Klimaschutzpreis für Kohle aus Pflanzen und wiederbelebte PCs

13. November 2012, 18:02

Wie man für Schwarzerde eine Auszeichnung erhält

Wien - Gerald Dunst macht im burgenländischen Riedlingsdorf Kohle, nicht Geld, sondern eine Art Holzkohle - aus Pflanzenabfällen. Doch diese Kohle soll in seinem Betrieb "Sonnenerde" weiterverarbeitet werden: zu sogenannter Schwarzerde (Terra preta), die hervorragend den Aufbau einer Humusschicht unterstützen kann und so hilft, CO2 im Boden zu binden. Montagabend wurde Gerald Dunst für sein Projekt mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis 2012 ausgezeichnet.

Die weiteren Preisträger 2012: Die Bio-Heu-Region Trumer Seenland, in der biologischer Landbau und traditionelle Methoden beim Heumachen gefördert werden, der begehbare ökologische Fußabdruck im steirischen Nationalpark Gesäuse und das Grazer Hardware-Vergabeprogramm Compuritas, mit dessen Hilfe ausgemusterte Computer und IT-Systeme wieder aufgemotzt und dann an gemeinnützige Organisationen und Bedürftige vergeben werden. (frei, DER STANDARD, 14.11.2012)

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6 Postings
An der Biochar wird schon lange gearbeitet

Und die Vorteile sind schon seit langen bekannt und unumstritten. Nur macht das niemand. Da werden lieber unsinnige Windräder durch den 'Joint Development Mechanism' gefördert anstadt man mobile BiocharAnlagen in Brasilien, Afrika und Asien fördert.
Waldrodung ist nun mal mit uns. Wenn man es traurigerweise nicht verhindern kann, dann soll man das doch mit dem Stand der besten Praktik machen.
Mit Windräder kann man leider leichter ein gutes Image erwerben als mit Waldrodungen. Man würde vielleicht von den Grünen mit faulen Eiern und Tomaten beworfen werden wenn man mit den Bauern die die Rodungen unweigerlich durchführen kooperiert.

Swiss Biochar bietet 1m³ Biokohle für Terra Preta zum Untermischen für 150m² um 149 CHF, das sind so 120 €. Das würde rein an Material Kosten von 8000 € pro Hektar ergeben.
Da hofft wohl jemand auf einen Dummen, der glaubt, in den nächsten 300 Jahren das Geld wieder hereinzubekommen?

Das ist ein Produkt von einem Hersteller für den gehobenen Markt

Daher die hohen Kosten.
Es geht darum preigünstige semimobile Mailer zu entwickeln die gleich vor Ort bei der Rodung die Abfälle zu Biochar verarbeiten. Diese Dinger sind vor allem dafür gedacht bei den 'slash & burn' Rodungen das 'burn' zu eleminieren. Ein Farmarbeiter iin Brasilien, dem Kongo, Indonesien etc der die Anlage bedient kostet bedeutend weniger als ein Maschinist in der Schweiz.
Es geht darum einfache, robuste Anlagen zu entwickeln die auch lokal in solchen Ländern in Serie (Scaleneffekt)gebaut werden können. Ein hochkompliziertes Gerät in Einzelanfertigung das in Deutschland gebaut wird bringt nichts, das ist klar.

muss man wissen,

was "Biochar" ist?
könnten sie's nicht gnädigerweise erklären?

Googeln Sie mal

Ein einfacher Anfangspunkt:

http://en.wikipedia.org/wiki/Biochar

Wenn jemand ein bischen Interesse hat findet er/sie/it ausführliche Information über diese Technik.
Nur kann man sich halt damit kein ersichtlich grünes Fähnchen auf den Hut stecken. Mit einem Windrad im Garten das die Nachbarn zum Wahnsinn treibt ist das viel einfacher.

da hat doch ohnehin

gerade jemand einen preis dafür gewonnen, oder?

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