Russland hat wieder Verbindung in den Orbit

Straßenbauarbeiten hatten für vorübergehende Unterbrechung gesorgt - keine Auswirkungen auf die ISS

Moskau - Russland hat nach eigenen Angaben wieder Kontakt zu seinen zivilen Satelliten und der Internationalen Raumstation ISS. Ein bei Straßenbauarbeiten in Moskau beschädigtes Kabel sei repariert, die Verbindung wiederhergestellt, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde, Alexej Kusnezow. "Das System funktioniert wieder völlig normal."

Wegen des defekten Kabels waren Russlands Verbindungen zum Großteil seiner zivilen Satelliten und seinem ISS-Modul abgerissen. Nach Angaben von Roskosmos und NASA wich Russland daraufhin auf die NASA-Kanäle aus. Beide Seiten versicherten, der Vorfall habe keine Auswirkungen auf die ISS-Mission. "Es handelt sich um einen Kabelbruch außerhalb des Raumfahrt-Kontrollzentrums von Moskau. Das kommt immer mal wieder vor. Sie können immer noch über uns mit ihrem ISS-Segment kommunizieren", sagte NASA-Sprecher Josh Byerly.

Militärsatelliten waren laut den Moskauer Behörden nicht von der Panne betroffen. Am Mittwoch startete sogar ein neuer, der die Kommunikation mit Schiffen und Flugzeugen auf Patrouille im Nordpolarmeer verbessern soll, ins All. Der Start von "Meridian" mit einer Trägerrakete vom Typ Sojus-2.1a vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk, sei erfolgreich gewesen, sagte ein Sprecher der Streitkräfte der Luft- und Weltraumabwehr. Zuletzt war im Dezember 2011 eine Mission eines "Meridian"-Satelliten wegen eines Triebwerkschadens fehlgeschlagen. (APA/red, derStandard.at, 15. 11. 2012)

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