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United Internet steigt anderthalb Jahre nach dem Rückzug wieder beim Telekom-Unternehmen Versatel ein. United Internet wolle dem Finanzinvestor KKR 25,1 Prozent an Versatel abkaufen, teilte der Internet-Dienstleister ("1&1", "gmx.de") am Mittwoch mit. Der Preis für die Beteiligung liege bei knapp 60 Mio. Euro. Nach Aussagen eines United-Internet-Sprechers fließt dabei kein Bargeld.
Stattdessen werde ein Verkäuferdarlehen, das United Internet der US-Beteiligungsgesellschaft damals einräumte, über die Kaufsumme gewandelt. Die Transaktion solle im Dezember über die Bühne gehen.
KKR hatte die damals chronisch defizitäre Versatel im Mai 2011 für gut 240 Mio. Euro geschluckt und von der Börse genommen. Einer der Verkäufer war das damals United Internet - der Konzern trennte sich von seinem Anteil von einem Viertel der Aktien. Die vom Milliardär Ralph Dommermuth gelenkte Firma vereinbarte damals aber eine Option, um bei Versatel wieder einzusteigen. Das Kaufrecht wird nun ausgeübt.
Versatel betreibt eines der größten Glasfasernetze in Deutschland nach der Telekom. Richtig Fuß fassen konnte das Unternehmen aber nicht - seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts wurden Verluste eingefahren. Der Wettbewerb in Deutschland ist hart, die Preise sind stets unter Druck. Die seit der Übernahme durch KKR durchgeführten Restrukturierungen hätten die Ergebniskennzahlen sowie der Free Cashflow von Versatel verbessert, hieß es nun. Neuere Geschäftszahlen von Versatel wollte der Sprecher von United Internet nicht nennen.(APA, 14.11. 2012)
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