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vergrößern 800x533Erstes zumindest nach außen hin fertiges Gebäude in der "Langen Allee" ist das Passivhaus der "Neuen Heimat OÖ" mit 41 Mietwohnungen, das ...

... sich auf dieser Grafik ganz oben befindet. Auch den hier weiß eingezeichneten Wohnturm an der Südflanke des Wohnparks "Lange Allee" will die Neue Heimat noch bauen.
vergrößern 800x600In der unmittelbaren Nachbarschaft des bereits fast fertigen Passivhauses baut die Lawog zwei Häuser mit 27 und 42 Mietwohnungen, ebenfalls im Passivhausstandard.
vergrößern 800x600Bei der "Grünen Mitte" ist erst ein Objekt in Bau, nämlich jenes der GWG mit 62 Wohnungen.
Wie die meisten österreichischen Landeshauptstädte wird auch Linz in den nächsten Jahren enorm an Einwohnern zulegen. Schon jetzt gibt es mehr als 190.000 Linzerinnen und Linzer, recht bald wird die 200.000er-Marke übersprungen werden. Um der hohen Nachfrage begegnen zu können, hat die oberösterreichische Landeshauptstadt neben zahlreichen kleineren auch zwei etwas größer angelegte Wohnbauprojekte am Laufen, nämlich die "Neue Mitte" am ehemaligen Frachtenbahnhof und die "Lange Allee" im Stadtteil Neue Heimat.
Mit 700 neuen Wohnungen ist die "Grüne Mitte" das größere der beiden Projekte, Spatenstich war im vergangenen Februar. Zu sehen gibt es dort noch nicht allzu viel, es befindet sich erst eine Wohnanlage in Bau. Bis 2016 sollen auf dem 87.000 Quadratmeter großen Areal aber zehn Objekte von sieben Bauträgern (Neue Heimat, Lawog, BRW, Familie, GWB, GWG und WSG) errichtet werden, allesamt in Niedrigstenergiebauweise. Außerdem wird es 50 betreubare Wohneinheiten und einen Kindergarten geben.
Herz des neuen Stadtteils wird ein 14.000 Quadratmeter großer öffentlicher Park, dessen Grün sich über Eigengärten, Terrassen, Loggien und Balkonen "bis zu den Dächern hinauf entfalten" soll. Die Planung dafür stammt von Landschaftsarchitektin Heidelinde Holzinger.
Die "Lange Allee" ist ebenfalls ein gemeinschaftliches Projekt von sieben Wohnbauträgern (Neue Heimat, Lawog, BRW, WAG, Wohnungsfreunde, EBS und BWS), die dem Brillenhersteller Silhouette zuvor das 48.000 Quadratmeter große Grundstück abgekauft haben. Und hier ist im Unterschied zur "Grünen Mitte" auch nur ein Architektenteam am Werk, was die hier entstehenden 450 Wohnungen in elf Häusern (samt einem Kindergarten und einem Krabbelstube) "wie aus einem Guss" erscheinen lassen wird.
Die "Neue Heimat" war hier als erste am Zug, die von ihr errichtete Passivhaus-Anlage mit 41 Mietwohnungen (mit Größen von 60 bis 110 m²) sieht von außen betrachtet schon fertig aus. Bis Frühjahr bzw. Frühsommer soll auch der Innenausbau beendet sein, spätestens im Juni will man die Wohnungen übergeben, sagt Geschäftsführer Robert Oberleitner beim Besuch von derStandard.at.
Zu haben ist hier keine Wohnung mehr, was wohl auch am recht günstigen Mietzins von 7,10 Euro je Quadratmeter (inkl. BK und USt) liegt. An Eigenmitteln sind von den Mietern einmalig 29 Euro/m² zu entrichten.
Der Wohnpark wird von einem breiten Grünstreifen - eben der "Langen Allee" - durchzogen, unter dem sich die Tiefgaragen der Häuser befinden. Geplant wurde der gesamte Komplex vom Architektenteam Stögmüller und Kneidinger; ihr Entwurf sieht auf jedem der neun Objekte, die um die Allee herum "mäandern", zwei- oder dreistöckige aufgesetzte "Türme" vor. "Die Wohnungen in den Türmen kosten genauso viel wie alle anderen", sagt Oberleitner - und sie seien auch nicht unbedingt als erste weg gewesen. "Viele Menschen schätzen auch den Zugang zum Garten im Erdgeschoß."
Oberleitner will die 41 Wohnungen im Frühjahr bzw. Frühsommer 2013 übergeben. Ein von seinem Unternehmen geplanter Wohnturm am südlichen Ende des Wohnparks mit bis zu 16 Etagen steckt noch in der Planungsphase.
Der Neue-Heimat-Chef gibt auch ein wenig Einblick in die Kalkulation seines Passivhaus-Projekts: Mit 5,44 Millionen Euro sind die Baukosten (inklusive Tiefgarage) veranschlagt, knapp 60 Prozent davon (3,25 Millionen Euro) werden über ein Darlehen des Landes Oberösterreich aufgebracht. 31 Prozent der Summe (1,7 Mio.) stammen aus einem Bankdarlehen, der Rest verteilt sich auf Eigenmittel des Bauträgers (7 Prozent/381.000 Euro) und Eigenmittel der Mieter (2 Prozent/109.000 Euro).
Die Errichtungskosten pro Quadratmeter Wohnnutzfläche belaufen sich auf genau 1.447,43 Euro. Die Förderungen des Landes habe man dabei gar nicht zur Gänze ausgeschöpft, sagt Technik-Vorstand Johann Springer. Die maximal erlaubten Baukosten (um die Wohnbauförderung nicht zu verlieren) lagen bei 1.325 Euro, im Fall eines Passivhauses wären zusätzliche 200 Euro möglich gewesen. Man benötigte aber nur 150 Euro zusätzlich. "Wir errichten ein Passivhaus zu den Kosten eines Niedrigenergiehauses", sagt Springer.
Keine Extra-Förderung gab es für die Nistkästen und -plätze für mehrere Mauersegler und einen Turmfalken, die im Dach des Hauses angesiedelt werden und so die "Lange Allee" und den direkt hinter dem Gebäude liegenden "Wasserwald" auch ein bisschen mit gefiedertem Leben erfüllen sollen. "Die Nistkästen werden so angebracht, dass weder Schlafzimmerfenster noch Freiflächen davon beeinträchtigt sind", beruhigt Springer, auch wenn er im selben Atemzug betont: "Mauersegler machen weder Lärm noch Mist." (Martin Putschögl, derStandard.at, 17.11.2012)
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zu hinterfragen: Anders als alle anderen Landeshauptstädte Österreichs, die teils über 10%ige Bevölkerungszuwächse verbuchen konnten, ist Linz zwischen 1991 und 2001 um fast 10% geschrumpft und stagniert seither vor sich hin. Das Ergebnis einer völlig verfehlten OÖ Raumplanung, in der weiterhin Gewerbeparks und endlose Einfamilienhaussiedlungen aus dem Boden gestampft werden und die Stadt Linz noch versucht, mit einem übergestülpten Kulturstadtimage ältere Touristen anzusprechen um ihren eigenen Bedeutungsverlust zu kaschieren.
Ich befürchte, dass die Grüne Mitte sich leider nahtlos ins bestehende Viertel eingliedern wird. Durch die nahe Lage der Westbahn (http://goo.gl/maps/LEf0I) wird es wohl nicht viele geben, die absolut gerne dort wohnen möchten.
Durch die dortige Kurvenlage vermute ich sogar einen noch schlimmeren Lärm :-/
Ich hätte aber auch keine andere Idee, was dort hinkommen sollte. Büros? Zu schlecht angebunden.
Wir überlegen uns, dort hinzuziehen. Wenig Autoverkehr, der Friedhof nebenan, trotzdem nah an der Innenstadt, sowohl für Öffis als auch fürs rad gut gelegen. Infrastruktur (also was man in der Nähe braucht) passt auch...
Ich find die Gegend dort eigentlich ganz nett. Und ich mag Züge und Friedhöfe.
Ich mag auch Züge, nur fürchte ich, dass das Quietschen der Züge ein Kippen bzw. Öffnen des Fensters nicht wirklich einlädt. Haben Sie sich schon mal dort hingestellt und ein wenig gehorcht (obwohl der Lärm auf Bodenebene mal abgefedert wird durch die Wände)?
Die Location ist grundsätzlich super und ich mag das Franckviertel auch ganz gerne, zumindest zum Schauen ;)
haben üblicherweise kontrollierte Wohnraumlüftung. Das kann man mögen oder nicht, Fakt ist aber, dass man erstens die Fenster theoretisch nicht aufmachen muss, und bei Außentemperaturen abseits des "Komfortbereichs" auch nicht allzu lange lüften sollte, zweitens die Abdichtung sehr stark ist ist und daher ohnehin kaum Geräusche eindringen.
...wenn sich das Bauprojekt mit der Umgebung dort "verschmilzt". Meine Schwiegereltern wohnen ca 250m Luftlinie entfernt im Franckviertel. Außer dem schlechten Ruf der Gegend gibt es an der Wohn- und Lebensqualität dort nix auszusetzen. Natürlich ist es nicht der Froschberg oder der Pöstlingberg, aber schlecht ist es dort keinesfalls...
Für mich gehört zum einem neuen Projekt immer eine möglichst heterogene Mischung an neuen Bewohnern, welches ich dem Projekt auch wirklich wünsche.
Ich fürchte, dass die Westbahn ihr übriges tut, dass es nicht gut durchmischt wird und so ein Glasscherbenviertel entstehen könnte (wobei sowieso jedes neue Viertel gleich mal verschrien ist).
Wen übrigens interessiert, was in Linz gerade jetzt so alles gebaut wird, und wers schön veranschaulicht haben will, dem empfehle ich den ersten Stock des neuen Rathauses, da steht ein doch sehr großes Linzmodell aus Gips (?) rum, alle Häuser mehr oder wenig einzeln modelliert, und alles, was grad gebaut wird, ist rot angepinselt.
Ich fands ganz interessant.
Kein wirklich gross abweichender Wurf, fügt sich aber präzise in die aktuelle Formensprache ein.
Vergleichen Sie moderne Flächenverbauungen die aktuell in vielen Städten Europas entstehen(mitte nord), werden Sie feststellen dass die zehnerjahre des 21sten jHts einige Jahrzehnte später wohl doch einen deutlich erkennbaren Grundcharakter tragen werden.
Mehr Beton, mehr Staus, mehr zerstörtes Grünland. All dies durch ein unkontrolliertes Bevölkerungswachstum durch Zuzug, an dem Österreich seit 1980 leidet (1 Million mehr Einwohner seit 1985). Österreich/Linz braucht nicht mehr Wohnungen, sondern ein Bevölkerungsgleichgewicht. Das ist Nachhaltigkeit!
Ich bin da ganz anderer Meinung. Gerade die Entwicklung in den letzten Jahren ist aus meiner Sicht sehr positiv verlaufen. ARS, Lentos, Stahlwelten, usw. haben die Stadt deutlich aufgewertet.
Noch einen Schub wird es wohl durch das neue Musiktheater geben da auch das dortige Umfeld erneuert wird. Noch gar nicht erwähnt die riesigen Möglichkeiten mit der "Tschikbude".
ARS, Lentos sind aber auch gute Beispiele wie mit dem Steuergeld umgegangen wird und der Stadt viel Geld Kosten. Die Errichtung war teuer und die laufenden Kosten ein Wahnsinn.
Die Tschickbude riecht immer mehr nach einem weiteren Grabe, insbesondere wenn man sich die "Berater" sich ansieht.
Der Stadt tut die SPÖ gar nicht gut :(
Ars und Lentos kosten der Stadt nicht wirklich viel. Die Errichtung war eben nicht teuer, weil viel über den Status EU-Kulturhaupstadt finanziert wurde.
Summa summarum gehts mit der Stadt bergauf.
Teuer waren allerdings die Finanzgeschäfte, da kann aber auch der Bürgermeister wenig dafür, sondern die zweite Reihe, und CB-Deals hat jede zweite Gemeinde gemacht. (Und Linz hat wenigstens die Eier gehabt, die Bank zu verklagen)
Ja klar, die Spende über die Strom- und Gasrechnungen an die Stadt Linz nennen Sie nicht teuer, um das Lentos fertigbauen zu können?
Der Status Kulturhauptstadt hat zur weltberühmtheit in Linz und OÖ geführt und zu steigenden Ausgaben. Was ist geblieben? Die Kosten und Eintrittspreise für Reiche!
@Finanzgeschäfte: Machen Sie hier Propaganda? Dass die Daten beim Magistrat gelöscht wurden, zeugt nicht gerade von der Linie "nur 2. Reihe" und bzgl. Klage: Auch die BAWAG hat die Stadt Linz geklagt und hat nichts mit Eier zu tun, sondern mit Flucht nach vorne.
http://www.linz.at/zahlen/04... c031a.html
1961 bis 1991 gabs mehr Einwohner als jetzt. Und da wo jetzt gebaut wird, war vorher kein Grünland sondern der Frachtenbahnhof bzw. in der neuen Heimat eine Werkstatt für Bahnbusse oder so ähnlich.
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