Der Kollaps der Auslese

Einserkastl13. November 2012, 19:19
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Schlechte Nachrichten für unsere Spezies: Genetiker befürchtet Verblödung der Menschheit

Schlechte Nachrichten für die Spezies Mensch hat der Genetiker Gerald Crabtree, wenn denn seine Theorie über die Entwicklung der menschlichen Intelligenz zutrifft - die der Annahme widerspricht, der IQ steige kontinuierlich, besonders seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Crabtree hat in "Trends in Genetics" einen zweiteiligen Artikel über die Verblödung der Menschheit geschrieben, salopp gesagt. Oder wissenschaftlich: "Our Fragile Intellect".

Kurzgefasst behauptet der Stanford-Professor, dass der Mensch seine smartesten Zeiten hinter sich hat. Also: Wenn ein durchschnittlicher Grieche von 1000 ante nach 2000 post gebeamt würde, wäre er bass erstaunt, welche Holzköpfe die heutige Welt bevölkern.

Crabtree begründet seine Spekulation mit dem Schwächerwerden der natürlichen Auslese, einsetzend mit dem Ackerbau. Mangelnde Intelligenz wurde im Jäger-und-Sammler-Zeitalter hart bestraft: mit dem Tod. Später kamen auch simplere Gemüter durch, was seit Generationen zu Mutationen an den 2000 bis 5000 Genen führt, die bei der Intelligenz zusammenspielen.

Den Kollaps der Auslese beschreibt der Genetiker - der seine Theorie als unbewiesen bezeichnet - folgendermaßen: Während ein dummer Jäger vor 50.000 Jahren nicht weit kam, "bekommt ein Wallstreet-Manager, der ähnliche konzeptionelle Fehler macht, einen Riesenbonus und gilt als attraktiver Paarungspartner". (Gudrun Harrer, DER STANDARD, 14.11.2012)

  • Während ein dummer Jäger vor 50.000 Jahren nicht weit kam, bekommt ein 
Wallstreet-Manager, der ähnliche konzeptionelle Fehler macht, einen 
Riesenbonus und gilt als attraktiver Paarungspartner, meint der Entwicklungsbiologe Gerald Crabtree.
    foto: rajanish kakade/ap/dapd

    Während ein dummer Jäger vor 50.000 Jahren nicht weit kam, bekommt ein Wallstreet-Manager, der ähnliche konzeptionelle Fehler macht, einen Riesenbonus und gilt als attraktiver Paarungspartner, meint der Entwicklungsbiologe Gerald Crabtree.

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