Leitbörsen in Fernost überwiegend im Plus

14. November 2012, 12:59
posten

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend mit Kursgewinnen tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um minimale 3,68 Zähler oder 0,04 Prozent auf 8.664,73 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong legte um 253,34 Zähler (plus 1,20 Prozent) auf 21.441,99 Einheiten zu. Auch der Shanghai Composite gewann moderate 7,53 Punkte oder 0,37 Prozent auf 2.055,42 Punkte.

Die Märkte in Singapur und Sydney fanden dagegen keine einheitliche Richtung. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.978,03 Zählern mit einem Abschlag von 29,54 Punkten oder 0,98 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney erhöhte sich um 6,5 Zähler oder 0,15 Prozent auf 4.410,70 Einheiten.

Marktteilnehmer verwiesen unter anderem auf sich erholende Finanztitel als Begründung der etwas aufgehellten Stimmung. Zuletzt waren diese noch merklich unter Druck geraten, hieß es. Zudem würden die Perspektiven für die chinesische Wirtschaft wieder etwas positiver beurteilt. Das Wachstumsziel erscheine erreichbar und die Beschäftigung habe inzwischen ein akzeptables Niveau erreicht, meinte etwa ein Volkswirt.

Vom zu Ende gehenden Parteikongress der chinesischen Kommunisten wurden indessen kaum neue Impulse erwartet. Auf dem nur alle fünf Jahre stattfindenden, einwöchigen Parteitag wurde ein Generationswechsel in der Führung eingeleitet. Der 69-jährige Staats- und Parteichef Hu Jintao räumte am Mittwoch seinen Platz im Zentralkomitee. Sein Nachfolger soll der zehn Jahre jüngere heutige Vizepräsident Xi Jinping werden.

Finanzwerte waren vor allem in Hongkong gut gesucht. So legten China Construction Bank 3,18 Prozent auf 5,84 Hongkong Dollar zu, Industrial & Commercial Bank of China zogen um 3,02 Prozent auf 5,11 Hongkong Dollar an und Bank of China gewannen 2,91 Prozent auf 3,18 Hongkong Dollar. Auch in Sydney zeigten sich Suncorp (plus 1,50 Prozent auf 9,48 australische Dollar) und Commonwealth Bank of Australia (plus 0,66 Prozent auf 59,09 australische Dollar) klar im Plus.

In Tokio setzten sich zur Wochenmitte Sharp an die Spitze des japanischen Leitindex Nikkei-225. Die Papiere legten klare 7,24 Prozent auf 163,0 Yen zu. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo News verhandelt das Unternehmen über einen Einstieg des weltgrößten Chip-Herstellers Intel. Der Deal könne bis zu 40 Mrd. Yen einbringen. Sharp steht derzeit angesichts tiefroter Zahlen massiv unter Druck. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr kündigte der Flachbild-TV-Pionier den zweiten riesigen Rekordverlust in Folge an.

Neue Nachrichten kamen überdies von Toyota. Der japanische Autobauer ruft weltweit mehr als 2,7 Millionen Fahrzeuge zurück. Als Grund gab das Unternehmen Probleme mit den Wasserpumpen und mit der Lenkung an. Die Titel schlossen um 0,81 Prozent leichter bei 3.060,0 Yen. Die Branchenkollegen Honda (minus 0,47 Prozent auf 2.345,0 Yen) und Nissan (minus 0,44 Prozent auf 684,0 Yen) gingen ebenfalls mit Kursverlusten aus der Sitzung.  (APA, 14.11.2012)

Share if you care.