Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Eine Facebook-Kampagne hat sich gegen die deutsche Pfarre von Mariä Heimsuchung Dorrmund-Bodelschwingh durchgesetzt. Der Fall des Jungen Jens Pascal hatte auch international für Schlagzeilen gesorgt.
Der Neunjährige, passionierter Fußballer und glühender Anhänger von Borussia Dortmund, war vergangenen Mai an einem Gehirntumor verstorben. Er hatte sich von seiner Mutter einen Grabstein mit dem Emblem seines Lieblingsklubs gewünscht.
Im Krankenhaus war er unter anderem vom Trainer der "Borussen", Jürgen Klopp, besucht worden. Das Team feierte wenige Tage vor Pascals Tod den Meistertitel in der Deutschen Bundesliga.
Den Grabsteinentwurf mit dem Wappen des BVB und einem Fußball an der Spitze hatte die Pfarre allerdings abgelehnt. Sie verwies darauf, dass dieser der Friedhofsordnung, wonach nicht-christliche Einschriften und Symbole nicht erlaubt seien, nicht entspreche. Auch die Inschrift "Echte Liebe", gleichzeitig ein Slogan des Klubs, missfiel dem Pfarrgemeinderat, der die Skizze einstimmig ablehnte.
Daraufhin bildete sich eine Facebook-Seite mit dem Titel "Letzter Wunsch von Jens Pascal" auf Facebook, wo sich viele User empört über das Vorgehen der Kirche zeigten. "Das ist eine Frechheit", so einer der Einträge, "Ich will, dass die Kirche nicht von Regulatorien geleitet wird. Zeigt mir euer Herz!".
Die Kampagne überwand dabei auch die Grenzen der sportlichen Rivalität. Nicht nur Anhänger von Borussia Dortmund setzten sich für die Erfüllung seines Wunsches ein, auch Fans anderer Vereine wie Schalke 04 oder Bayern München brachten ihre Unterstützung zum Ausdruck. Zuletzt hatte die Seite über 140.000 Fans.
Erfolgreicher Schulterschluss
Nun ist die katholische Pfarrgemeinde zurückgerudert. Den Grabstein von Jens Pascal wird nun doch das BVB-Emblem zieren, allerdings auf der unteren Seite. Als Kompromiss wird sich statt des Fußballs eine Taube an der Spitze finden. Auch die Inschrift wurde genehmigt. Die Pfarre betont, dass man nie dem letzten Wunsch von Pascal im Weg stehen wollte, aber einen Ausgleich zwischen Kirchengemeinde, Friedhofsordnung und den Interessen der Eltern finden musste.
Auf der Facebookseite bedankten sich die Initiatoren bei den vielen Teilnehmern. "Es ist geschafft. Jens Pascal bekommt seinen Stein zwar abgeändert, aber er bekommt ihn! Ruhe in Frieden, kleiner Borusse!" (red/Reuters, derStandard.at, 15.11.2012)
"Amerikanischer Ingenieur" spiegelte Liebe vor und lockte 40-jährigem Opfer Geld für vermeintliche Firmengründung heraus
Mobilfunker bieten Telefonie und Internet an, Samsung tauscht Haushaltsgeräte
Der WebStandard und Microsoft verlosen ein Surface Pro mit Type Cover
Zeichensatz wurde am 17. Juni 1963 standardisiert - Mittlerweile in Unicode aufgegangen, ASCII Art bleibt erhalten
Unternehmen mit Geschäftsverbindungen nach China betroffen
Das Wort wurde nun offiziell ins Englische Wörterbuch aufgenommen, trotz seines kurzen Bestehens
Schicken Sie uns Fotos von Obama im Einsatz auf verschiedenen Gadgets
Am 21. Juni finden in Linz die TED-Talks statt
Fordert bewaffnete Aktion gegen türkischen Ministerpräsidenten ähnlich Stauffenbergs "Operation Walküre" gegen die Nazi-Führung
Wissenschafter sehen starke Ablenkung durch neue Systeme
"Bezahlte Rezensionen von Studenten" - LG greift beruhigend ein
Regisseur Peter Jackson gibt eine Vorschau auf "The Desolation of Smaug"
Bisher größtes Lego-Objekt aus mehr als fünf Millionen Einzelstücken - 32 Personen haben daran gerarbeitet
49-Jähriger wollte sich in Spanien Spiel der Primera Division ansehen
Ehemaliger polnischer Regierungschef veröffentlichte persönlichen Brief
Zum 150. Geburtstag der "Tube" - keine Bilddateien enthalten
Technischer Fehler ließ bei Verlosung die falschen Benutzer jubeln
Abschiedssong "Clouds" wurde auf Youtube mehr als vier Millionen mal aufgerufen
Überwachungspolitik der USA wird auf Satire-Seite zum Internet-Meme
Erste Informationsveranstaltung des Landes in Kössen kommende Woche
Berater: Es wird weiterhin frei zugängliche Online-Zeitungen geben
Mitarbeiter sollen in "natürlicherem, parkähnlichen Umfeld" arbeiten
man stelle sich eine moderne kirche, mit volksnahen vertretern, einer "normalen Auffassung" der realität, mit nützlichen diensten für die allgemeinheit und akzeptanz für andere religionen.
für eine solche instituion würde ich auch einen sinn sehen. eine organisation die nur den sinn hat uralt rituale durchzuboxen, macht für mich keinen sinn.
wenn der junge ein Türke wäre und sich auf einem islamischen Friedhof mit so einem BVB-Grabstein beerdigen lassen will und ein Imam erlaubt es ihm nicht?
gäbe es dann auch so eine Protestwelle?
gäbe es da auch ein Facebook-Gruppe die den Islam beleidigt und ihm vorschreibt was auf seinem Friedhof stehen darf?
Ich probier's anders.
Es gibt ja Gesetze, nach denen DARF man sich nicht einfach irgendwo begraben lassen sondern muss das auf einem Friedhof tun. In kleinen Ortschaften ist das fast zwangsläufig auf dem einzigen Friedhof im Ort und der ist in den meisten Fällen "katholisch".
Gibt es Regeln für die Grabsteingestaltung, wenn ich KEINER Religion angehöre?
Kann die Kirche Einspruch erheben, wenn ich als konfessionsloser Toter mich erdreiste, auf dem "christlichen" Friedhof einen "unchristlichen" Grabstein zu haben?
Stimmt natürlich, aber angeschwemmt wird es bei uns wieder durch das Englische. "Nichtchristlich" wäre einfach die näherliegendere Wahl gewesen.
Gibt ja auch genügend Anglizismen, die eigentlich aus dem Französischem kommen, da das Englische zu großen Teilen darauf beruht.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.