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Rom - Die römische Cloaca Maxima wird restauriert. Diese Woche begannen die Arbeiten am ältesten Abwassersystem der Stadt, das schon etwa 2.600 Jahre alt ist und damit zu den ältesten Kanalisationen der Welt gehört. Die Restaurierung wird in einer ersten Phase eine 1,5 Kilometer lange Strecke des Kanalisationssystems betreffen, die durch das Stadtzentrum läuft. In den Jahrzehnten haben sich Steine und Geröll angesammelt, die den Durchfluss des Wassers erschweren. An einigen Stellen drohen Teile des Kanalisationssystems einzubrechen, berichtete ein Sprecher der Gemeinde Rom.
Die Stadt hofft, bald die Finanzierungen aufzutreiben, um die gesamte Cloaca Maxima zu restaurieren, die auf Anordnung des fünften Königs von Rom, Tarquinius Priscus, um 600 vor unserer Zeitrechnung erbaut wurde. Es sollte damals das überschüssige Wasser im Tal zwischen den Hügeln Campidoglio und Palatin ableiten. Die Cloaca Maxima verband das Forum Romanum mit dem Tiber. Die Abmessungen der Cloaca Maxima betragen bis zu drei Meter Breite und mehr als vier Meter Höhe.
In gut zweieinhalb Jahrtausenden wurde zwar vieles erneuert, doch das komplexe Kanalisationssystem ist grundsätzlich erhalten geblieben. Wie schon bei den alten Römern werden die Abwässer auch heute noch in die Flüsse Tiber und Aniene geleitet - sehr zum Leidwesen von Naturschützern. Die nationale Umweltorganisation Legambiente verweist auf Studien, nach denen beide Flüsse stark verschmutzt sind. "Die Abwasseraufbereitung lässt noch sehr zu wünschen übrig", beklagt ein Sprecher des Umweltschutzverbands. (APA/red, derStandard.at, 14. 11. 2012)
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Gut dass Sie den erwähnen!
Auf den Herrn sind nämlich wir Sabiner nicht gut zu sprechen. Der hat uns ordentlich eine auf die Rübe gehaut, und dann noch ausgeraubt um seinen berühmten Jupitertempel zu bauen.
Muss auch mal gesagt werden!
Das ist bitte römische Propaganda! Livius, ein ganz übler Ideologe! Typische Siegergeschichtsschreibung, wie im Fall der Karthager, die angeblich kleine Kinder gefressen haben.
Im Gegenteil, wir Sabiner waren in der ganzen Antike weit und breit als äusserst friedlich und nett bekannt, wie ja auch die Geschichte mit unseren geraubten Frauen klar beweist!
Ich stimme Ihnen zu, dass die Karthager - großteils wohl zu Unrecht - der römisch gefärbten damnatio memoriae anheimgefallen sind. Dass aber die Sabiner die Blumenkinder, also gewissermaßen die "Love & Peace"-Generation der Antike gewesen sein sollen, ist mir neu. War denn nicht einer der höchsten von Euch verehrten Gottheiten der allseits gefürchtete Kriegsgott Quirinus?
auweia, schon ein Pech hier auf jemanden zu treffen der sich auskennt... (aber wie sagte ein Wahlkampfmanager Romneys unlängst so schön: wir lassen uns unsere campaign nicht durch fact checker ruinieren!)
Also gut Quirinus: schön, auf den brauchen wir uns love&peace-mässig nichts einzubilden - aber genau den haben sich die Römer dann ja angeeignet und jetzt residiert in seinem Tempel Napolitano!
Aber dafür hatten wir auch Vacuna, die eine Gute war!!
(übrigens - weil ich ja jetzt auch erst mal meine Kenntnisse auffrischen musste -, d spanische Wikipedia ist (neben der engl.) echt informativ über die Sabiner:
http://es.wikipedia.org/wiki/Sabinos )
Danke für den Link, die spanische Wiki ist tatsächlich sehr umfangreich. Ebendort wird allerdings Minerva als ursprünglich sabinische Gottheit bezeichnet - dabei dürften die Sabiner den Minerva-Kult ihrerseits erst von den Etruskern übernommen haben (beim Zeus, bin ich heute wieder pingelig).
passt schon, denn 1., lernt man dabei und 2. gebeut das schliesslich schon Ihr nickname!
Die Verhältnisse der italischen Stämmen untereinander und zu den Extra- und Proto-Italikern scheinen ja ziemlich komplex gewesen zu sein und auch nicht gerade gut dokumentiert, daher ist es wahrscheinlich auch nicht immer ganz einfach zu sagen, wer da etwas von wem übernommen hat.
Wie so oft sind halt auch im antiken Italien viele historische Ereignisse erst lange post festum, aus römischer Sicht verklärt und noch dazu mythologisch-sagenhaft verbrämt aufgezeichnet worden. Über Ihre Sabiner weiß man da ja noch verhältnismäßig viel.
P.S.: Ich habe gerade rein interessehalber den deutschen Wiki-Eintrag zu den Sabinern angeschaut - im Vergleich zum spanischen ist das ja ein Witz! Da sind ja nicht mal Ihre Vacuna und mein Quirinus erwähnt ...
Witz: fand ich auch... und die Italiener haben sich auch nicht gerade angestrengt, was ich etwas schäbig finde (haben immerhin Interessantes zur Etymologie) (dabei ist die it. Wikipedia für ital. und röm. Kultur oft sehr gut).
Den Römern muss man immerhin zugute halten, dass sie die eroberten Völker u. Kulturen meistens ziemlich erfolgreich und ohne Ranküne assimiliert haben - auf sabinische Herkunft war man in späterer republikanischer und in der Kasiserzeit ja sogar ausgesprochen stolz.
Bevor man gleich den Ruf der ganzen Stadt ruiniert: Selbstverständlich sind diese "Abwässer", die direkt im Tevere landen, vor allem das was vom Himmel runterkommt. Rom hat natürlich durchaus Kläranlagen für das was aus den Häusern kommt. - Wer z.B. mit dem Roma-Lido nach Ostia fährt, muß häufig noch nicht mal aus dem Fenster blicken, um in Tor di Valle jeden Zweifel an der Existenz solcher Anlagen zu verlieren. ;-)
Keine Sorge, Ostia hat eine moderne Kläranlage, auch dort endet die Kanalisation nicht einfach am Strand. Allerdings ist der Stadtstrand ziemlich, ähh, sagen wir mal "optisch unbefriedigend". Das Wasser ist an sich zwar relativ sauber, aber wenns nach längerer Trockenheit mal kräftig regnet, spült das über die Bäche ins Meer gespülte Oberflächenwasser in kurzer Zeit alles rein, was sich in den Monaten zuvor auf der Oberfläche angesammelt hat. Und da es dort in der Umgebung sowohl den GRA gibt wie auch den Flughafen Fiumicino und auch etwas Landwirtschaft, sowie die Mündung des Tevere gleich hinter der Marina, hat man dann für 2-3 Tage in der Nähe dieser Zuflüsse einen Cocktail im Meer, der empfindlichere Hauttypen durchaus reizen kann.
Der GRA ist der "Grande Raccordo Anulare", die große, 6-spurige Außenringautobahn, die rund um Rom führt. Dort ist normalerweise immer ein immenses Verkehrsaufkommen. Ein Großteil des Fernverkehrs läuft da drüber weil er alle großen Straßen (Casilina, Prenestina, Tuscolana, Appia etc.) miteinander verbindet, und egal woher man kommt, um nach Rom rein zu fahren, muß man den GRA entweder kreuzen (falls man zufällig schon auf der richtigen Straße für sein Ziel unterwegs ist), bzw. auf diesen auffahren, um zur gewünschten Hauptstraße zu kommen. Da das (Haupt-)Straßensystem in Rom sternförmig aufgebaut ist, kommt man so sehr einfach (wenn auch verkehrsbedingt trotzdem nicht immer schnell...) zu jedem beliebigen Punkt der Stadt.
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