchstgericht habe Majestätsbeleidigung betrieben. Wie verkehrt doch die Welt des ORF sein muss ......
aber diese Entscheidung ist sowas von jenseitig. Die Herren Richter haben einfach keine Ahnung wie sich die Medien und Medienkonsumgewohnheiten verändern, Fernsehen und Radio ist mittelfristig ohne Online-Ast beziehungsweise Interaktionsangebot undenkbar. Genausogut könntens den Ton verbieten.
Auf der anderen Seite auch wieder gut, dann quackt mich mein Fernseher wenigstens nicht auf Twitter und Facebook an, dass ich ihn anmelden soll.
sie sprechen da an sich ja die größte sauerei ganz nebenbei aus. was ist das für ein gesetz bzw. was für eine gsetzgebung bei der zwei betroffenen parteien nach wirtschaftlichen interessen verteilungsschlüssel festlegen. die verantwortung des gesetzgebers für ein schlechtes gesetz kann nicht damit abgetan werden, dass es ja die betroffenen einmal so wollten. sollte ein mediengesetz nicht den realitäten der aktuellen medienkultur mehr entsprechen und sich an denen orientieren statt an den finanziellen interessen von lobbygruppen?
Leider wird zu oft Parteipolitik statt Medienpolitik betrieben... Das ist leider wahr.
Falls Novelle kommen sollte, hoffe ich lediglich auf klarere Definition des öffentlich-rechtlichen Auftrags und den Schritt raus aus der Medien-Steinzeit mit Aufhebung des Social Media Verbots.
es ist doch käse, die parteien scheinbar rauszuhalten, reine abtäuscherei die zur totalen ineffizienz führt.
statt dessen kanns nur so gehen, dass die parlamentsparteien selbst je einen aliquoten anteil der sendezeit bestreiten, und dabei völlige freiheit geniessen, und ein entsprechendes budget bekommen. sie dürfen dabei auch koalitionen für sendungen bilden, damit sie sichs leisten können. sie dürfen an regisseure und redakteure delegieren.
aber: sie konkurrieren damit erstmals in der geschichte wahrhaftig und mit ihrem eigenen gesicht, statt über die hintertür mit der bekannten niedertracht.
wenn sie selbstbeweihräuchern, werden sie keine zuseher haben, sondern nur mit qualität, unterhaltung, und interessanter information.
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