Galaxy-Serie: S-Memo speichert Google-Kontodaten im Klartext

13. November 2012, 17:22
  • Samsungs S-Memo-App geht unvorsichtig mit Userdaten um...
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    Samsungs S-Memo-App geht unvorsichtig mit Userdaten um...

  • ...und speichert die Google-Kontodaten im Klartext ab.
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    foto: xda-developers.com / graffixnyc

    ...und speichert die Google-Kontodaten im Klartext ab.

Samsung-App schafft Sicherheitslücke auf gerooteten Android-Devices

Ein Android-Gerät zu rooten eröffnet zahlreiche neue Verwendungsmöglichkeiten, setzt den User durch die Umgehung systeminhärenter Sicherheitsmechanismen aber auch potenziell großer Gefahr aus.

Username und Passwort unverschlüsselt hinterlegt

Ein Risiko für User von Geräten von Samsungs Galaxy-Reihe, abgesehen vom Galaxy Nexus-Smartphone, stellt offenbar die vorinstallierte Notiz- und Erinnerungs-App "S-Memo" dar. Wie graffixnyc, User der XDA-Entwicklerforen, herausgefunden hat, speichert das Programm sensible Daten im Klartext.

Wie sich beim Öffnen der von S-Memo angelegten SQLite-Datenbankdateien zeigte, gehört auch das Google-Konto des Nutzers zu eben diesen Informationen. Fatal ist allerdings, dass Username und Passwort im Klartext abgespeichert sind. Sollte sich jemand Zugriff auf das Gerät verschaffen können, was durch das Rooten ohne entsprechender Sicherheitsmaßnahmen erleichtert wird, ist damit die Übernahme des Google-Accounts des Betroffenen möglich.

Warnung vor unvorsichtigen Programmierern

Betroffen scheinen tatsächlich nur Nutzer zu sein, die sich erweiterte Rechte auf ihrem Gerät beschafft haben (und nur dann lassen sich besagte SQL-Files einfach so auslesen). Trotzdem ist es ein Versäumnis der Programmierer, dass heikle Logindaten von der Samsung-App unverschlüsselt hinterlegt werden, wie User ViViDboarder korrekt anmerkt. Das Problem wird intensiv im Forenthread diskutiert.

Das XDA-Team ruft nun in einem Blogpost dazu auf, mehr Vorsicht im Umgang mit gerooteten Handys und Tablets walten zu lassen, da eben nicht jedem Entwickler vorsichtiger Umgang mit Nutzerdaten zugetraut werden kann. (red, derStandard.at, 13.11.2012)

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Erst 10 Postings?

Was denn für eine Sicherheitslücke?

Passwörter im Klartext sind absolut kein Problem - lasst euch das vom freundlichen Experten des Preisvergleichportals geizhals.at erklären:
http://forum.geizhals.at/t714917,-1.html

ist nicht mehr online! auch eine Variante der Zensur!

Wahnsinn! Und dann noch die Meldung vom Mitarbeiter "Na dann heul doch!"

Nicht nur inkompetent, sondern auch noch dummdreist!

Danke für den Link! Da tun sich echt Abgründe auf!

Allerdings! Da gehts dann hier doch ziemlich zivilisiert zu :-)

da bekommt man doch richtig bock beim freundlichen preisvergleich zu suchen ;)

Da gehts ab :)
aber was für ein scheiss forumstyle...

Wirklich? Rot? ...Sarkasmus...
Soll ich ein Schild hochhalten?

Es gibt halt Personen, die schon mit Texten über zwei Zeilen überfordert sind ;-)
Dein Statement ist einfach zu lange, um den Sarkasmus zu erkennen ^^

Die Sicherheitslücke ist auf all diesen Geräten...

... man speichert nicht Zugangsdaten im Klartext.
Aber eben nur auf gerooteten Android-Devices kann diese Lücke/Krücke auch erkannt werden....

Es ist sicher nachlässig, aber:
Normalerweise hat nur jene App der dieser Dateisystembereich gehört Zugriff auf die eigene private SQLite-Datenbank. Andere Apps können das nicht mal auslesen.

Selbst wenn das Gerät gerootet ist, bedeutet das NICHT dass jede App Zugriff auf alles hat - man muß noch immer selektiv jeder einzelnen App Superuser-Rechte geben, sonst verhält sich die App genauso wie auf einem ungerooteten Gerät.

In der Regel ist es empfehlenswert bei Root auch wirklich nur absolut sicheren Programmen von denen man die Herkunft kennt Superuser-Rechte zu geben - das dürften hauptsächlich die drei Programme ROM Manager, Titanium Backup, und Root Explorer sein.

Im Artikel wird nicht erwähnt dass man beim Rooten in der Regel die Superuser-App hat, bei der man nur bestimmten Apps Superuser-Rechte (also root-Rechte) geben kann, und dies nur sehr konservativ tun sollte.

Es ist nicht so dass jede App auf einem gerooteten Handy Zugriff auf alles hat.

Es geht eher darum, dass jemand Dein Handy stiehlt, sich root-Zugriff verschafft, Dein Google-Passwort erhält und damit Zugriff auf Dein Google-Konto hat.

Ob jetzt andere Apps root-Zugriff haben oder nicht, ist egal. Der Bösewicht hat root-Zugriff und das reicht.

Wenn das Handy gestohlen ist sollte man das Passwort zum Google-Konto sowieso ändern... sonst kann man ganz schön viel Schabernack betreiben, auch ohne Root (etwa Apps kaufen auf deinen Namen usw.).

Apps kaufen kann man ohne Passwort? :o

Nein, zum Appkauf sind die Google-Credentials vonnöten, bzw. nimmt der Play Store die Google-Credentials die im System gespeichert sind (allerdings die im System verschlüsselt hinterlegt sind, nicht die von S-Memo).

Wenn man das Passwort ändert müsste man am Handy dann diese Credentials auch ändern - d.h. wenn das Handy gestohlen ist und man ändert das Passwort, kann der Dieb auch nimmer in Ihrem Namen Apps kaufen/runterladen.

Georg Pichler
03
13.11.2012, 22:54

Mit dem Rooten eines Geräts hebelt man auch Sicherheitsmechanismen aus, die vor äußeren Gefahren und nicht nur den User vor sich selbst schützen. Konkret reicht Zugriff aufs Dateisystem, schon kann die Kaperei losgehen.

Die App die darauf zugreift muß selbst root-Rechte haben, sonst hat es nicht mal Lesezugriff, da der betreffende App-Bereich pro App privat ist.

Da man jede App in der Regel bestätigen muß mittels Superuser, ist das zwar schon ein Risiko, aber jetzt nicht so dass es ein komplett offenes Scheunentor per se ist.

Root ist sowieso nur erfahrenen Usern zu empfehlen, die nur einer Handvoll ausgewählter Apps (konkret vermutlich mehrheitlich Titanium Backup, ROM Manager und Root Explorer) Root-Rechte geben.

Andere Apps haben keine Möglichkeit auf die SQLite-Datenbank einer anderen App (die im privaten Dateisystembereich der App liegt) zuzugreifen.

Also, damit das klargestellt ist: ein gerootetes Gerät an sich ist absolut kein Problem - solange man keinem einzigen App Superuser-Rechte gibt, verhält es sich ident wie ein normales Gerät bezüglich Zugriffsrechte.

Und danach muß man einzeln für Apps die das anfordern erlauben dass sie Root-Rechte bekommen - das geschieht nicht automatisch oder gleich allgemeingültig für alle Apps.

D.h. das Problem ist nicht das Rooten des Geräts, sondern das Root-Rechte-Erteilen pro App - hier sollte man vorsichtig sein, aber das weiß man eh.

Wenn das beschriebene Problem ein Sicherheitsrisiko ist, dann sind wohl Superuser am Werk(eln)?

Sie haben's noch nicht verstanden: ein gerootetes Gerät an sich öffnet die Lücke noch nicht, das ist noch kein Sicherheitsrisiko.

Das Sicherheitsrisiko ist wenn Apps mit Superuser/Root-Berechtigung ausgeführt werden - was man für jede einzelne App bestätigen muß.

"Superuser" (bzw. Root) ist ein Rechte-Attribut das Apps bekommen, nicht die Benutzer des Systems.

Irgendwie wollt ihr wohl nicht kapieren.

Jemand verschafft sich Zugang zum geheiligten Smartphone, durch stehlen, ...

Was ist jetzt mit deinen "Superuser"-Einstellungen? Derjenige hat deine Daten IM KLARTEXT!

Daten die nicht besonders viel bringen wenn man sie bereits geändert hat.

Da würde mir mehr Sorgen machen dass der Dieb Zugriff auf meine Kontakte hat, und dafür braucht der kein Root.

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