Kodak sichert sich Finanzierung für Neuanfang

13. November 2012, 11:20

Mehrere Investoren sagten knapp 800 Mio. Dollar zu

Der US-Foto-Pionier Kodak hat sich fast 800 Mio. Dollar (628,2 Mio. Euro) für einen Neuanfang gesichert. Damit will Kodak im kommenden Jahr das Insolvenzverfahren als Druck-Spezialist verlassen. Die 793 Mio. Dollar kommen von den Großbanken UBS und JP Morgan Chase sowie zwei weiteren Finanzfirmen.

500 Mio. Dollar

Eine Voraussetzung ist allerdings der Verkauf von Kodaks Digital-Foto-Patenten für mindestens 500 Mio. Dollar, wie das Unternehmen am Montag weiter mitteilte. Kodak hat schon seit Monaten Probleme, die Patente zum gewünschten Preis loszuschlagen.

Kodak hatte seit dem vergangenen Jahrhundert die klassische Fotografie entscheidend geprägt, kam aber nicht mit dem Wechsel zu digitalen Bildern klar. Nach jahrelangen geschäftlichen Problemen und hohen Verlusten ging der Foto-Pionier Anfang dieses Jahres in ein Insolvenzverfahren. Im Zuge der Sanierung wurden große Geschäftsbereiche abgestoßen. Konzernchef Antonio Perez versucht schon seit Jahren, Kodak als Spezialisten für digitalen Druck neu aufzustellen. Im ersten Halbjahr 2013 will er nun das Insolvenzverfahren verlassen.

Patentkrieg verwickelten Rivalen Apple und Google

Für seine Digitalbild-Patente peilte Kodak ursprünglich einen Milliardenerlös an. Jedoch wurde schnell klar, dass es nicht dazu kommen wird. Obwohl unter den Interessenten laut Medienberichten die in einen Patentkrieg verwickelten Rivalen Apple und Google waren, sollen die Gebote niedrig geblieben sein. Die Auktion wurde zwischenzeitlich auf Eis gelegt.(APA7dpa, 13.11. 2012)

Link

Kodak

Share if you care
3 Postings
...kam aber nicht mit dem Wechsel zu digitalen Bildern klar...

...typisch konservativ-behäbiges defensives Marktführer-Verhalten mit Worst Case-Ausgang...
...vgl. Microsoft, Nokia..usw.

Und was werden sie machen? Diafilme?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.