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Eine weibliche Rotrückenspinne. Unter ihr klammert sich das winzige Männchen fest, das die Paarung nur mit etwas Glück überleben wird.
Tokio - In Japan breitet sich seit einiger Zeit ein Bio-Invasor der besonders lästigen Art aus: Die giftige Rotrückenspinne (Latrodectus hasselti), eine nahe Verwandte der Schwarzen Witwe. Die ursprünglich aus Australien stammende Spezies habe sich inzwischen auf 23 der 47 Provinzen Japans ausgebreitet, warnte das Umweltministerium in Tokio am Mittwoch.
Die Rotrückenspinne lebt in Australien über den ganzen Kontinent verteilt, vor allem in wärmeren Gebieten im Norden. In Japan wurde die Spinnenart erstmals 1995 in Takaishi in der Industrieprovinz Osaka entdeckt. Experten vermuteten, dass sich die Spinnen an Container hefteten und auf diese Weise auf das Inselreich gelangt sind.
Die Spinne ist leicht an ihrem schwarzen Körper mit einem auffälligen rötlichen Fleck am Hinterleib zu erkennen. Ihr Biss kann Kopfschmerzen und Übelkeit oder auch Muskellähmung hervorrufen. In seltenen Fällen - wenn die Lähmung die Atmung betrifft - kann das Gift der Spinne auch tödlich sein. Allerdings sind aus Australien, wo jährlich in mehreren hundert Fällen Gegengift verabreicht werden muss, bislang nur wenige Todesfälle verzeichnet worden.
Bisse hat man nur von den etwa einen Zentimeter großen Weibchen zu befürchten. Das Ministerium forderte indes zu Vorsicht bei Gartenarbeiten auf: Es sollten dabei Handschuhe getragen werden. (APA/red, derStandard.at, 14. 11. 2012)
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die sogenannten walzenspinnen (oder solifugen) haben keine giftdrüsen und besitzen auch nicht die spinnentypischen chelizeren die das "gift" in die beutetiere bringen. sie haben dafür ein paar eher scheren- oder zangenartige beiss- und kauwerkzeuge mit dem sie ihre beutetiere ergreifen und in kleinstteile triturieren bevor sie sie fressen können.
bekannteste vertreter dieser gruppe sind die riesigen kamelspinnen aber es gibt auch ganz kleine arten dieser familie.
Nur sind das, ähnlich wie z.B. die Weberknechte, nicht wirklich Spinnen. Giftdrüsen, mit denen sie ihre Beutetiere töten und innerlich auflösen, um die Nährstoffe einzusaugen sowie Spinndrüsen sind gerade die Merkmale, die echte Spinnen von anderen spinnenartigen Tieren unterscheiden.
nur nachdem sie anders als die weberknechte auch im gemeinen namen das wort "spinnen" tragen werden sie meist in einen topf geworfen. naja ... und eigentlich heisst ja auch die ganze klasse im deutschen (leider) "spinnentiere".
in den vergangenen jahrmillionen haben tiere immer andere gebiete besiedelt und da war das alles ganz normal. aber jetzt! - auf einmal! sind das bioinvasoren. und das, obwohl man nicht einmal mit sicherheit weiss, ob die tiere tatsächlich mit containern kamen oder nicht. aber nachdem das nicht in unser schubladendenken passt, sind es bioinvasoren! nach diesem konzept wären ja dann grundsätzlich alle tiere die inseln vulkanischen ursprungs besiedeln bioinvasoren oder, nicht?
allerdings ist nach meinem wissen der begriff nicht auf arten einzuschränken, die sich mit hilfe des menschen in neue gebiete verbreiten. der begriff findet seine anwendung auch für jene arten, die das ohne menschliche hilfe tun.
und warum sind sie der meinung, dass die spinne es ohne menschliche hilfe schwer nach japan geschafft hätte? sie haben offensichtlich von spinnen keine ahnung!
Sie haben prinzipiell Recht aber der zweite Teil Ihres posts stimmt leider nicht - gerade aus dem Grund daß Wildtiere nicht von Australien wegkommen ist die Fauna dort einzigartig und hat sich anderswo nicht angesiedelt obwohl es ihnen offensichtlich leicht fällt sich erfolgreich als Invasor zu etablieren - da steckt ein Denkfehler von Ihnen drinnen
viele arten- artengruppe unterschiedlichster tierfamilien können auch in anderen teilen des indopazifischen raums angetroffen werden. speziell die inselwelt im norden australiens zb indonesien u papua neuguinea hat sehr viele gemeinsamkeiten mit der australischen fauna.
speziell auf spinnen bezogen muss man berücksichtigen, dass viele arten verbreitungsstrategien besitzen die ihnen "reisen" von tausenden kilometern über land und see ermöglichen. sie lassen sich einfach an langen spinnfäden vom wind tragen. ich kann selbstverständlich nicht behaupten, dass dies im gegebenen fall zutrifft. aber man kann auch die möglichkeit nicht ausschliessen.
... also kein denkfehler ... sondern fachwissen!
... dass eine genetische veränderung erkennbar wäre. im falle einer ankunft im container, per treibgut oder zugvögel würde das aber keinen unterschied machen.
für mich ist die container-erklärung nicht wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher als andere möglichkeiten. auch beim containerverkehr muss man ja berücksichtigen, dass dies ein dauerhafter prozess ist. es ist ja praktisch unvorstellbar, dass nur in einer einzigen situation eine spinne mit einem container irgendwohin transportiert wurde. bei millionen containern die pro jahr nach australien und von australien kommen waren da wohl schon mehrere spinnen dabei....
1.Sie haben da sehrwohl recht was die endemischen Arten betrifft nur ist es wissenschaftlich erwiesen daß diese Arten von dort eingeschleppt wurden und sich nicht in Australien entwickelt haben - was gegen ihre Verbreitungstheorie spricht ist ganz einfach die Physik der Luft und Meeresströmungen dort - alles geht eher Richtung Südamerika (und Inselgruppen dazwischen) und erst von dort Richtung Japan also müsste man die Spinne an diesen Orten nachweisen können wenn Ihre Annahme richtig ist daß es sich nicht um reine Verschleppung auf Schiffen handelt und da eine natürliche Verschleppung über diesen Weg relativ lange dauert müssten sich bemerkbare Änderungen der Species bemerkbar machen die bis zur Klassifizierung einer Subspecies reichen.
man muss ja berücksichtigen, dass die inselgruppen des indopazifischen raums ja ursprünglich viel näher beieinander oder sogar zusammenlagen. betreffende arten waren daher seit "ewigen" zeiten an beiden orten anzutreffen und haben sich parallel entwickelt. viele dieser tiere haben im betreffenden zeitraum genetische variationen entwickelt und werden daher heute als unterschiedliche unterarten definiert.
"die" spinnen?
ich gehe von sehr unterschiedlichen fähigkeiten aus.
zb dick wie die is, fliegt sie wahrscheinlich nicht grade gut, ausser sie versteht sich auf die produktion von paragleitern aus spinnfäden, was erst einmal wissenschaftlich konstatiert werden müsste.
da hätt aber auch die redaktion was zu tun gehabt ;)
adulte spinnen reisen. die haben ja schliesslich schon lange ihren lebensraum gefunden und haben andere biologische funktionen als zu "reisen".
reisezeit ist kurz nachdem sie aus dem ei schlüpfen ... und dann sind sie sicher auch nicht zu dick zum fliegen!
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