Rebellen nehmen Dörfer in demilitarisierter Zone ein

14. November 2012, 13:15
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Heftige Kämpfe - Aber keine österreichischen Soldaten betroffen

Damaskus/Beirut/Jerusalem - Syrische Rebellen haben nach Angaben von Aktivisten zwei Dörfer in der demilitarisierten Zone zwischen Syrien und den israelischen Stellungen auf den Golan-Höhen eingenommen. Nach heftigen Kämpfen kontrollierten Aufständische nun die Ortschaften Bir Ajam und Barika, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch in London mit.

"Regierungstruppen sind nun bemüht, die Dörfer zurückzuerobern. Deswegen beschießen sie das Gebiet heftig mit Granaten", sagte Aktivist Rami Abdel Rahman der Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben eines anderen Aktivisten rückten die Rebellen in dem Gebiet weiter vor.

Österreicher nicht betroffen

Die rund 375 österreichischen Soldaten, die derzeit im Rahmen der UNO-Mission (United Nations Disengagement Observer Force, UNDOF) auf den Golan-Höhen stationiert sind, waren nach Informationen des Verteidigungsministeriums nicht von dem Vorfall betroffen. Sprecher Michael Bauer ging davon aus, dass die Kämpfe den südlichen Teil der demilitarisierten Zone betrafen, sagte er auf APA-Anfrage. Das Einsatzgebiet der österreichischen Blauhelme befindet sich im nördlichen Teil.

Der von Israel 1967 eroberte Golan war zuletzt wiederholt von Geschossen aus Syrien getroffen worden. Vor gut einer Woche waren syrische Kampfpanzer vorübergehend in die Pufferzone eingedrungen, um dort syrische Rebellen zu bekämpfen.

Die Lage spitzte sich zwischenzeitlich dramatisch zu. Die israelische Armee auf den Golanhöhen feuerte gezielt auf Kampfverbände in Syrien. Das israelische Militär legte zudem Beschwerde bei der UNO-Beobachtertruppe ein, die die Pufferzone zwischen beiden Ländern kontrolliert. (APA, 14.11.2012)

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