Kartellermittlungen: US-Handelsbehörde stellt Google Ultimatum

13. November 2012, 13:59
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FTC erwartet Antworten von Google und droht andernfalls mit Klage

Der Suchmaschinen-Konzern Google hat etwas Druck von der US-Handelsbehörde bekommen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hat der Vorsitzende der Federal Trade Commission, Jonathan Leibowitz, Google mit Druck aufgefordert, die Fragen zu den aktuellen Ermittlungen zu klären. Der Behörde erscheinen viele Punkte noch ungeklärt. Google würde andernfalls eine Klage drohen.

Intransparente Methoden

Die Handelsbehörde ermittelt seit fast zwei Jahren, ob Google seine Marktdominanz im Internet missbraucht. Google wird vorgeworfen, eigene Services höher und besser zu reihen als die von Konkurrenten. Die intransparente Methode, um Suchergebnisse zu reihen, würde es zudem Werbenkunden unmöglich machen, Performance-Vergleiche mit anderen Plattformen wie Yahoo oder Bing anzustellen.

Externe Dienste

Anonyme Quellen aus der US-Handelsbehörde sprechen auch von Beschwerden über die Nutzung externer Dienste wie Yelp, die es Google erlaubt, Reviews von Usern für eigene Services zu nutzen. Weiters würde Google seine Patente missbrauchen, um den Marktstart von Smartphones anderer Hersteller zu verhindern. 

Noch keine genauen Punkte

Auf ein zufriedenstellendes Ergebnis hat man sich bei den Gesprächen, die in den letzten zwei Wochen stattgefunden haben, nicht geeinigt. Kreisen zufolge soll sich die Klage vor allem auf Googles Methoden von Suchergebniss-Anzeigen konzentrieren. Die genauen Klagepunkte seien aber noch nicht ausgearbeitet worden. (red, derStandard.at, 13.11.2012)

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    Google hat nur noch wenige Tage Zeit, um auf die Fragen der FTC einzugehen

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