Ostgeschäfte laufen für Bank Austria glänzend

14. November 2012, 09:16
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Das Institut liefert bis September 1,1 Milliarden Euro Nettogewinn ab, 986 Millionen davon kommen aus den neuen EU-Ländern

Wien - Die Bank Austria hat am Mittwoch für die ersten neun Monate 2012 einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro gemeldet. Damit stellt sie einen Gutteil des Nettogewinns des UniCredit-Konzerns, der gestern bis Ende September insgesamt 1,4 Milliarden Euro Nettogewinn berichtet hatte. Für die Ergebnisse sind größtenteils die Ostbanken verantwortlich. Die Ostdivision der Bank Austria lieferte netto 986 Mio. Euro ab.

Unicredit-Chef Federico Ghizzoni stärkt der Bank Austria den Rücken: "UniCredit meldet positive Resultate in Osteuropa, einem Raum, in dem wir weiter investieren werden." Vor allem Polen sei von wesentlicher Bedeutung für die Bank.

Kreditrisikokosten gesunken

Ein Vergleich mit dem Vorjahr ergibt Verzerrungen: Da hatten riesige Abschreibungen auf Ostbanken und die Euro-Schuldenkrise die Gewinne bis zum Herbst aufgefressen. Nach neun Monaten hatte die Bank Austria letztes Jahr - nach einem hohen Verlust im 3. Quartal - lediglich einen Minigewinn von vier Millionen Euro ausgewiesen. Rückwirkend technisch adaptiert liegt der Vergleichswert 2011 bei drei Mio. Euro.

Das Vorsteuerergebnis der Bank Austria legte heuer bis Ende September um 37,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Davon stammten 1,29 Milliarden Euro (plus 13,8 Prozent) von den Osteuropa-Banken. Die Kreditrisikokosten sind um 13 Prozent gesunken. In den ersten Monaten des Jahres halfen auch Sondererträge der Bilanz.

Cernko selbstkritisch

Bankchef Willibald Cernko sprach von einem "soliden Ergebnis", obwohl wegen der Konjunkturschwäche die Kreditnachfrage schleppt. Strikte Kostendisziplin habe die Zusatzlasten durch die Bankensteuern abgefangen, das Kreditrisiko sinke. "Das darf uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir mit einer Eigenkapitalrendite von 8,5 Prozent nach Steuern die Ertragserwartungen der Investoren nach wie vor nicht erfüllen", so Cernko in einer Mitteilung am Mittwoch.

Die Mehrkosten nach den teuren IT-Pannen nach der Systemumstellung der letzten Wochen fallen erst im laufenden vierten Quartal an. (APA, 14.11.2012)

  • Unicredit-Chef Federico Ghizzoni stärkt der Bank Austria den Rücken:  "Ein Raum, in dem wir weiter investieren werden."
    foto: epa/vonerichsen

    Unicredit-Chef Federico Ghizzoni stärkt der Bank Austria den Rücken: "Ein Raum, in dem wir weiter investieren werden."

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