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Wien - Schwerwiegende Bedenken haben die Uni-Rektoren am Mittwoch gegen die angekündigte Reform der Lehrerausbildung geäußert. Sie sehen in den Plänen der Regierung "einen Eingriff in die Autonomie der Universitäten und einen drohenden Qualitätsverlust in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrer", so die Universitätenkonferenz (uniko) in einer Aussendung.
Die Uni-Chefs kritisieren, dass die Universitäten künftig nicht mehr die alleinige Verantwortung für die Ausbildung von Lehrern der AHS und berufsbildenden höheren Schulen (BHS) haben, sondern diese Aufgabe "nur mehr gemeinsam mit den (derzeit für Pflichtschullehrerausbildung zuständigen, Anm.) Pädagogischen Hochschulen (PH) wahrgenommen werden" könne. Doch nur die Federführung der Unis bei solchen Kooperationen könne Lehrerbildung "auf wissenschaftlich und künstlerisch höchstem Niveau und angebunden an die internationale Forschung" garantieren.
Die Rektoren lehnen außerdem die Einführung des geplanten Zertifizierungsrates ab. Dieser soll feststellen, ob das jeweilige Studienangebot die Kriterien für eine Anstellung an Schulen erfüllt. Aus Sicht der uniko wäre der Rat jedoch eine "überflüssige Parallelstruktur" zur erst heuer neu geschaffenen Qualitätssicherungsagentur AQA Austria und das Zertifizieren von Lehramtsstudien "eine Einführung der Studiengangsakkreditierungen durch die Hintertür".
Der Zertifizierungsrat bedeutet laut uniko zudem einen Paradigmenwechsel: Wenn das Unterrichtsministerium als künftiger Dienstgeber über universitäre Lehrinhalte und die Qualifikation des Personals bestimmen könne, könnten in weiterer Folge "auch Kammern und Interessensverbände die Freiheit von Forschung, Wissenschaft und Lehre massiv einschränken" wollen.
Auch die Studentenvertreter sind mit Teilen der geplanten neuen Lehrerausbildung unglücklich. Die Regierung sei der Frage, an welcher Institution die Ausbildung künftig stattfinden soll, ausgewichen und beim verpflichtenden Masterabschluss gebe es noch immer Ausnahmen, so die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) in einer Aussendung. Die ab 2013/14 geplanten Eignungs- und Aufnahmeverfahren für alle angehenden Pädagogen werden als "Knock-Out-Prüfungen" abgelehnt.
Derzeit gibt es nur für Bewerber an den Pädagogischen Hochschulen (PH), wo die Lehrer für Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnische Schulen) ausgebildet werden, Aufnahmeverfahren. An den Unis - verantwortlich für die Ausbildung der Lehrer für AHS und berufsbildende höhere Schulen (BHS) - kann jeder ein Lehramtsstudium beginnen. Die ÖH fordert anstelle von Aufnahmeverfahren mehr Studienberatung, frühe Praxiserfahrung und Mentoring.
Die ÖH warnt außerdem davor, dass Bachelorabsolventen nach dem Unterrichtspraktikum beispielsweise mit befristeten regulären Lehrverträgen weiter unterrichten könnten. "Das würde ein verpflichtendes Masterstudium komplett unterwandern und JungpädagogInnen in prekäre Beschäftigungsbedingungen drängen", so ÖH-Vizevorsitzende Angelika Gruber (Verband Sozialistischer Student_innen, VSStÖ).
Ein berufsbegleitender Master als Regelfall wird von der ÖH ebenfalls abgelehnt, außerdem dürften Junglehrer während der Induktionsphase aus Sicht der Studentenvertreter maximal eine halbe Lehrverpflichtung erhalten. Gleichzeitig fordert sie eine Korrektur des Gesetzes, sodass es auch im berufsbildenden Bereich nicht mehr möglich sei, dass Quereinsteiger "ohne jegliche pädagogische und fachdidaktische Bildung sofort" unterrichten und erst nebenbei das Studium absolvieren. (APA, 14.11.2012)
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kenne durch meinen Sohn einen Pädagogen (?), der Quereinsteiger "ohne jegliche pädagogische und fachdidaktische Bildung war" und an einer hak in Wien unterrrichtet.
Im früheren Job Buchhalter war und nun mit total veralteten Unterlagen (1999) Marketing unterricht, wovon er aber leider nur wenig Wissen hat.
Unmengen an Powerpointfolien müssen dann auswenig gelernt werden.
Hier stellt sich dann ernsthaft die Fragen, wie es möglich ist dersrtig schlecht ausgebildetet Lehrer dann eine Anstellung bekommen.
Warum wir nicht schon im Vorfeld darauf geachtet, ob auch das persönliche Rüstzeug für den Beruf Lehrer vorhanden ist.
Ein Auswahlverfahren zu Beginn einer pädagogoschen Karierre wäre in österreich dringend notwendig
"Kammern und Interessensverbände wollen die Freiheit von Forschung, Wissenschaft und Lehre massiv einschränken."
Dann machts transparente nachvollziehbare einsehbare Strukturen, dann kann niemand einschränken.
Einschränken kann man nur Leute, die intransparent und im Verborgenen agieren. Wenn Kammern und Verbände sagen, wir streichen Ethnologie und das transparent aufliegt, dann werde ich einen Artikel schreiben.
Wenn Philosophie gestrichen wird => gibts Demos, vielleicht werden manche Kapazitäten etwas reduziert, aber Wandel der Zeit ist normal, damit neues entstehen kann.
StakeHolders:
Uni-Rektoren, Zertifizierungsrat, Regierungsparteien (SPÖ, ÖVP), QS-Agentur AQA, ÖH
Strukturen & Organe:
Universitätenkonferenz, AHS, Regierung, BHS, Pflichtschullehrerausbildung, Pädagogischen Hochschulen, Unterrichtsministerium
Irgendwie gehts aber auch um:
.) "auf wissenschaftlich und künstlerisch höchstem Niveau und angebunden an die internationale Forschung",
.) Studiengangsakkreditierungen
.) "auch Kammern und Interessensverbände die Freiheit von Forschung, Wissenschaft und Lehre massiv einschränken"
.) "Knock-Out-Prüfungen"
.) Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnische Schulen)
.) Korrektur des Gesetzes
.) Quereinsteiger "ohne jegliche pädagogische und fachdidaktische Bildung sofort"
es demonstrieren alle KindergärtnerInnen
und es stellen sich alle GÖD AHSLehrer quer.
Und die Lehrpläne machen Lobbyisten:
http://www.saferinternet.at/fuer-lehrende/
So ich bin sauer, ich bin sehr sehr sauer, ich werde langsam wirklich immer wütender.
Parteiideologie bis zum Letzten.
klar dass das ministerium bei der ausbildung mitzureden hat. die müssen schließlich die leute beschäftigen, die von den unis etc. "ausgebildet" werden.
jetzt ist ja so, dass lehramtsinhalte (vorlesungen, proseminare etc..) eher dazu dienen, forscher zu beschäftigen und eine anstellung zu ermöglichen als gute und brauchbare ausbildung bereitzustelen, die für die tätigkeit nützlich wäre.
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