Burgenland und Ungarn wollen Bahnkreuzungen sicherer machen

14. November 2012, 15:11
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Experten arbeiten an Maßnahmenpaket

Eisenstadt - Im Burgenland wird in zwei Wochen die grenzüberschreitende Initiative "SiEBaWe" gestartet. Die Abkürzung steht für "Sicherheitsinspektionen von Eisenbahnkreuzungen entlang der grenzüberschreitenden Bahnlinie im Burgenland und Westungarn". Dabei sollen Eisenbahnkreuzungen von Experten geprüft und in weiterer Folge sicherer gemacht werden. Die Kosten für das von der Europäischen Union geförderte Projekt betragen insgesamt rund 480.000 Euro, so Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ).

Im Burgenland ist es im heurigen Jahr besonders an einer Eisenbahnkreuzung zu Zusammenstößen von Bahn und Pkw gekomme. Es handelt sich dabei um jene nahe der B50 bei Oslip (L313). Meist enden derartige Unfälle für die Pkw-Insassen mit schweren Verletzungen oder mit dem Tod, erklärte Thomas Leitner, Leiter des Landesstelle Burgenland des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).

Weiß blinkendes Licht in Ungarn

Der Grund für Zusammenstöße an Eisenbahnkreuzungen ist aber nicht immer die Unachtsamkeit, auch fehlendes Wissen von ortsfremden Personen kann der Auslöser sein. In Ungarn gibt es beispielsweise ein weiß blinkendes Licht, das nur als Kontrolllicht fungiert und signalisiert, dass alles in Ordnung ist. Fällt das Licht aus, sei besondere Vorsicht geboten, so Herbert Mayr von der Raaber Bahn. Aber unwissende Autofahrer würden genau deshalb oft falsch handeln und sich in große Gefahr begeben.

"Diese neue österreichisch-ungarische Zusammenarbeit ist ein Gemeinschaftsprojekt zur Erhöhung der Sicherheit entlang der grenzüberschreitenden Bahnlinien im Burgenland und Westungarn", sagte Niessl. In den nächsten 19 Monaten soll ein Maßnahmenpaket geschnürt werden. 

Verschiedene Maßnahmen

Dieses Paket umfasst die Sicherheitsinspektion an ausgewählten Eisenbahnkreuzungen durch Experten, die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs und eines Sanierungskonzepts, Bewusstseinsbildung und Information in Sachen Sicherheit und richtiges Verhalten sowie den Aufbau einer grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe mit Verkehrsexperten und Behördenvertretern.

Das Projekt wird vom Land Burgenland und von der Nationalen Entwicklungsagentur Ungarn kofinanziert. Experten der Universität Györ begleiten die Arbeit wissenschaftlich. (APA, 14.11.2012)

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