Team Stronach will Sprachrohr des Rechnungshofes sein

14. November 2012, 14:16

Für Moser "unerklärlich", er schließt eine Kandidatur aus

Wien  - Das Team Stronach versucht nun, Rechnungshof-Präsident Josef Moser für sich zu vereinnahmen: Die Partei solle das Sprachrohr des RH-Präsidenten sein und "Moser ist aus meiner Sicht auch ein guter Kandidat für die Spitzenkandidatur", erklärte Klubchef Robert Lugar laut Vorabmeldung des Magazins "News". Moser selbst stellte freilich gegenüber der APA am Mittwoch sofort klar, dass eine Kandidatur "ausgeschlossen" sei. Wie es zu Lugars Äußerungen kam, kann sich der RH-Präsident überhaupt nicht erklären.

Er wolle RH-Präsident bleiben, betonte Moser, es komme für ihn keine andere Funktion in Betracht. Auch hob Moser hervor, sich dem Parlament und den Bürgern verpflichtet zu fühlen. Es habe keinen Kontakt zum Team Stronach gegeben. Jeder, der die Forderungen des RH unterstützt, sei willkommen, aber die Arbeit des Rechnungshofs sei "nie exklusiv", meinte Moser auf die Frage, ob er denn ein Sprachrohr brauche. Wie Lugar auf solche Äußerungen kommt? "Ich weiß es nicht", es sei ihm "unerklärlich", so Moser.

Lugar tat gegenüber dem Magazin übrigens auch kund, für eine Dreierkoalition mit ÖVP und FPÖ zur Verfügung zu stehen. Eine solche Variante hatte ÖVP-Chef Michael Spindelegger aber bereits Ende Oktober als "keine realistische Möglichkeit" bezeichnet. (APA, 14.11.2012)

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Es ist eine Verschwendung von guten Pixeln auf dem Display, wenn man Statements der ÖVP anhängt, mit wem sie koalieren wollen oder nicht. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Ankündigungen beliebig strategisch eingesetzt werden und substanzlos sind.

Lol. Sprachrohr sein wollen,

aber jedes Wort sollen die Journalisten sich von Stronach extra mehrfach absegnen lassen.

....

"Eine solche Variante hatte ÖVP-Chef Michael Spindelegger aber bereits Ende Oktober als "keine realistische Möglichkeit" bezeichnet."

Tja, der Spindi kann halt rechnen: 12+10+26 < 50

Diese Art der Vereinnahmung Mosers stammt aus dem Repertoire der Nazi. Wen wunderts.

Jetzt bleibt der Dreck des Team Stronach am parteipolitisch ohnehin suspekten Moser (FPÖ!) hängen.

Und was das Koalitionsangebot betrifft: Ich bin wirklich überzeugt, dass das der Plan B in der Lade der ÖVP ist, vielleicht sogar der Plan A. Die Reaktionen sind eindeutig, wenn man sich die Abfolge der Äußerungen und Dementi ansieht.

Den Moser habens jedenfalls ganz schön angepatzt, der wird sich bei Stronach und C. bedanken :-)

Richtig erinnert Moser kommt aus dem Stall der FPÖ

Witzfigur Lugar

Dieser Lugar ist wie sein "Namensvetter" Lugner ein Vollpfosten. Mehr gibt's da nicht zu sagen.

Das BZÖ - äh - ich mein natürlich das Team Stronach ist mit ihren Populismus-Ideen sicher ein würdiger Nachfolger des BZÖ. Aber ich glaube, der Rechnungshof schafft das schon selbst sich Gehör zu verschaffen.

Ich möchte Robert Lugar als Arbeitslosen sehen.

Wie ich zu dieser Aussage komme? Fragen sie doch Lugar.

Also wirklich, da braucht sich Moser doch nicht wirklich entschuldigen, nur weil irgendein Rotzlöffel etwas von ihm will...

Streu & Weizen des Strohsacks

Bei all den tatsächlich irritierenden Auftritten und Ansagen des neuen Teams+Chef, frage ich mich ob es nicht doch einige Leute in Österreich gibt, die hinter dem schon etwas verkleinerten Frontallappen (der das Blatt vorm Mund verschwinden läßt und sicher noch weitere senil anmutende Auftritte auslösen wird) doch einen richtigen Kern der Stronachschen Botschaften erkennen.

Es ist eine Schande mit welcher Gleichlosigkeit die Aussagen des Rechungshofes von den Regierungsparteien ignoriert werden. Möge das alte Tigerbaby endlich zahnen und die Streu des Stohsacks baldigst verwehen !

keine schlechte Taktik

kein eigenes Programm und zu wenig Zeit um sich mit Themen eingehender zu befassen - was tun?
Da plappern wir mal RH-Berichte nach.
Diese Taktik ist gar nicht mal schlecht, ob sie aufgehen wird ist eine andere Sache.

Vielleicht solltens aber einmal beim ORF auf Spitzenkandidatenfang gehen, dort hat man schließlich Erfahrung mit (Programm)wiederholungen.

Schwachsinn

Lugar sieht es bereits seit Jahren als eine Verpflichtung der Regierung an, einen sorgsamen Umgang mit Steuergeldern zu pflegen. Da der Rechnungshof als Kontrollinstrument der staatlichen Institutionen sorglosen Umgang mit Steuergeldern aufdeckt und bemängelt, ist es wohl nur recht und billig, die Vorschläge des Rechnungshofs umzusetzen. Es ist nur unverständlich, dass die meisten Politiker dies anscheinend nicht so sehen.

sorgsamer umgang mit steuergeldern

und wieviel kostet uns steuerzahler jetzt der neue parlamentsklub mit den abgehalfterten politikern andere parteien?

ab und zu hat er sich zu einem RH-Bericht gemeldet, wie man auf der HP des Parlaments lesen kann, wenn ich mir dann aber die Anzahl seiner Meldungen anschaue (sehr viele) und auch kurz rein lese, dann frage ich mich wieso er sich jetzt so auf das Ablesen von RH-Berichten einschießt, wenn er doch offensichtlich auch anders kann.

Stronachs Leute tun das aoffensihtlich um die Zeit zu überbrücken bis sie ein Programm aufgestellt haben, sie werden dann auch in Zusammenhang mit jedem RH-Bericht in den Medien erwähnt.
TAktisch also klug.

Aber wenn da nicht mehr nachkommt....

:)

lugner - lugar. zufall oder absicht?

Der Rechnungshof hat zuwenig mediale Aufmerksamkeit.

Von daher ist es nur positiv, wenn mehr über den schlampigen Umgang mit unserem Geld diskutiert wird, vor allem im Hinblick auf künftige neue/höhere Steuern.

Der Rechnungshof schreibt sich nun seit Jahrzehnten die Finger wund über Einsparungsmöglichkeiten (ohne Leistungskürzungen wohlgemerkt!), aber nichts passiert. Der öffentliche Druck ist zu gering.

Wie sich die Stronachianer mit diesem grundsätzlich vernünftigen Gedanken kommunikationstechnisch derart brutal selber ins Knie schießen können, ist aber auch schon fast eine Leistung. Würden wir noch im Insektenzeitalter leben, hätt der Darwin schon erbarmungslos zugeschlagen. Ernsthaft, dass muss man erstmal fertig bringen...

ich halte eine "partei", die ...

... bisher nur durch dubiose parteiwechsel und das erkämpfen des klubstatus mit fragwürdigen mitteln aufgefallen ist, für kein standesgemäßes sprachrohr des rechnungshofs.

und dann noch ausgerechnet mit schwarz und blau gegen die korruption kämpfen zu wollen sagt eh schon alles.

volle Vereinnahmung

Das spicht Bände über den Anspruch den Stronach erhebt.
Der will alles kontrollieren!

wer kontrolliert jetzt ALLES?

..eben, die Wappler von SPOEVP, St.Poelten und Wien. Da lob ich mir den 80 jaehrigen Steirer!

so wie ein echo? :-)

wollen können sie ja.

Geht es nur mir so,

oder wird auch der Rest der Community immer sprachloser über die schon fast clowneske Art dieser eigenartiger "Partei"? Den Rest-BZÖlern sei gesagt:"Wenn man in einem Loch gelandet ist,sollte man aufhören zu graben"

.

Einfach nur zum schämen.
Kann man mit einem solchen Alter nicht
einfach die
Rocky Mountains neu entdecken/erwandern?
Und dann noch diese "Jünger"...
Einfach nur zum kotzen.
Dieses Land ist definitiv too small for euch!
Team-Strohsack verursacht max. körperliche
Schmerzen.

Es ist gut dass es eine Fraktion gibt die dem Rechnungshof mehr Bedeutung zuordnet

Die derzeitigen Parteien ignorieren jegliche Missstände die der Rechnungshof aufzeigt. So kann es nicht weitergehen. Die Regierung muss sich verstärkt an die Vorschläge des Rechnungshofes halten.

anhand deiner bewertungen sieht man das die hälfte nicht fähig ist gute ideen anderer als der ihrer partei zu unterstützen

die positiven ideen werden nicht unterstützt aber die schlechten der eigenen partei schon... zum kotzen

das Problem ist ein anderes

Der Rechnungshof ist eine UNABHÄNGIGES Kontrollorn. Eine Partei zum Sprachrohr machen ist 1. unvereinbar, 2. ein massiver Übergriff!
Allgemein ist das Problem, dass derzeit bereits Rohberichte (=vor Stellungnahme) wie Endberichte in der öffentlichkeit behandelt werden. Da zerstört sich der RH selber seine Glaubwürdigkeit, denn wer gibt den die Berichte an wen heraus? - und die Populisten von grün und Co unterstützen das.
Die angegriffenen Parteien sagen dann "warten was im Endbericht wirklich drin steht" - und das wirkt wie
Ignorieren.
Lösung: RH ernst nehmen = nicht den Rohbericht missbrauchen, nur über Endberichte schreiben (!Medienverantwortung!) und Populismus von ALLEN Seiten beenden.
Pragmatismus und Professionalität willkommen!

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