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Mit Ethiopian Airlines oder Lufthansa über Addis Abeba.
Visum für 60 Euro bei der Einreise am Flughafen.
Unterkunft: Djibouti Palace Kempinski oder Menelik Hotel.
Djibouti Divers: djiboutidivers.com
Plötzlich taucht das weit aufgerissene Maul vor der Taucherbrille auf. Das Ungetüm, zu dem der zahnlose Schlund gehört, erschien lautlos und ohne Vorwarnung aus dem blaugrünen Nichts. Fast wie in Zeitlupe gleitet der riesige Fisch unter den vor Ehrfurcht erstarrten Schnorchlern hinweg. Der majestätische Koloss ist ein Walhai, mindestens fünf Meter groß.
Jedes Jahr zwischen November und Januar versammeln sich im warmen Wasser vor der Küste Dschibutis dutzende Jungtiere. Wer keine Angst vor dicken Fischen hat, kann den sanften Riesen am Horn von Afrika ganz nahekommen.
Am Morgen zerpflügt ein Boot der Djibouti Divers die spiegelglatte Oberfläche des Golfes von Tadjoura, an Bord ein paar aufgeregte Touristen aus Europa, Amerika und Australien, zwei betont coole Mitarbeiter einer in Ostafrika tätigen Hilfsorganisation und muskulöse Soldaten, die ausnahmsweise nicht auf Piraten-, sondern auf Walhaijagd gehen. Obwohl die Sonne noch flach über dem Wasser steht und der Fahrtwind den Passagieren durch die Haare weht, steht den Urlaubern schon Schweiß auf der sonnenverbrannten Stirn. Bereits morgens hat es über 35 Grad, das Wasser ist kaum kühler.
Nach einer knappen Stunde Fahrt drosselt der Kapitän den kräftigen Außenbordmotor, konzentriert starrt er aufs Meer. Weil die Giganten vor Dschibuti unmittelbar unter der Oberfläche dümpeln, ihre Rückenflossen oft sogar aus dem Wasser ragen, brauchen Abenteuerlustige hier noch nicht einmal eine Tauchausrüstung, um die Fische aus unmittelbarer Nähe zu beobachten. Schnorchel und Taucherbrille genügen.
Der Kapitän ruft "Whaleshark". Die Walhai-Safari-Gäste springen ins Wasser - manche ohne zu zögern, andere fast widerwillig. Denn auch wenn Schnorchler nicht auf dem Speiseplan der friedlichen Planktonfresser stehen, sehen sie für den Laien fast genauso aus wie normale Haie - nur größer, viel größer. Bis zu zwölf Meter groß (im Anglerlatein sogar mehr als 20 Meter) werden die weißgepunkteten Giganten. Die Jungtiere vor Dschibuti sind allerdings selten über sechs Meter lang. Damit sie noch größer werden, filtern sie hier Plankton aus dem warmen Meer. Bis zu 6000 Liter strömen den Walhaien durch die Kiefer. Pro Minute!
Weil die trägen Fische eher Langstreckenschwimmer als Sprinter sind und sich von den aufgeregten Schnorchlern nicht aus der Ruhe bringen lassen, kann es Sekunden dauern, bis so ein Koloss an einem Zwerg mit Taucherbrille und Schnorchel vorbeigezogen ist. Jede Unregelmäßigkeit in der Musterung, jede rhythmische Bewegung der Kiemen können die Schnorchler dann studieren. Dabei kommt man sich klein vor, verdammt klein. Allerdings ist man das auch im Vergleich zu den größten Fischen der Welt. Und selbst wenn die behäbigen Tiere es nicht böse meinen, sollte man sich vor den Schlägen der gigantischen Schwanzflosse unbedingt in Acht nehmen.
"Ich war mit Haien im Südpazifik, mit Walen vor Sri Lanka und Mantas vor den Malediven tauchen, aber ich habe noch nie so etwas Faszinierendes wie das Schnorcheln mit den Walhaien vor Dschibuti erlebt. Man kann den majestätischen Tieren hier so nahe kommen, dass man ihnen direkt in die winzigen Augen gucken kann", berichtet Joshua Barton, als er noch ganz aufgeregt zurück ins Boot klettert. Der Amerikaner ist Mitteilhaber einer Tauchschule im Oman und hat so ziemlich alles gesehen, was es auf der Welt unter Wasser zu sehen gibt. So leicht bringt ihn eigentlich nichts aus der Ruhe.
Auch vor der Westküste Thailands, am Ningaloo-Riff in Australien, vor Honduras, Mexiko, Mosambik, Australien, den Seychellen, den Malediven und den Philippinen tauchen die riesigen Fische regelmäßig auf, doch nirgendwo auf der Welt drängen sich so viele Walhaie in einem so kleinen Gebiet wie vor Küste Dschibutis. Wenn man hier abtaucht, ist es nicht die Frage, ob man einen Walhai sieht, sondern wie viele. Eine Geld-zurück-Garantie für den Fall, dass kein Koloss gesichtet wird, wäre für die Veranstalter in der Walhai-Saison wohl kein Risiko.
Obwohl der Golf von Tadjoura bei so manchen Top Ten der Tauch- und Schnorchelreviere aufscheint, gibt es in Dschibuti bislang nur sehr wenige (Tauch- und Schnorchel-)Touristen. Die vielen Walhaie und die wenigen Besucher haben teilweise dieselbe Ursache: Piraten!
Seitdem Seeräuber aus dem Nachbarland Somalia den Golf von Aden und den Indischen Ozean unsicher machen, haben viele Nationen ihre Soldaten in Dschibuti stationiert, um die Handelswege mit einer riesigen Armada wieder gefahrlos passierbar zu machen. Und obwohl Dschibuti ein sicheres Reiseland ist, ist der Ruf aufgrund der Nachbarschaft ziemlich ruiniert.
Den Walhaien kann das nur recht sein. Denn seit auch somalische Piraten und Marinesoldaten aus aller Welt diesen Lebensraum der Tiere frequentieren, trauen sich kaum noch jemenitische Fischer in die warmen Gewässer. Die schnitten den Fischen früher oft bei lebendigem Leib die riesigen Flossen ab. In Asien werden sie als teure Delikatesse und als Aphrodisiakum gehandelt.
In diesem Jahr sind die Walhaie noch nicht in Dschibuti eingetroffen, um sich den Magen mit Plankton vollzuschlagen. "Aber sie kommen ganz bestimmt! Auf jeden Fall noch im November", sagt Reynald Rousseau. "Das ist hier eben die wilde Natur und kein Zoo", weiß der Tauchlehrer der Djibouti Divers. (Philipp Hedemann, DER STANDARD, Rondo, 16.11.2012)
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b) Ein Kampfsportbegriff
c) ein Süsswasserfisch
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Kandidat: Mhhm - keine Ahnung- kann ich wen Anrufen?
Assinger: Waaaaas machens in Ihrer Freizeit ? Tauchen in weisgottwo undein Aquarium habens daheim und beim WWF sinds ... Wissens überhaupt wo sie daham s ind... ???
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