Samsung setzt auf biegsame Bildschirme

  • Galaxy Skin: Biegsames Samsung-Phone wurde ursprünglich für 2012 erwartet.
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    Galaxy Skin: Biegsames Samsung-Phone wurde ursprünglich für 2012 erwartet.

Die Technologie könnte im ersten Halbjahr 2013 produktionsreif werden

Schon letztes Jahr hat Samsung gezeigt, wohin der Zug bei Smartphones und anderen Mobilgeräten fahren könnte. Bei verschiedenen Technikmessen präsentierte der Konzern erste Prototypen biegsamer Displays.

"Galaxy Skin" weckte Hoffnungen

Im Frühjahr kursierte schließlich ein Konzept unter dem Namen "Galaxy Skin". Dabei handelte es sich um Renderings eines biegsamen Vier-Zoll-Smartphones, das eigentlich schon dieses Jahr veröffentlicht hätte werden sollen. Auch die Entwicklung biegsamer Akkus ist mittlerweile weiter fortgeschritten.

Erste Muster werden bereits getestet

Flexible Bildschirme ist ein Pferd, auf das Samsung jedenfalls weiter setzen dürfte. So berichtet das Wall Street Journal, dass die Display-Sparte des koreanischen Konzerns in der letzten Phase der Entwicklung dieser Technologie steckt. Laut einem Insider könnte sie schon im ersten Halbjahr 2013 produktionsreif sein.

Bei Samsung selbst wollte man dies nicht kommentieren. Lee Chang-hoon, Vizepräsident der Displayabteilung gab jedoch zu Protokoll, dass erste Muster bereits mit einigen wenigen Kunden erprobt werden.

Wettlauf mit Sony und LG

Wie auch schon bei den Bildschirmen klassischer Smartphones wird auch bei den biegsamen Pendants die OLED-Technologie zum Einsatz kommen. Als Unterlage dient nicht Glas, sondern eben nachgebendes Material wie Plastik oder Metallfolie.

Auch die Konkurrenz schläft nicht. Bei LG arbeitet man ebenso an biegsamen Bildschirmen, steht in Sachen Massenherstellung aber noch vor technischen Hürden. Auch bei Sony wird nach eigenen Angaben seit 2002 in diesem Bereich geforscht, der japanische Konzern hat auch bereits einen ersten Prototyp eines flexiblen 4,1 Zoll großen OLED-Bildschirms präsentiert.

Großes Potenzial

In der Technologie steckt einiges Potenzial. Nicht nur könnte sie neue Formfaktoren bei mobilen Endgeräten erlauben, sondern sie können auch praktisch nicht brechen und könnten in der Herstellung sogar weniger kosten als ihre starren Pendants, so die Einschätzung des Analysten Lee Seung-chul von Shinyoung Securities. (red, derStandard.at, 14.11.2012)

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