Google: Immer mehr Löschanträge von staatlichen Stellen

14. November 2012, 08:24

Laut am Dienstag veröffentlichten Transparenz-Report - Österreich nicht erwähnt

Staatliche Stellen und Strafverfolgungsbehörden rund um den Globus verlangen vom Internet-Konzern Google immer häufiger die Übergabe von Nutzerdaten. Im ersten Halbjahr 2012 stieg die Zahl der entsprechenden Verfügungen auf annähernd 21.000 Fälle weltweit, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Transparenz-Report von Google hervorgeht. 

Österreich nicht erwähnt

Im ersten Halbjahr 2011 lag die Zahl der Fälle noch bei knapp 16.000 Fällen. An der Spitze der Länderliste stehen mit 7969 Verfügungen die USA, gefolgt von Indien (2319), Brasilien (1566) und Frankreich (1546). Deutschland liegt vor Großbritannien mit 1533 Fällen auf Platz 5. Österreich wurde in dem Report nicht erwähnt. 

Einsicht in Bürger-Daten

William Echikson, der Leiter des Transparenz-Büros von Google in Brüssel, nannte diese Zahlen besorgniserregend. "Wir reden hier von demokratischen Staaten", sagte Echikson. Auffällig sei, dass einige dieser Staaten sich auf der einen Seite für den Datenschutz gegenüber Unternehmen einsetzten, selbst aber immer häufiger Einblick in die Daten ihrer Bürger haben wollten. 

Steigerung

Noch stärker fiel im ersten Halbjahr 2012 die Steigerungsrate bei den Löschungsforderungen aus. Während sich seit 2009 die Zahl der Aufforderungen, bestimmte Inhalt zu entfernen, um die 1000 Fälle pro Halbjahr bewegte, schnellte die Zahl in den ersten sechs Monaten 2012 auf 1791 in die Höhe. 

Bettina Wulff

Dazu gehörte auch die Aufforderung von Bettina Wulff, der Frau von Expräsident Christian Wulff, mehr als 3000 Suchergebnisse bei Google zu entfernen. Google kam in acht Fällen der Forderung nach, weil diese wegen falscher Tatsachenbehauptungen rechtswidrig gewesen seien. 

Auch bei Twitter, LinkedIn und Dropbox

Bei den Löschforderungen steht die Türkei mit 501 Fällen an der Spitze, gefolgt von den USA (273), Deutschland (247), Brasilien (191) und Großbritannien (97). Neben Google weisen inzwischen eine Reihe von Internet-Unternehmen wie Twitter, LinkedIn oder Dropbox die Statistiken von Interventionen staatlicher Stellen aus. (APA, 14.11.2012)

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19 Postings
kommt man den forderungen nach?

eigentlich ist diese Zahl lächerlich

21.000 Anfragen weltweit ist lächerlich, weniger als ein Viertel der Bewohner des 2ten Bezirkes,
... hier wird künstlich was aufgebauscht

schlimmer sind zigtausend anfragen von staatsbehörden und apparaten der medienindustrie an google, um die privatadresse eines account-benutzers herauszufinden.

der text der suchanfragen sollte als eine ähnliche art der kommunikation betrachtet werden wie twitter, wenn er allen teilnehmern angezeigt wird.

man sieht, was andere wissen wollen, das ist eine trendsache.
wenn die jetzt aber unpassende fragen stellen?
kann es beleidigende fragen an eine datenbank geben?
darf ich leute hindern, bestimmte fragen zu stellen, ihnen verbieten, diese fragestellung öffentlich zu tun?

wir befassen uns hier mit einem verbieten von fragen, die etwas negatives wissen wollen, zb ob ja oder nein. also dass man andere nicht auf die idee bringen darf, die selbe frage zu stellen!

wie faschistoid ist das?

Das habe ich nicht so verstanden......

Man kann jede Frage (jeden Suchbegriff) bei Google eingeben.

Man bekommt nur nicht mehr jede Anwtort (Suchergebnis).

Wenn als Suchergebnis solche "Tatsachenbehauptungen" nicht mehr kommen, die rechtswidrig sind, so sollte das ja in Ordnung sein
(Frau XY war von ... bis .... als Prostituierte tätig).

Meinem Verständnis nach, sollten aber in den Suchergebnissen weiterhin Ergebnisse dabei sein, in denen - entsprechend obigen Beispiel - steht, dass "Frau XY fälschlicherweise als Prostituierte bezeichnet wurde".

Was ich mich aber schon frage, wie das in jedem einzelnen Fall scharf zu trennen ist......

Ach was, Google sind die guten, deren Telefon OS wir brav kaufen weil die ja so sicher sind, hervorrragend unsere Daten sichern und nie an dritte Werbeaffen weitergeben.

Deutschland im Vergleich dazu sind ja richtige Internet-Berserker

Während Litauen nur eine YT-Löschanfrage machte.

interessanter link

auch interessant, dass er nicht und nicht ladet....schon seit 20! minuten nicht (ok, 1x reloaded, aber jetzt auch schon wieder 10 minuten)

voll die transparenz, ui!

2s Ladezeit bei mir

Mag auch so ein Google-Heferl haben :)

s/red, derStandard\.at, 14\.11\.2012/heise/g

Des verstehen die armen Microschrottler jetzt aber ned

Ist eine APA-Meldung und die von heise von der DPA.

http://www.heise.de/newsticke... 49454.html

ah, eh schon korrigiert ...

is trotzdem mühsam, wortgleiche meldungen in verschiedenen medien lesen zu dürfen ...

Zum Glueck liest kein mensch mehr heise, sonst wuerds wohl unangenehm auffallen.

14.11.2012, 08:55

ah, i bin da letzte ?!?
find ich aber lieb von denen, nur für mich dieser aufwand ...

heise hat zumindest viele verschiedene Rubriken.

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