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"Endlich schön" mit Puls 4.
Schön, wenn am Ende alle zufrieden sind: Sandra, weil durch die Brust-OP ihr Selbstekel verschwindet. Christine, weil ihre Fettpölster begradigt werden. Simona, weil die Falten gestrafft sind. Marlies, weil die Oberweite auf einheitliches Aussehen gebracht wird. Puls 4, weil über Endlich schön endlich wieder diskutiert wurde. Die Schönheitsklinik über üppige Eigenwerbung.
Mögen sämtliche Heilsversprechen in Erfüllung gehen. Denn wenn nicht, schaut es bitter für sie aus. Die locker- flockig dargebrachte Vorher/-Nachher-Philosophie hat nämlich einen schweren Haken, wie die Autoren Hans Weiss und Ingeborg Lackinger-Karger in ihrem Buch Schönheit. Die Versprechen der Beauty-Industrie (Deuticke) belegen: Kaum erforscht sind nämlich Langzeitfolgen von Schönheitsoperationen. Hinweise darauf sind rar, aber doch einigermaßen beunruhigend. Nach Brustvergrößerungen etwa müssen zwei bis vier von zehn Frauen innerhalb von zehn Jahren nachoperiert werden wegen Komplikationen wie "Schmerzen, Faltenbildung, Asymmetrien, Implantateinrissen und Kapselfibrosen".
Nach Fettabsaugungen ist laut Studien das Fett innerhalb eines Jahres an anderen Stellen wieder da. Berührungsempfindlichkeit an behandelten Stellen kann dauerhaft bleiben. Nach einer Zeit können "Hautdellen und Hautstufen auftreten, die unter Umständen einen weiteren Eingriff notwendig machen". Botox bleibt in einem von fünf Fällen wirkungslos, verursacht aber in zehn Prozent Kopfschmerzen. Kann passieren, muss aber nicht. Aber ob Sender und Klinik im ungünstigen Fall immer noch große Gönnerschaft spielen und ein weiteres Mal zum OP-Tisch laden, will man gerne sehen.
(Doris Priesching, DER STANDARD, 14.11.2012)
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Ich habe mir die erste Folge angesehen. Die zweifache Mutter hat eindeutig übertrieben, ihre Brüste waren halt klein und der Bauch ein wenig schwabbelig, das hätte man auch mit Sport hinbekommen, aber kein Grund um die Lebensfreude zu verlieren. Ich habe auch einige Folgen von "Extrem schön" auf RTL II angesehen. Die Menschen dort waren schon arm dran, teilweise richtig entstellt, dort konnte ich es schon verstehen.
Ich hab nur den Trailer gesehen, den aber lange für einen Scherz gehalten. Ich dachte eigentlich nicht, dass so etwas möglich ist. Generell ist das konzept derartiger Shows eigentlich nur mehr die zur Schau stellung von Menschen mit teilweise groben psychischen Problemen. Die moderne Freakshow halt. Mir kommt da die Galle hoch!
Das ist doch eine Jahrmarkt-Freakshow.
Entwürdigend, menschenverachtend und erniedrigend für die Betroffenen.
Belustigend für die Zuseher.
Reine Geldmacherei für die Initiatoren.
Grauslich, dass so etwas in unserer entwickelten, modernen Welt noch möglich ist....
...dass die Menschheit sich zum "Besseren", zum "Weiseren" hin entwickelt. Nur weil sie angeblich in einer entwickelten, modernen Welt lebt? Der Mensch ist ein relativ unvollkommenes Tier. War er immer, wird er immer bleiben. Aber was ist so schlimm daran? Möglicherweise haben Sie zu hohe Maßstäbe.
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