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Die Chipindustrie macht sich für das kommende Jahr auf ein langsameres Wachstum gefasst. "Ich glaube, nächstes Jahr wird schwer", sagte Rick Clemmer, Chef des niederländischen Halbleiterkonzerns NXP, am Dienstag auf der Branchenmesse "electronica". "Ich gehe von einer Wachstumsrate im mittleren oder niedrigen einstelligen Bereich aus."
Sein Amtskollege Reinhard Ploss von der bayerischen Infineon betonte die Bedeutung der politischen Entwicklungen in den USA und China. Für die Abnehmerbranchen und die Konjunktur hänge 2013 viel davon ab, wie die Amerikaner ihren Haushaltskonflikt lösten und sich die neue chinesische Führung positioniere. "Europa alleine wird es nicht herausreißen", sagte der seit sechs Wochen amtierende Ploss. Eine schwere Krise sei trotz der Absatzschwäche bei den Autoherstellern in Europa und dem aktuellen Ausfall der südeuropäischen Absatzmärkte nicht zu erwarten. "Einen Absturz wie 2009 wird es nicht geben."
Die Chipbranche gilt wegen ihrer zahlreichen Basiskomponenten für eine breite Palette von Produkten von Computern über Fernseher bis zu Autos und Stromnetzen als Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Im Herbst zeigten sich schon zahlreiche Halbleiterhersteller skeptisch über die Entwicklung in nächster Zeit. Der Absatzrückgang im PC-Bereich und die Investitionszurückhaltung der Industrie trieb vielen Managern die Sorgenfalten auf die Stirn. Allerdings wird der Trend vom immer umfangreicheren Einsatz von Chips in allen Wirtschaftsbereichen gemildert. (APA, 13.11.2012)
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