Team Stronach will Sprachrohr des Rechnungshofes sein

Für Moser "unerklärlich", er schließt eine Kandidatur aus

Wien  - Das Team Stronach versucht nun, Rechnungshof-Präsident Josef Moser für sich zu vereinnahmen: Die Partei solle das Sprachrohr des RH-Präsidenten sein und "Moser ist aus meiner Sicht auch ein guter Kandidat für die Spitzenkandidatur", erklärte Klubchef Robert Lugar laut Vorabmeldung des Magazins "News". Moser selbst stellte freilich gegenüber der APA am Mittwoch sofort klar, dass eine Kandidatur "ausgeschlossen" sei. Wie es zu Lugars Äußerungen kam, kann sich der RH-Präsident überhaupt nicht erklären.

Er wolle RH-Präsident bleiben, betonte Moser, es komme für ihn keine andere Funktion in Betracht. Auch hob Moser hervor, sich dem Parlament und den Bürgern verpflichtet zu fühlen. Es habe keinen Kontakt zum Team Stronach gegeben. Jeder, der die Forderungen des RH unterstützt, sei willkommen, aber die Arbeit des Rechnungshofs sei "nie exklusiv", meinte Moser auf die Frage, ob er denn ein Sprachrohr brauche. Wie Lugar auf solche Äußerungen kommt? "Ich weiß es nicht", es sei ihm "unerklärlich", so Moser.

Lugar tat gegenüber dem Magazin übrigens auch kund, für eine Dreierkoalition mit ÖVP und FPÖ zur Verfügung zu stehen. Eine solche Variante hatte ÖVP-Chef Michael Spindelegger aber bereits Ende Oktober als "keine realistische Möglichkeit" bezeichnet. (APA, 14.11.2012)

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