Bericht: Sharp verhandelt mit Intel über Einstieg

13. November 2012, 14:39

Zweifel an Fortbestand des Unternehmens

Der angeschlagene japanische Elektronik-Konzern Sharp verhandelt laut einem Medienbericht über einen Einstieg des weltgrößten Chip-Herstellers Intel. Der Deal könne Sharp 30 bis 40 Milliarden Yen (bis zu 395 Millionen Euro) einbringen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Die Gespräche seien schon weit fortgeschritten. 

Druck aufgrund roter Zahlen

Sharp steht derzeit angesichts tiefroter Zahlen massiv unter Druck. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr kündigte der Flachbild-TV-Pionier den zweiten riesigen Rekordverlust in Folge an. Das Minus dürfte 450 Milliarden Yen erreichen. Schon im Jahr davor hatte Sharp gut 376 Milliarden Yen verloren. 

Zweifel am Fortbestand

Sharp musste zudem eingestehen, dass die desolate Finanzlage Zweifel am Fortbestand des Unternehmens aufwirft. Im kommenden Jahr werden hohe Verbindlichkeiten fällig. Verhandlungen über einen Einstieg des Apple-Auftragsfertigers Foxconn stecken seit Monaten in der Sackgasse. Die Banken griffen Sharp bereits mit hohen kurzfristigen Krediten unter die Arme. Es wurde auch darüber spekuliert, ob Apple nicht große Summen in Sharp gesteckt hat, um den Samsung-Wettbewerber am Leben zu halten. (APA, derStandard.at, 13.11.2012)

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