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Wien - Eine wichtige technische Anschaffung für das Fernsehen sorgt derzeit für ORF-internes Rumoren. Für den Informationsbereich sollen neue Kameras gekauft werden. Während sich die Programmmacher dabei nach Tests für eine kostengünstigere Chip-Kamera von Sony aussprechen, will die Technische Direktion ein teureres Sony-Disc-Modell bestellen. Es geht um etwa 30 Kameras im ORF, zählt man auch Zulieferer und externe Produzenten dazu, könnte das Auftragsvolumen insgesamt etwas mehr als 100 Kameras umfassen. Im ORF spricht man von einem "Routinevorgang".
In der Endauswahl waren zuletzt die Sony PDW800, eine Kamera mit Disc-System, die laut US-Preisliste 33.200 Dollar (ca. 26.200 Euro) kosten soll, sowie die Sony PMW500, eine Chip-Kamera, deren US-Listenpreis 27.900 Dollar (ca. 22.000 Euro) beträgt. Die Disc-Kamera würde demnach in Summe etwa 2,6 Mio. Euro kosten, etwa 790.000 davon die 30 ORF-Kameras, bei den Chip-Kameras fielen 2,2 Mio. bzw. 660.000 Euro an. Preisunterschied laut dieser Rechnung: insgesamt 400.000 Euro bzw. 130.000 für die ORF-Kameras.
Trotz unterschiedlicher Einschätzungen in der ORF-Technik selbst, plädiert die Technische Direktion für das teurere Kameramodell. Der Programmbereich Information, der in erster Linie von der Anschaffung betroffen ist, spricht sich auf Basis internationaler Vergleichsberichte und ORF-interner Tests für das kostengünstigere Chip-Modell aus. ORF-intern wird über die Anschaffung seit Monaten diskutiert, nun steht die Entscheidung offenbar unmittelbar bevor.
In internationalen Fachkreisen wird zwar die Bild-Qualität des teureren Disc-Modells etwas höher eingeschätzt, mit freiem Auge ist ein Unterschied für den Zuschauer aber nicht erkennbar, und die Sony PDW800 gilt als eher absteigendes Auslaufmodell, während die Chip-Kamera als zukunftsweisende Variante gesehen wird, weil gerade ein Technologietransfer von Disc auf Chip im Gang ist. Die BBC hat die Sony-Chip-Kamera bereits getestet und für den Einsatz im Sender freigegeben. Sie würde vermutlich auch die ORF-Strategie nach einem File-basierten Workflow besser unterstützen und das Chip-System ermöglicht den Redaktionen eine einfachere Produktion.
Die Technische Direktion argumentiert, dass man nicht nur den Anschaffungspreis der Kameras selbst, sondern auch die Gesamtkosten des Projektes inklusive Wartung berücksichtigen müsse. Daneben sei die Anschaffung auch im Kontext des Gesamt-Workflows zu betrachten. Gerade auf den einfacheren Workflow in der Produktion weisen aber auch die Befürworter der Chip-Kamera hin. In Zeiten des Sparens und der knappen Budgets stelle sich darüber hinaus die Frage: warum ein teureres Kamerasystem?
Offiziell spricht man im ORF von einem ganz normalen Prozess: "Der ORF erneuert - wie jedes andere Medienunternehmen auch - seine Geräte und Anlagen laufend, um seinem Publikum höchstmögliche Programmqualität bieten zu können. Derzeit steht im Rahmen der laufenden Technikinvestitionen die Anschaffung neuer Kameras an. Die entsprechenden Mittel sind budgetiert und es handelt sich dabei um einen Routinevorgang. Investitionsentscheidungen werden jedes Jahr dutzendfach nach den Kriterien der Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit getroffen. Im konkreten Fall läuft derzeit der Evaluierungsprozess durch die Experten der ORF-Technik. Das zweckmäßigste Kameramodell wird den Zuschlag erhalten." (APA, 14.11.2012)
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Sony 350er im ENG Bereich sind dort der Standard, anders würden die Daten net Zeitnah über die IT der Dienstleister laufen. Die arbeitet mit an Semiprof. Codec, der net wirklich Broadcastqualität darstellt wie von einem ORF erwartet wird.
ich frage mich, wem außer ORF intern interessiert, was für neue Systeme angeschafft werden ?
Unter "ETAT" möchte ich medienrelevante Themen lesen und nicht ORF interne Grabenkämpfe.
Oder sind das wieder die üblichen Nebelgranaten die immer geworfen werden, um etwas zu verschleiern ?
Das Begriff für das System ist Professional Disc-XDCAM HD422, eine BD-R-Cartridge.
Die 800erter ist das High End Modell, bewährt und unter den "freien" Kameraleuten Eurpaweit gut etabliert.
Vorteile des Systems liegen eindeutig bei der schnellen Weitergabemöglichkeit eines kostengünstigen Mediums.
Cartridge tauschen und dem nächsten Redakteur mitgeben kannst beim SXS Stick net so einfach: Kapazitätspreise einer Cartridge ca 15 Euro/h, SXS Karte 450 Euro/h
Damit verbrät man den Preisvorteil bereits beim darauffolgenden Einkauf einer Datensicherungs-und Weitergabelösung.
Das Panasonic und Ikegami den Speicherkartenkamerasystemen hier qualitativ hochwertigere Bildqualität im Angebot hat, interessiert jo eh neamt ...
weiteres fachwissen:
die speicherung auf einer blu-ray ist bei sony ein auslaufmodell,die speicherkarten werden sowieso nur orf ausgetauscht,also ist der kostenfaktor speicherkarte zu vernachlässigen!
und international wird auch NIE die masteraufnahme ausgetauscht....
... ich sag mal jein zum internen Austauschgedanken.
Und denke auch an Langzeitarchivierung von Material das über News hinausgeht sowie die abzuleitende Menge an Speichermedien die für einen reibungsfreien Betrieb im Umlauf sein müssen, Tapes -im Bereich von Magazinsendungen- liegen oft Wochenlang auf Lager bis Geschnitten wird. Da steckt viel totes Kapital im Detail ohne einer tauglichen Speicherlösung - welche eben den Preisvorteil wieder frisst.
Und alles kann selbst die feinste IT nicht auf Servern lagern, also wieder zurück zum LTO Band?
Ob Sony die BR´s wirklich so schnell aufgibt?
Ich bin gespannt.
Die BBC hat auch Handycamsysteme, die Canon D5, die Canon EOS C300 freigegeben, die Frage stellt sich FÜR WELCHEN EINSATZZWECK!
Hier die Freigabeliste 2011: http://www.dvuser.co.uk/images/im... ameras.pdf
A Hochglanznummer in XDcamEX420 (Sony 320 mit SXS Karten) kauft die BBC Dir nicht ab, die Mühle wär aber ohne Optik um 10000 Eu ohne verhandeln zu haben....
bei technischen Geräten, bzw. Systemen das Falsche auszusuchen. Prinzipiell hört man nicht auf die, die damit arbeiten müssen, sondern trifft Entscheidungen in den höheren Sphären der technischen Direktion. Und immer ist diese Entscheidung dann die teuerste.
Werdens aber nicht spielen liebe Berufs-Bolidigga! Hab gestern eine Veranstaltung erlebt, wo tatsächlich nicht einer von euch dabei war - wär mir gar nicht aufgefallen, bis jetzt. Da gings auch um das Symbol Österreich, das ein österr. Künstler noch der PTV gemacht, eine Briefmarke mit einer verfaulenden BIRNE! Als symbol für Österreichs Staat - so ist es wenn ich mir das gebe - alles.
Öffentliche Auftraggeber wehren sich, als solche behandelt zu werden .... denn der Evaluierungsprozess durch die Experten der ORF-Technik wird durch die Sponsoren des
http://www.orf-kartteam.at/
wesentlich bestimmt.
Wetten das?
Die letzte derartige Kameraentscheidung brachte die Sony IMX Kamerasysteme nachdem eine handvoll Sony Vaio Laptops über die Tatsache eines Vorvertrages mit Panasonic (damals DVCpro) hinweggetröstet haben.
Finanzieler Verlust für das Volk: Vernachlässigbar.
Finanzieller Verlust für die Produktionen die den Krams dann kaufen müssen: Spürbar, da die Laufwerke der Panasonicsysteme bis zum Servicetermin etwa die 10-fache Betriebsstundenzeit einer IMXmaschine erreichten (IMX 2000 bis 2500 Drumhours, DVCpro ab25000 Drumhours, ein dokumentiertes Exemplar mit 100000 Kopfstunden) Drumhours=die Zeit in der der Aufnahmekopf der Kamera, der das Band Magnetisiert, im Laufwerk am darübergespannten Videoband rotiert.
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