Sky-Chef sieht Sender beim Bieten für Fußballrechte in starker Position

Sullivan will mehr Exklusivität bei österreichischer Bundesliga - Kommentiert Sky-Strategie nicht öffentlich - Sky verdiente wieder mehr

Wien - Fußball ist für den Bezahlsender Sky ein wichtiger Zuschauermagnet. Deshalb will Sky bei der aktuellen Ausschreibung der heimischen Fußball-Bundesligarechte auch wieder mitbieten. Ob Sky Österreich - wie in Deutschland - bereit ist, für mehr Exklusivität bei den Bundesligarechten auch deutlich mehr Geld in die Hand zu nehmen, wollte Brian Sullivan, Vorsitzender des Vorstands der Sky Deutschland AG, am Mittwoch nicht kommentieren.

Exklusivität

Er wolle die Sky-Strategie nicht öffentlich verhandeln, so Sullivan. Grundsätzlich sei Sky in einer "starken Position" und immer an Exklusivität interessiert. Er rechne mit einer Entscheidung über die Rechtevergabe im Jänner, vorher wolle er sich nicht äußern. In Deutschland lässt sich Sky die Bundesliga-Rechte ab 2013/14 im Durchschnitt 486 Millionen Euro pro Saison kosten. In Österreich zahlen der ORF und Sky zusammen für die Rechte rund 17 Millionen Euro pro Saison in die Kassen der Vereine.

Grundsätzlich sagte Sullivan, hatte es "noch nie hatte so viele Vorteile, Sky-Kunde zu sein". Er verwies auf den Ausbau des Unterhaltungsangebots - Rekordzuschauerzahlen würden die wachsende Attraktivität des Programms belegen. Mit der Entwicklung von Sky in Deutschland und Österreich sei Sullivan daher sehr zufrieden.

Bessere Zahlen

Hinsichtlich der Finanzperformance konnte der Konzernchef am Mittwoch wieder bessere Zahlen verkünden. Zwar schreibt der Bezahlsender netto weiter Verluste, doch das Minus schrumpft, dank vieler neuer Kunden. So hat der seit Jahren defizitäre Bezahlsender zum zweiten Mal in Folge einen operativen Gewinn eingefahren. Vor Steuern und Zinsen verbuchte Sky im vorletzten Jahresviertel ein kleines Plus von 100.000 Euro. Einen großen Sprung machte der Umsatz: Er kletterte um fast 17 Prozent auf gut 331 Millionen Euro. Das Minus unter dem Strich fiel mit 16,5 Millionen Euro um 65 Prozent kleiner aus als vor einem Jahr. (APA, 14.11.2012)

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